AVA - Abfallverwertung Augsburg GmbH

AVA – Das steckt in unserem Müll

Die AVA öffnet für Augsburg Open ihre Tore. Foto: B4B SCHWABEN

Mit Bildergalerie: Wenn es in der Fuggerstadt wieder Augsburg OPEN heißt, dann darf natürlich die AVA nicht fehlen. Auch die Abfallverwertung Augsburg öffnete am vorletzten Freitag ihre Türen und begrüßte rund 40 neugierige Besucher. In zwei Gruppen wurden die Augsburg OPEN Gäste über das Gelände der AVA geführt. Dabei wurde deutlich, dass Müll mehr ist, als nur Abfall. 

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Klappe auf, Müll rein und auf nimmer wiedersehen! So werden es die meisten Bürger der Region handhaben. Doch was in unseren Tonnen landet, wird nicht nur einfach gesammelt und dann sinnlos vernichtet. Dass Müll mehr als nur Abfall ist, zeigte die Abfallverwertung Augsburg (AVA) im Rahmen von Augsburg OPEN. Rund 40 Besucher aus Stadt und Land fanden sich am Freitag, den 20. März 2015, auf dem AVA-Gelände ein. Hier erklärte ihnen Christian Hechenblaikner den Wert, den der Tonneninhalt hat.

Die AVA Formel: Die Energie aus dem Müll nutzen

1994 wurden die ersten Anlageteile in Betrieb genommen. Seither haben sich die Möglichkeiten stetig vergrößert und verbessert. Der Müll, der früher noch auf großen Deponien einfach nur gesammelt wurde, wird jetzt zu etwas Nützlichem umgewandelt, wie Christian Hechenblaikner der Gruppe erklärt. Die durch die Verbrennung des Mülls entstehende Wärme wird mittels Wasser zu Dampf. Dabei entspricht eine Tonne Hausmüll dem Wärmeinhalt von etwa 250 Litern Heizöl. Mit dem gewonnen Dampf wird anschließend Strom erzeugt und direkt in die Fernwärmeleitung der Stadt Augsburg eingespeist. Zusammen mit den mehr als 11.000 Fotovoltaik-Modulen auf den Dächern der AVA wird so aktiv an sauberer Energie gearbeitet.

Strom, Gas und Dünger – die AVA Anlagen versorgen die Region

Einen interessanten Einblick gewährte „das Herzstück der Anlage“, das Abfallheizkraftwerk. Hier wird alles verbrannt, was in der grauen Tonne landet. Mit zwei Kränen „kochen“ die AVA Mitarbeiter einen möglichst gleichbleibend gut brennenden Heizstoff. Mit der freigewordenen Energie lassen sich dann über Wasserdampf Turbinen antreiben. Diese liefern Strom für den Eigenbedarf und die Stadt. Mit dem „neusten Pferd im Stall“, wie Herr Hechenblaikner die Bioabfallvergärungs-Anlage bezeichnete, lässt sich seit Dezember 2013 auch der Abfall aus der braunen Tonne optimal umwandeln. Hier entsteht, nach dem Zerkleinern, Gären und Trocknen, Kompost, Flüssigdünger und Biogas in Erdgas-Qualität. Das Gas wird anschließend von erdgas Schwaben in das Netz der Stadtwerke Augsburg eingeleitet und trägt somit zur Versorgung der Region bei.

160 Mitarbeiter bewältigen 290.000 Tonnen Müll im Jahr

Etwa 33 Fußballfelder ist das AVA Gelände groß. An jedem Arbeitstag fahren circa 300 Müllwägen, beladen mit allem, was nicht mehr gebraucht wird, die Anlage an. Das macht 290.000 Tonnen Müll die jährlich in den verschiedenen Anlagen verarbeitet werden. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über Stadt und Land Augsburg, die Landkreise Aichach-Friedberg, Dillingen, Donau-Ries bis hin nach Landsberg, das ab Juni wieder dazu zählen wird. 160 Mitarbeiter sorgen dann dafür, dass aus dem Alten wieder etwas Nützliches wird.

Bilder zur AVA-Führung finden Sie hier.

AVA präsentiert sich auf Augsburg OPEN
AVA führt Augsburg OPEN Gäste über das Gelände. Foto: B4B SCHWABEN
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Die AVA öffnet für Augsburg Open ihre Tore. Foto: B4B SCHWABEN

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von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Klappe auf, Müll rein und auf nimmer wiedersehen! So werden es die meisten Bürger der Region handhaben. Doch was in unseren Tonnen landet, wird nicht nur einfach gesammelt und dann sinnlos vernichtet. Dass Müll mehr als nur Abfall ist, zeigte die Abfallverwertung Augsburg (AVA) im Rahmen von Augsburg OPEN. Rund 40 Besucher aus Stadt und Land fanden sich am Freitag, den 20. März 2015, auf dem AVA-Gelände ein. Hier erklärte ihnen Christian Hechenblaikner den Wert, den der Tonneninhalt hat.

Die AVA Formel: Die Energie aus dem Müll nutzen

1994 wurden die ersten Anlageteile in Betrieb genommen. Seither haben sich die Möglichkeiten stetig vergrößert und verbessert. Der Müll, der früher noch auf großen Deponien einfach nur gesammelt wurde, wird jetzt zu etwas Nützlichem umgewandelt, wie Christian Hechenblaikner der Gruppe erklärt. Die durch die Verbrennung des Mülls entstehende Wärme wird mittels Wasser zu Dampf. Dabei entspricht eine Tonne Hausmüll dem Wärmeinhalt von etwa 250 Litern Heizöl. Mit dem gewonnen Dampf wird anschließend Strom erzeugt und direkt in die Fernwärmeleitung der Stadt Augsburg eingespeist. Zusammen mit den mehr als 11.000 Fotovoltaik-Modulen auf den Dächern der AVA wird so aktiv an sauberer Energie gearbeitet.

Strom, Gas und Dünger – die AVA Anlagen versorgen die Region

Einen interessanten Einblick gewährte „das Herzstück der Anlage“, das Abfallheizkraftwerk. Hier wird alles verbrannt, was in der grauen Tonne landet. Mit zwei Kränen „kochen“ die AVA Mitarbeiter einen möglichst gleichbleibend gut brennenden Heizstoff. Mit der freigewordenen Energie lassen sich dann über Wasserdampf Turbinen antreiben. Diese liefern Strom für den Eigenbedarf und die Stadt. Mit dem „neusten Pferd im Stall“, wie Herr Hechenblaikner die Bioabfallvergärungs-Anlage bezeichnete, lässt sich seit Dezember 2013 auch der Abfall aus der braunen Tonne optimal umwandeln. Hier entsteht, nach dem Zerkleinern, Gären und Trocknen, Kompost, Flüssigdünger und Biogas in Erdgas-Qualität. Das Gas wird anschließend von erdgas Schwaben in das Netz der Stadtwerke Augsburg eingeleitet und trägt somit zur Versorgung der Region bei.

160 Mitarbeiter bewältigen 290.000 Tonnen Müll im Jahr

Etwa 33 Fußballfelder ist das AVA Gelände groß. An jedem Arbeitstag fahren circa 300 Müllwägen, beladen mit allem, was nicht mehr gebraucht wird, die Anlage an. Das macht 290.000 Tonnen Müll die jährlich in den verschiedenen Anlagen verarbeitet werden. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über Stadt und Land Augsburg, die Landkreise Aichach-Friedberg, Dillingen, Donau-Ries bis hin nach Landsberg, das ab Juni wieder dazu zählen wird. 160 Mitarbeiter sorgen dann dafür, dass aus dem Alten wieder etwas Nützliches wird.

Bilder zur AVA-Führung finden Sie hier.

AVA präsentiert sich auf Augsburg OPEN
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