Corona-Krise

Allianz für Wirtschaft setzt sich für regionale Unternehmen ein

Die regionalen Unternehmen stehen vor einer großen Herausforderung. Bereits jetzt wirkt sich die Corona-Krise massiv auf die Wirtschaft aus. Die Allianz für Wirtschaft und Arbeit will die betroffenen Unternehmen mit regionalen Maßnahmen unterstützen.

Die Allianz für Wirtschaft und Arbeit gibt es bereits seit 15 Jahren in Augsburg. Im Rahmen der Corona-Krise ist diese mit weiteren Partnern aufgestockt worden. Neben der Stadt Augsburg sind auch die IHK, HWK, der vbw, Gewerkschaften, die Arbeitsagentur und Stadtsparkasse Augsburg sowie der Einzelhandelsverband vertreten. Am Dienstag traf sich das breite Netzwerk, um regionale Maßnahmen für Unternehmen während der Corona-Krise abzustimmen.

Regionale Maßnahmen für Unternehmen

Wie können wir unsere Unternehmen stabilisieren? Wie können wir Arbeitsplätze sichern? Welche Instrumente können hier entsprechend zur Hilfe gezogen werden? „Dafür brauchen wir ein starkes Netzwerk und das haben wir mit der Allianz“, äußert sich Wirtschaftsreferentin Eva Weber.

„Die oberste Prämisse ist dabei, dass die Übertragung des Coronavirus unterbrochen wird“, betont Weber. Das habe auch Auswirkungen auf die Wirtschaft. Das Wichtigste sei, dass die Liquidität der Unternehmen unterstützt wird. Und dafür gebe es eine Reihe von Maßnahmen angefangen vom Kurzarbeitergeld bis hin zu entsprechenden Zuschussmitteln und Krediten. Die Stadt Augsburg prüft derzeit, ob sie zinslose Stundungen der Gewerbesteuer gewährleisten kann. Gebühren und Abgaben beispielsweise bei der Straßenreinigung oder beim Abwasserbetrieb sollen genauso gestaltet werden, dass darüber „nicht unnötig Liquidität abgezogen“ wird. Inwieweit Vorauszahlungen angepasst werden können, darüber gibt das Kämmerei- und Steueramt Auskunft. 

Soforthilfen

Die Regierung von Schwaben ist vom Landeswirtschaftsministerium dazu beauftragt worden, das Thema Soforthilfen mit umzusetzen. „Ab Freitag soll es möglich sein, dass bereits das erste Geld fließt“, äußert sich Weber. Diese Soforthilfen sind Zuschüsse des Staates, die nicht zurückgezahlt werden müssen und dienen einem kurzfristigem Liquiditätsbedarf vor allem für kleine Unternehmen.

Schutzschirm für Unternehmen

Außerdem haben die Bundesregierung und der Freistaat letzten Freitag beschlossen, die LfA und KfW mit umfangreichen Mitteln auszustatten. Der Freistaat mit 10 Milliarden, die Bundesregierung in unbegrenzter Höhe. Die Unternehmen sollen sich bei Bedarf direkt an ihre Hausbank wenden. Die Stadtsparkasse Augsburg wird zudem für ihre Kunden auch kurzfristig Liquidität zur Verfügung stellen. „Wir wollen die Liquidität in den Unternehmen sichern, in dem wir unseren Kunden auch Tilgungsvoraussetzungen anbieten“, erzählt Wolfgang Tinzmann, stellvertretendes Vorstandsmitglied.Voraussetzung sei aber jeweils ein gesundes Geschäftsmodell.

Kurzarbeitergeld 

„Angesichts dieser Krise ist für unsere Betriebe einerseits eine gewisse Planbarkeit und Rechtssicherheit wichtig und andererseits, dass die Hilfestellungen sofort ankommen mit Blick auf die kleinen Unternehmen“, fordert Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben. Eine weitere Maßnahme der Bundesregierung sind die Neuerungen und erleichterten Voraussetzungen für Kurzarbeit. Dieses kann nun bereits beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten im Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sind - statt zuvor ein Drittel.

Zudem werden Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge, die sie auch bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet. Auch Zeitarbeitsfirmen können die Leistung bei der Bundesagentur für Arbeit anzeigen. „Wir betrachten Kurzarbeitergeld als großen Hinweis für Firmen, weiter in den Standort weiter zu investieren“, so Elsa Knoller-Knedlik, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Augsburg.

Versorgung der Lebensmittelmärkte ist sichergestellt

Eine Branche, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen ist, ist der Handel. „Unsere Gesamtbranche steht durch die Betriebsschließungen vor einer sehr, sehr schweren Zeit“, äußert sich Andreas Gärtner, Geschäftsführer Schwaben beim Handelsverband Bayern. Er weist daraufhin, dass die Lebensmittelgeschäfte aber geöffnet bleiben. Zudem sei die Versorgung der Lebensmittelmärkte zu 100 Prozent sichergestellt. Es gebe genügend Lagerbestände und die Lieferketten funktionieren nach wie vor. „Ich will aber an ihre Solidarität appellieren. Zeigen sie sich solidarisch und kaufen sie bedarfsgerecht ein. So überfordern sie die Lieferstrukturen nicht und es bleibt auch noch etwas für ihre Mitbürger.“

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Zudem werden Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge, die sie auch bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet. Auch Zeitarbeitsfirmen können die Leistung bei der Bundesagentur für Arbeit anzeigen. „Wir betrachten Kurzarbeitergeld als großen Hinweis für Firmen, weiter in den Standort weiter zu investieren“, so Elsa Knoller-Knedlik, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Augsburg.

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