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Amazon in Graben: Ostern macht Weihnachten Konkurrenz

Das Amazon Standort in Graben. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Weihnachts-Geschäft hat auch Amazon erreicht. Seit dem Sommer laufen die Vorbereitungen auf eine der wichtigsten Zeiten für den Logistiker aus Graben. Das unter jedem Christbaum das richtige Paket landet, hängt von vielen Faktoren ab.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Mit der Stammbelegschaft allein ist das Weihnachtsgeschäft bei Amazon nicht zu meistern. Daher stellt der Logistiker seit September über 2.000 Saisonarbeiter in Graben ein. Die letzten Kräfte werden im Dezember ihren Dienst antreten. „Rein von der Logistik her können wir nicht alle auf einmal einstellen. Die Mitarbeiter müssen schließlich noch eingelernt werden“, erklärt ein Sprecher von Amazon.

Amazon: Frühes Planen ist ausschlaggebend

Die Logistik ist es auch, die Amazon seit Juli und August vor große Herausforderungen stellt. „Wir machen das nicht zum ersten Mal“, zeigt sich Amazon dennoch optimistisch. Wichtig sei, die Prozesse im Griff zu haben und früh zu planen. So muss schon im Sommer die benötigte Mitarbeiterzahl abgeschätzt werden. Diese brauchen gerade in der Anfangszeit eine intensive Betreuung, um in das bestehende Team integriert zu werden. Zudem werden bereits im Sommer mehr Waren eingelagert und die Regale für die Vorweihnachtszeit gefüllt.

Darauf kommt es im Weihnachts-Geschäft an 

Die meisten Bestellungen zu Weihnachten gingen 2015 am 14. Dezember bei Amazon ein. Pauschal lässt sich „Mitte Dezember“ jedoch nicht als bestellungsreichste Zeit festlegen. Verschiedene Faktoren, wie schlechtes Wetter, begünstigen oder verschieben das Datum leicht. Zudem stechen im Jahresverlauf die Tage vor Ostern oder eigene Aktionen wie der Prime-Day mit hohen Bestellraten hervor. Die Weihnachtszeit zähle zwar zu den wichtigsten Zeiten, sei aber nicht allein ausschlaggebend, wie Amazon betont.

Amazon sieht keine Nachteile für den Online-Handel

Der Logistiker aus Graben ist weiter davon überzeugt, auch bei seinem Sortiment in keinem Bereich den Kürzeren zu ziehen. Zwar erschweren Produkte wie frisches Obst und Gemüse die Logistik, allgemein käme es bei den Bestellungen jedoch auf die individuelle Käufer-Entscheidung an. Und diese tendiert dieses Weihnachten zu zwei Trends: Während einerseits viel neue Technik (Laptops, Smartphones, VR-Brillen) bestellt wird, greifen Kunden beim Spielzeug auch wieder vermehrt auf Holzwaren wie Laufräder oder Kugelbahnen zurück, erklärt Amazon. Zudem rechnet das Unternehmen mit wachsenden Bestellungen aus dem Textilsegment zu Weihnachten. Dafür investierte Amazon in Graben auch rund zehn Millionen Euro in ein neues Schuhregal.

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