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Abriss des Kongressparkhauses: OB Freund schaltet sich ein
Parkhaus-Streit

Abriss des Kongressparkhauses: OB Freund schaltet sich ein

Das Parkhaus neben dem Hotelturm und dem Kongress am Park  im Augsburg ist teilweise abgerissen. Foto: B4B/ Katharina Seeburger
Das Parkhaus neben dem Hotelturm und dem Kongress am Park im Augsburg ist teilweise abgerissen. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

Das Amtsgericht hat die Abrissarbeiten des Kongressparkhauses gestoppt. Jetzt schaltet sich Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund in den Streit zwischen den Eigentümern ein.

Die Ereignisse rund um das Parkhaus am Kongress am Park überschlagen sich. Am Samstag hatte dessen Mehrheitseigentümer Bernhard Spielberger mit dem Abriss des Parkhauses begonnen. Seit Jahren streitet die Eigentümergemeinschaft darum, ob das Parkhaus saniert bzw. neugebaut wird oder ob es abgerissen und ein Seniorenheim mit unterirdischem Parkhaus auf dem Areal gebaut wird.

Am Montagnachmittag hat das Augsburger Amtsgericht dem Eilantrag von Minderheitseigentümer Jürgen Wowra stattgegeben und den Abriss des Parkhauses gestoppt. Augsburgs neuer Oberbürgermeister Florian Freund hat sich nun in den Streit eingeschaltet.

OB Freund: Sicherheit hat Priorität

Für Freund hat der begonnene Abriss die Ausgangslage am Kongressparkhaus deutlich verändert. „Für mich hat jetzt oberste Priorität, die Sicherheit vor Ort jederzeit zu gewährleisten und zugleich schnell zu einer geordneten und tragfähigen Lösung zu kommen“, sagt Freund. Dazu stehe er im Austausch mit den Eigentümern.

Sollte der Baustopp länger andauern, will die Stadt Augsburg die Statik des restlichen Gebäudes prüfen. Sollte Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehen, will die Stadt prüfen, welche Maßnahmen sich hier aus der Baurechtsordnung ergeben, und diese gegebenenfalls anordnen.

Was will die Stadt auf dem Areal am Wittelsbacher Park?

Zur Zukunft des Parkhauses und des Areals zeigen sich die Stadt und ihr Oberbürgermeister offen. „Ziel ist es, zeitnah Klarheit zu schaffen und eine verlässliche städtebauliche Perspektive für diesen wichtigen Standort am Wittelsbacher Park zu entwickeln“, sagt Freund.

Rechtlich ist es laut Stadt auf dem Areal nach wie vor möglich, eine Parkgarage und angrenzende Wohnungen zu bauen. Gleichzeitig gilt nach wie vor ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan aus Juli 2024. Dieser sieht das Areal als zentrale Fläche für den ruhenden Verkehr vor, auf dem ein Mobilitätshub entstehen soll. Minderheitseigentümer Wowra will das Bestandsgebäude sanieren oder auf dem Gelände ein neues, „grünes“ Parkhaus bauen.

Das Parkhaus am Kongress am Park in Augsburg. Der Bagger steht noch da, weiter abreißen darf er aber erstmal nicht. Foto: B4B/ Katharina Seeburger
Das Parkhaus am Kongress am Park in Augsburg. Der Bagger steht noch da, weiter abreißen darf er aber erstmal nicht. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

Der Beschluss des Stadtrats ist aber nicht in Stein gemeißelt. „Der Stadtrat kann im Rahmen seiner Planungshoheit die städtebaulichen Zielsetzungen unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen anpassen“, heißt es von der Stadt. Für Spielbergers Plan, dort ein mehrstöckiges Seniorenwohnheim mit unterirdischem Parkhaus zu bauen, müsste ein neues Bebauungsplanverfahren gestartet werden. Hier wünscht sich die Stadt einen Realisierungswettbewerb.

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