Stadt Augsburg

Augsburg OPEN: Nicht „Sofi“, sondern „Stafi“ – die städtischen Finanzen

Franz Käsbohrer, Leiter des Augsburger Kämmerei- und Steueramts, erklärte bei Augsburg OPEN die Finanzen der Stadt. Foto: B4B SC

Trotz der Sonnenfinsternis vergangenen Freitagvormittag hatten die Anwesenden im Dachgeschoss des Augsburger Kämmerei- und Steueramts nur Ohren für dessen Leiter Franz Käsbohrer. Er brachte den Teilnehmern von Augsburg OPEN anschaulich und lebendig die Finanzen der Stadt Augsburg näher.

von Kathrin Hansel, Online-Redaktion

Im Rahmen von Augsburg OPEN vergangene Woche öffnete auch die Stadtkämmerei ihre Türen für Interessierte und lud in das Dachgeschoss des Kämmerei- und Steueramts am Rathausplatz ein. Hier erläuterte Franz Käsbohrer, Leiter des Augsburger Kämmerei- und Steueramt mit Stadtkasse und Leihamt, den rund 20 Anwesenden den Haushalt der Stadt Augsburg. Trotz der Sonnenfinsternis, die sich draußen abspielte, gehörte die Aufmerksamkeit während des rund 60-minütigen Vortrags ausschließlich dem Redner. Er stellte die an sich eher trockene Thematik sehr anschaulich und lebhaft dar.

Das Augsburger Organigramm im Kämmerei- und Steueramt

Zunächst erklärte Käsbohrer den Augsburg OPEN-Besuchern das Organigramm der Stadt Augsburg s. Neben der Zusammensetzung des Stadtrats sowie der zentralen Funktion des Oberbürgermeisters ging er auf die acht Referate der Stadt Augsburg ein. „Das Kämmerei- und Steueramt selbst ist dem Referat 1 zugewiesen, dem die zweite Bürgermeistern Eva Weber vorsteht“, berichtete er. „Wir kümmern uns um das Zahlenwerk des städtischen Haushalts.“ Dabei betonte Käsbohrer, dass sein Fachbereich die Zahlen nicht bestimme oder bewerte, sondern lediglich zusammentrage.

Der „Konzern Stadt“ und seine Bestandteile

Auch auf den „Konzern Stadt“ ging Käsbohrer ein und unterschied in diesem Zusammenhang zwischen Beteiligungen, Mitgliedschaften bzw. Organisationsformen mit und ohne eigener Rechtspersönlichkeit. Diejenigen ohne eigene Rechtspersönlichkeit sind sogenannte Eigenbetriebe der Stadt. Dazu zählen die Abfallwirtschaft, die Stadtentwässerung, die Altenhilfe und das Theater. Die Anzahl der Einrichtungen mit eigener Rechtspersönlichkeit hingegen fällt um einiges umfangreicher aus und beinhalten beispielsweise 30 GmbHs wie unter anderem die Localbahn oder die Regio Wirtschaft, aber auch Vereinsmitgliedschaften wie Carbon Composites, Anstalten wie das Klinikum Augsburg, Zweckverbände und Stiftungen. Damit bot Käsbohrer einen spannenden Einblick in die städtischen Strukturen, die sich der normale Bürger so vielleicht nicht täglich vor Augen führt.

Der Haushalt der Stadt Augsburg bei Augsburg OPEN im Fokus

Anschließend ging der Leiter des Augsburger Kämmerei- und Steueramts auf den Haushalt der Stadt und dessen Entstehung sowie Zusammensetzung ein. Er zeigte die einzelnen Bestandteile auf, in die sich der Stadthaushalt gliedert und machte dies an der Jahresrechnung der Stadt Augsburg für 2013 deutlich. In diesem Zusammenhang erklärte Käsbohrer, wie die Einnahmen der Stadt Augsburg zusammenkommen. „Dabei spielen natürlich Steuereinnahmen eine wichtige Rolle.“ Auch das Gewerbe- und Einkommenssteuereinkommen erläuterte Käsbohrer den Anwesenden und präsentierte Augsburg im bayernweiten Vergleich. Nicht zuletzt ging er auch auf die Investitionen und die Schuldensituation der Fuggerstadt ein und zog bei der Pro-Kopf-Verschuldung 2012 einen Vergleich mit anderen bayerischen Städten. Darüber erläuterte er Kosten-Leistungs-Rechnungen der Stadt am Beispiel des Sport- und Bäderamts für 2013.

Augsburg OPEN-Besucher erfahren Näheres zum Buchungssystem

Am Ende seines Vortrags erklärte Franz Käsbohrer den Augsburg OPEN-Teilnehmern das Buchungssystem der Stadt Augsburg, das dem der Kameralistik folgt. Er stellte das Kameralistik-System abschließend dem der Doppik gegenüber, besprach jeweils die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Buchungsmethoden.

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Das Augsburger Organigramm im Kämmerei- und Steueramt

Zunächst erklärte Käsbohrer den Augsburg OPEN-Besuchern das Organigramm der Stadt Augsburg s. Neben der Zusammensetzung des Stadtrats sowie der zentralen Funktion des Oberbürgermeisters ging er auf die acht Referate der Stadt Augsburg ein. „Das Kämmerei- und Steueramt selbst ist dem Referat 1 zugewiesen, dem die zweite Bürgermeistern Eva Weber vorsteht“, berichtete er. „Wir kümmern uns um das Zahlenwerk des städtischen Haushalts.“ Dabei betonte Käsbohrer, dass sein Fachbereich die Zahlen nicht bestimme oder bewerte, sondern lediglich zusammentrage.

Der „Konzern Stadt“ und seine Bestandteile

Auch auf den „Konzern Stadt“ ging Käsbohrer ein und unterschied in diesem Zusammenhang zwischen Beteiligungen, Mitgliedschaften bzw. Organisationsformen mit und ohne eigener Rechtspersönlichkeit. Diejenigen ohne eigene Rechtspersönlichkeit sind sogenannte Eigenbetriebe der Stadt. Dazu zählen die Abfallwirtschaft, die Stadtentwässerung, die Altenhilfe und das Theater. Die Anzahl der Einrichtungen mit eigener Rechtspersönlichkeit hingegen fällt um einiges umfangreicher aus und beinhalten beispielsweise 30 GmbHs wie unter anderem die Localbahn oder die Regio Wirtschaft, aber auch Vereinsmitgliedschaften wie Carbon Composites, Anstalten wie das Klinikum Augsburg, Zweckverbände und Stiftungen. Damit bot Käsbohrer einen spannenden Einblick in die städtischen Strukturen, die sich der normale Bürger so vielleicht nicht täglich vor Augen führt.

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