Große Ziele

Automatisierter 3D-Druck aus Gersthofen: Rundgang bei ExOne

Größte 3D-Drucker von ExOne. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Mit dem Umzug nach Gersthofen bündelte ExOne 2014 seine Unternehmens-Bereiche an einem gemeinsamen Standort. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Drucke aus Sand für Gussteile für Kunden verschiedenster Branchen. Aber auch der Unterstützung von Startup-Unternehmen hat sich ExOne angenommen.

Selbst 1999 als Startup-Unternehmen namens Generis in Augsburg gegründet, fokussiert sich ExOne heute in Gersthofen vor allem auf 3D-Drucke aus Sand.

ExOne will Produktion in Gersthofen automatisieren

Dazu stehen im Werk verschiedenste Drucker zur Verfügung. Als das Flaggschiff gilt die „Exerial“. Sie kann Produkte in zwei Jobboxen auf einmal drucken. Dies sei einer der ersten und wichtigsten Schritte in Richtung Automatisierung, wie Claudia Matern aus der Marketing Abteilung von ExOne betont. ExOne wolle sich dabei zunächst auf die Verknüpfung der Produktions-Straße konzentrieren.

ExOne gibt Einblicke in das Werk in Gersthofen

Prototypen für Raumfahrt bis Automobile-Industrie

Die Vorteile eines 3D-Drucks aus Sand haben bereits verschiedenste Unternehmen für sich entdeckt: Mit den produzierten Negativformen lassen sich Prototypen in einem Stück gießen. Außerdem kann eine solche Sandform schneller produziert werden und ist kostengünstiger als traditionell hergestellte. Gedruckt wird bei ExOne über Nacht. Dazu tragen die 3D-Drucker punktuell einen speziellen Binder auf dünne Sandschichten auf. Laut Claudia Matern vergehen zwischen einer und zwei Wochen von der Bestellung eines Teils bis zur Auslieferung.

ExOne unterstützt Startup-Unternehmen

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Zunutze macht sich die Technologie auch das Startup-Unternehmen Sandhelden. Dieses arbeitet am Werk in Gersthofen an aus Sand gedruckten individuellen Waschbecken. Eigentlich stammt Sandhelden aus Lübeck und hat weitere Büros in München. Kennen gelernt haben sich die Unternehmen auf einer Messe. Seither unterstützt ExOne das junge Unternehmen. Dessen Kompetenzen liegen nicht im Druck-Bereich selber, sondern in der Beschichtung der Waschbecken. Anfang kommenden Jahres sollen die Produkte über einen Großhändler auf den Markt kommen. Neben Waschbecken sind auch weitere Produkte geplant. Die „Individualisierung des Bads“ berge großes Potenzial und sei bisher noch unterrepräsentiert, ist Laurens Faure, einer der Geschäftsführer von Sandhelden, überzeugt. Er leitet das Unternehmen zusammen mit Gründer Peter Schiffner.

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