Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

A3 Wirtschaftsdialog: Wie Employer Branding den Mittelstand stärkt

Der A3 Wirtschaftsdialog fand am 19. April 2016 bei Sonntag & Partner statt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der A3 Wirtschaftsdialog fand am 19. April 2016 bei Sonntag & Partner statt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines jeden Unternehmens. Gleichzeitig wird es für viele Mittelständler immer schwerer, Fachkräfte zu gewinnen und auch zu halten. Um die innere Verankerung der Arbeitgebermarke bei den Mitarbeitern ging es am 19. April 2016 beim A3 Wirtschaftsdialog bei Sonntag & Partner.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, begrüßte die rund 30 Teilnehmer im Prinz-Karl-Palais in Augsburg. Das Impulsreferat hielt Prof. Dr. Michael Ruf, Hochschule Heilbronn. Von Fachkräftemangel spricht Prof. Ruf noch nicht – eher von einem Fachkräfteengpass. „Ein ‚War of Talents‘ findet aber bereits heute statt“, so Prof. Ruf. Employer Branding bietet eine Chance, Fachkräfte zu gewinnen und diese auch zu halten. „Egal, welcher Größe ein Unternehmen hat, egal, aus welcher Branche es kommt: Employer Branding ist gewinnbringend“, betonte Prof. Ruf.

Top Talente in Unternehmen halten – nur wie?

„Attraktive Arbeitgeber halten Top Talente – also erfolgskritische Mitarbeiter – im Unternehmen“, erklärte Prof. Ruf. Dabei bedingen sich die Arbeitgeberattraktivität und der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens gegenseitig. So sind Top Talente im Unternehmen die Voraussetzung für Ideen, Innovation und Höchstleistung. Diese wiederum bilden die Basis für Markterfolg und Kundenzufriedenheit, die dann zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen gilt wiederum als attraktiver Arbeitgeber. Viele Mitarbeiter fällen jedoch ihre Entscheidung, das Unternehmen wieder zu verlassen, sehr bald nach Antritt der Stelle. „Was wir feststellen ist, dass viele Unternehmen sich Gedanken darüber machen, wie sie nach außen wirken“, so Prof. Ruf. „Die interne Ausrichtung fehlt oft.“

Wunscharbeitgeber werden – und bleiben

Die Idee einer Marke ist es, sie im Bewusstsein der Zielgruppe zu verankern. Auf der Suche nach Mitarbeitern bedeutet dies für Unternehmen zunächst: Sie müssen herausfinden, was die Zielgruppe will. Darüber, wie Schüler sich ihren idealen Ausbildungsplatz vorstellen, gibt es zahlreiche Informationen. Viel schwerer ist es herauszufinden, was sich Young Professionals von einem Arbeitgeber wünschen. Auch wie bereits angestellte Mitarbeiter das eigene Unternehmen sehen, ist oft nicht bekannt. Hier bietet Prof. Ruf ein Online-Tool zur Mitarbeiterbefragung an.

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Die DNA des Mittelstands: Basis für erfolgreiches Employer Branding oft bereits vorhanden

Die sogenannten „weichen Faktoren“ spielen für Fachkräfte eine immer größere Rolle. Noch vor einem hohen Einstiegsgehalt stehen oft die Attraktivität der Arbeitsaufgaben, die Wertschätzung der Mitarbeiter, persönliche Entwicklung, Kollegialität, Führungsstil und Work-Life-Balance. Vor allem letzteres etabliert sich immer mehr zu einem Kulturthema für Unternehmen. „Der Vorteil für kleine und mittelständische inhabergeführte Unternehmen besteht darin, dass sie oft einen nicht-materiellen Kern aufweisen“, erklärte Prof. Ruf. Sie können daher oft flexibler auf Wünsche der Arbeitnehmer reagieren und mit diesen „weichen Faktoren“ gezielt werben.

Authentisch, attraktiv, besonders: Wie Employer Branding funktioniert

„Seien Sie als Arbeitgeber authentisch: Versprechen Sie nichts, was Sie nicht auch einhalten können. Seien Sie attraktiv, in dem Sie Ihre Zielgruppe direkt ansprechen. Und finden Sie heraus, was Ihr Alleinstellungsmerkmal ist und was Sie besonders macht, damit Sie sich Ihren Mitbewerbern gegenüber abgrenzen können“, erklärte Prof. Ruf. Bei der Aufgabe, die Marke nach innen durchzusetzen, spiele Führungskräfte eine entscheidende Rolle. „Markenkonforme Mitarbeiterführung ist entscheidend für den Erfolg einer Arbeitgebermarke. Ihre Mitarbeiter fungieren dann als Markenbotschafter“, erklärte Prof. Ruf abschließend.

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Der A3 Wirtschaftsdialog fand am 19. April 2016 bei Sonntag & Partner statt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der A3 Wirtschaftsdialog fand am 19. April 2016 bei Sonntag & Partner statt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines jeden Unternehmens. Gleichzeitig wird es für viele Mittelständler immer schwerer, Fachkräfte zu gewinnen und auch zu halten. Um die innere Verankerung der Arbeitgebermarke bei den Mitarbeitern ging es am 19. April 2016 beim A3 Wirtschaftsdialog bei Sonntag & Partner.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, begrüßte die rund 30 Teilnehmer im Prinz-Karl-Palais in Augsburg. Das Impulsreferat hielt Prof. Dr. Michael Ruf, Hochschule Heilbronn. Von Fachkräftemangel spricht Prof. Ruf noch nicht – eher von einem Fachkräfteengpass. „Ein ‚War of Talents‘ findet aber bereits heute statt“, so Prof. Ruf. Employer Branding bietet eine Chance, Fachkräfte zu gewinnen und diese auch zu halten. „Egal, welcher Größe ein Unternehmen hat, egal, aus welcher Branche es kommt: Employer Branding ist gewinnbringend“, betonte Prof. Ruf.

Top Talente in Unternehmen halten – nur wie?

„Attraktive Arbeitgeber halten Top Talente – also erfolgskritische Mitarbeiter – im Unternehmen“, erklärte Prof. Ruf. Dabei bedingen sich die Arbeitgeberattraktivität und der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens gegenseitig. So sind Top Talente im Unternehmen die Voraussetzung für Ideen, Innovation und Höchstleistung. Diese wiederum bilden die Basis für Markterfolg und Kundenzufriedenheit, die dann zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen gilt wiederum als attraktiver Arbeitgeber. Viele Mitarbeiter fällen jedoch ihre Entscheidung, das Unternehmen wieder zu verlassen, sehr bald nach Antritt der Stelle. „Was wir feststellen ist, dass viele Unternehmen sich Gedanken darüber machen, wie sie nach außen wirken“, so Prof. Ruf. „Die interne Ausrichtung fehlt oft.“

Wunscharbeitgeber werden – und bleiben

Die Idee einer Marke ist es, sie im Bewusstsein der Zielgruppe zu verankern. Auf der Suche nach Mitarbeitern bedeutet dies für Unternehmen zunächst: Sie müssen herausfinden, was die Zielgruppe will. Darüber, wie Schüler sich ihren idealen Ausbildungsplatz vorstellen, gibt es zahlreiche Informationen. Viel schwerer ist es herauszufinden, was sich Young Professionals von einem Arbeitgeber wünschen. Auch wie bereits angestellte Mitarbeiter das eigene Unternehmen sehen, ist oft nicht bekannt. Hier bietet Prof. Ruf ein Online-Tool zur Mitarbeiterbefragung an.

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Die sogenannten „weichen Faktoren“ spielen für Fachkräfte eine immer größere Rolle. Noch vor einem hohen Einstiegsgehalt stehen oft die Attraktivität der Arbeitsaufgaben, die Wertschätzung der Mitarbeiter, persönliche Entwicklung, Kollegialität, Führungsstil und Work-Life-Balance. Vor allem letzteres etabliert sich immer mehr zu einem Kulturthema für Unternehmen. „Der Vorteil für kleine und mittelständische inhabergeführte Unternehmen besteht darin, dass sie oft einen nicht-materiellen Kern aufweisen“, erklärte Prof. Ruf. Sie können daher oft flexibler auf Wünsche der Arbeitnehmer reagieren und mit diesen „weichen Faktoren“ gezielt werben.

Authentisch, attraktiv, besonders: Wie Employer Branding funktioniert

„Seien Sie als Arbeitgeber authentisch: Versprechen Sie nichts, was Sie nicht auch einhalten können. Seien Sie attraktiv, in dem Sie Ihre Zielgruppe direkt ansprechen. Und finden Sie heraus, was Ihr Alleinstellungsmerkmal ist und was Sie besonders macht, damit Sie sich Ihren Mitbewerbern gegenüber abgrenzen können“, erklärte Prof. Ruf. Bei der Aufgabe, die Marke nach innen durchzusetzen, spiele Führungskräfte eine entscheidende Rolle. „Markenkonforme Mitarbeiterführung ist entscheidend für den Erfolg einer Arbeitgebermarke. Ihre Mitarbeiter fungieren dann als Markenbotschafter“, erklärte Prof. Ruf abschließend.

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