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Amazon Graben: Mitarbeiter streiken erneut
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Amazon FC Graben GmbH

Amazon Graben: Mitarbeiter streiken erneut

 Das Amazon Logistikzentrum in Graben gewährt eine Einblick in die heiligen Hallen. Foto: B4B SCHWABEN

Zum dritten Mal in neun Monaten wollen die Mitarbeiter von Amazon in Graben ihre Arbeit niederlegen. Die Streikwelle bricht nicht ab, die Forderungen bleiben die gleichen. Die Mitarbeiter fordern existenzsichernde Tarifverträge und eine bessere Mitarbeiterpolitik.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft haben die Mitarbeiter des Amazon-Werks in Graben bei Augsburg den Streik angetreten. Und bereits im Juni wurde der nächste Streik aufgerufen. Am 22. September soll erneut gestreikt werden. Die Gewerkschaft ver.di und die Arbeitnehmervertreter fordern wie bereits einige Male zuvor die Einführung von Tarifverträgen. Die Amazon-Geschäftsführer haben auf diese Forderung bislang nicht reagiert.

ver.di kritisiert Leistungsdruck unter Mitarbeitern

Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben, erklärt, wieso die Tarfiverträge für die Mitarbeiter von großer Bedeutung sind: „Der Leistungsdruck nimmer mittlerweile unmenschliche Züge an. Vielfach werden Kolleginnen und Kollegen gegeneinander ausgespielt, sie werden unnötigem Leistungsdruck ausgesetzt. Die dringend notwendige Sicherheit durch Tarifverträge wird ihnen verweigert. Dagegen kämpfen wir“, so Gürlebeck.

Geschäftsführung reagiert nicht auf Wunsch nach Tarifverträgen

ver.di Bayern hatte bereits Ende November die Geschäftsführung von Amazon in Graben in einigen Tarifverhandlungen dazu aufgerufen, existenzsichernde Tarifverträge für die dortigen Mitarbeiter einzuführen. Die Unternehmensleitung lehnte diese Forderung jedoch ab. Als Begründung führte die Geschäftsleitung die überdurchschnittlich hohe Bezahlung der Mitarbeiter an, die in der Logistikbranche nicht üblich sei. Doch die Löhne scheinen laut ver.di unterschiedlich auszufallen. „Die Unternehmensleitung Amazon diktiert momentan einseitig die Löhne. So bekommen Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverhältnissen zwei Euro weniger Stundenlohn als ihre unbefristeten Kollegen. Dieses Lohndiktat muss durch faire Tarifverträge ein Ende haben“, ergänzte Hubert Thiermeyer, Leiter in ver.di für den Handel in Bayern. 

Dritte Streikwelle in neun Monaten

Die Mitarbeiter wollten daher das Entgelt-Argument so nicht gelten lassen und reagierten mit einem Streik am 16. Dezember. Im Juni folgte daraufhin die zweite Streikwelle. Nachdem nun die Geschäftsführung immer noch nicht auf die Forderung der Arbeitnehmer eingehen will, rollt nun die dritte Streikwelle auf den Logistikstandort Graben zu. „Unser Kampf um existenzsichernde Tarifverträge ist auch ein Kampf um Respekt vor den Beschäftigten. Sicherheit durch Tarifverträge ist elementar“, erklärte Luise Klemens, ver.di Landesleiterin Bayern.

Die Beschäftigten werden ab 5.00 Uhr in den Ausstand aufgerufen. Die erste Schicht beginnt um 6.45 Uhr. Um 7.30 Uhr wird es eine Streikkundgebung vor dem Betrieb geben. Dort spricht die ver.di Landesleiterin in Bayern, Luise Klemens.

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