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Augsburg OPEN: Besucher im Klärwerk der Stadt
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Stadtentwässerung Augsburg

Augsburg OPEN: Besucher im Klärwerk der Stadt

Die Besucher von Augsburg OPEN besichtigten das Klärwerk der Stadt. Foto: B4B SCHWABEN

Mit Bildergalerie: Am 19. März 2015 öffnete das Klärwerk der Stadt Augsburg seine Pforten. Die Teilnehmer von Augsburg OPEN bekamen hier einen Blick hinter die Kulissen. Dabei stellten sie eins fest: Es ist ein hartes Stück Arbeit, verschmutztes Wasser wieder so aufzubereiten, dass es zurück in den Lech fließen kann.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Das Klärwerk der Stadt Augsburg war am 19. März 2015 für die Teilnehmer von Augsburg OPEN geöffnet. Stefan Winter, Leiter des Klärwerksbetriebs, führte die Besucher durch das von der Stadt Augsburg betriebene Klärwerk. Das Klärwerk gibt es seit 1956 am Standort in der Klärwerkstraße 10. Das Einzugsgebiet umfasst die ganze Stadt, von Königsbrunn im Süden bis zum nördlichsten Teil Augsburg. Für fast die gesamte Strecke nutzt das Abwassersystem das natürliche Gefälle des Lechs. Nur an manchen Strecken – wie beispielsweise in Teilen Haunstettens – muss eine Pumpe ans Werk, um das Abwasser Richtung Klärwerk zu befördern. Die direkten Nachbarn des Klärwerks – die Stadt Gersthofen – hat übrigens ein eigenes Klärwerk.

Klärwerk bearbeitet rund 130.000 Kubikmeter Wasser pro Tag

An einem trockenen Tag kommen am Klärwerk der Stadt Augsburg zwischen 120.000 und 130.000 Kubikmeter Wasser an. Wenn es viel regnet, kann sich diese Menge auch verdreifachen. Das liegt  an dem System der Mischkanalisation: Abwasser und Regenwasser gelangen in Augsburg in ein Kanalsystem. Das Wasser bleibt circa anderthalb Tage im Klärwerk der Stadt und wird dort aufbereitet. Dann ist es so sauber, dass es in den Lech abgelassen werden kann. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass dieses Wasser keinesfalls Trink- oder Badequalität hat. Denn sowohl die Wertach als auch der Lech sind nicht als offizielle Badegewässer ausgezeichnet. Das Wasser zu desinfizieren – beispielsweise mithilfe von UV-Licht – ist zu kostspielig. Stefan Winter vom Klärwerk der Stadt Augsburg betonte jedoch, dass er keinerlei Bedenken sieht, trotzdem in den Flüssen Augsburg zu baden: „Sie werden es überleben, wenn sie das Wasser trinken, dass die Kläranlage verlässt, aber es muss nicht unbedingt sein. Insgesamt macht das Abwasser, das in den Lech gelangt, aber nur ein Prozent der Gesamtwassermenge des Flusses aus. Wegen der Wasserqualität muss sich also keiner sorgen. Kinder bekommen im Sommer eher Bauchweh von zu viel Pommes, als vom Baden im Lech.“

Klärwerk der Stadt Augsburg ist energieautark

Stefan Winter zeigte den Besuchern von Augsburg OPEN die verschiedenen Stationen, die das Abwasser im Klärwerk durchläuft. Die Rechenstäbe befinden sich ganz am Anfang: Sie filtern den gröbsten Dreck aus dem Wasser raus. „Sie finden im Abwasser alles, aber auch wirklich alles“, erklärte Winter den interessierten Teilnehmern, „alles, was auch nur irgendwie in eine Toilette passt, haben wir hier schon raus gefischt.“ Der zweite mechanische Verfahrensschritt folgt kurz darauf: Im Sand- und Fettfang wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers verlangsamt. Dabei bleiben Sand und Erde auf dem Boden, Fette und Öle schwimmen an der Wasseroberfläche. Dasselbe passiert dann ein weiteres Mal: Das Wasser fließt in dieser Station noch langsamer und der restliche Schmutz kann abgesaugt beziehungsweise abgezogen werden. Der Schlamm, der dem Abwasser entnommen wird, produziert genug Energie, um das gesamte Kraftwerkt betreiben zu können. Bis Ende der 1970er Jahre war hier Endstation: Das Wasser wurde nicht weiter gereinigt. Dabei ist das Abwasser weit davon entfernt, sauber zu sein: Erst 30 Prozent des Schmutzes wurde bis hier hin entfernt. Das war für die Besucher von Augsburg OPEN unschwer an Farbe und Geruch des Wassers zu erkennen.

Klärwerk beherbergt Enten, Möwen und Milane

Heute weiß man es Gott sei Dank besser. In einem weiteren Schritt gelangt das Abwasser in ein Belebungsbecken. Hier werden dem Abwasser bestimmte Bakterien zugefügt. Weil diese Sauerstoff brauchen, wird außerdem Druckluft in das Wasser gepumpt. Dann werden dem Abwasser noch Eisensalze zugefügt. So kann der Phosphorgehalt des Wassers reduziert werden. Für den Lech bedeutet dieser Prozess, dass er vor Überdüngung geschützt wird. Die letzte Station des Klärwerks bildet das Nachklärbecken. Hier zeigt sich die gute Qualität des Wassers: Enten, Möwen und Milane fühlen sich auf diesem Teil des Geländes pudelwohl. Zum Abschluss der Führung zeigte Stefan Winter den Besuchern noch die Stelle, an der das Abwasser wieder in den Lech gelangt. An der dunkleren Färbung ist es vom Rest des Wassers im Lech noch immer zu unterscheiden. „Ganz verleugnen, dass das Abwasser ist, kann man nicht. Aber mehr kann man mit vertretbarem Aufwand nicht leisten“, so Winter. Abwasser bleibt also nach wie vor Abwasser. Und Wasser ein kostbares Gut, das zu schützen die Aufgabe eines jeden von uns ist.

Für die Bildergalerie zur Besichtigung des Klärwerks klicken Sie hier.

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Auch das Klärwerk der Stadt Augsburg öffnete am 19. März 2015 für die Besucher seine Türen. Im Rahmen von Augsburg OPEN bekamen die Teilnehmer einen Einblick davon, wie viel Arbeit es ist, aus verschmutztem Wasser sauberes Wasser zu machen.

Für den Artikel zur Besichtung des Klärwerks klicken Sie hier. 

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