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Die Orthopädische Fachklinik der Hessing Stiftung ist deutschlandweit die erste Klinik, die gemeinsam mit NEXT Data Service und der Managementberatung UNITY eine Künstliche Intelligenz, namens SmartOR einführt.
„Es ist eine besondere Freude und Ehre für uns“
„Es ist eine besondere Freude und Ehre für uns, dass wir den Deutschen Zukunftspreis der Gesundheitswirtschaft in diesem Jahr verliehen bekommen haben“, zeigt sich Stiftungsdirektor Markus Funk erfreut. „Eine der Aufträge, die uns unser Stifter Hofrat Friedrich Ritter von Hessing vor über 100 Jahren mit auf den Weg gab, ist, dass wir Innovationen vorantreiben sollen. Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung dieses neuen Feldes der künstlichen Intelligenz und ist zugleich etwas ganz Besonderes für uns als Stiftung.“
Verschiebungen in der OP-Planung sind ineffizient
Im OP-Management laufen täglich unzählige Daten zusammen, die größtenteils noch manuell verarbeitet werden. Verschiebungen des geplanten OP-Tages sind nicht nur für das OP-Management eine Herausforderung. „Man sagt nicht umsonst, Leben ist das was passiert, während man Pläne macht – gleiches gilt für den OP“, so Thilo Bausback, Klinikleiter der orthopädischen Fachklinik der Hessing Stiftung. „Eine Verschiebung im Ablauf geht in der Regel mit Überstunden für die OP-Teams einher, aber auch mit der Unzufriedenheit der Patienten, die länger warten müssen oder im schlimmsten Fall erst einen Tag später operiert werden können. Die Einführung einer künstlichen Intelligenz in der OP-Planung wirkt dieser Entwicklung messbar entgegen, weshalb wir sie in der orthopädischen Fachkliniken dauerhaft implementieren möchten.“
Das Programm arbeitet effizienter als Mitarbeiter es könnten
Die Anwendung „SmartOR“, die in der Hessing Stiftung nun deutschlandweit erstmals implementiert wird, stammt von Next Data Service. Dabei handelt es sich um ein selbstlernendes Programm, das aus allen zur Verfügung stehenden Parametern und bereits stattgefundenen Operationen die Daten analysiert und die OP-Planung optimal erstellt, erklärt Juliana Akgül. Der Plan wird dabei in Echtzeit automatisch aktualisiert, sodass hohe bisher manuelle Kommunikationsaufwände entfallen. Für Menschen ist eine solch effiziente Planung unmöglich: Rund 100 Eingangsfaktoren fließen in die OP-Planung – eine Menge, die manuell durch einen Menschen nicht überblickt werden kann.
Über die Verleihung des Preises
Der Club der Gesundheitswirtschaft vergibt den Zukunftspreis der Gesundheitswirtschaft jährlich. Dotiert ist er mit 5.000 Euro Preisgeld und diversen Veröffentlichungen in den verschiedenen Medien des Gesundheitswirtschaftsmagazins kma. Am Wettbewerb können Unternehmen und Personen aus der internationalen Gesundheitswirtschaft teilnehmen. Nominiert waren sechs Projekte aus 32 Einreichungen.