Interview

4. FMB-Süd in Augsburg: „Macht Messe heute noch Sinn?“

Christian Enßle, Head of Cluster FMB. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Am 12. und 13. Februar findet die vierte FMB-Süd statt. Hauptverantwortlich ist Christian Enßle, Head of Cluster FMB, Easyfairs GmbH. Im Interview erklärt er, auf was sich die FMB-SÜD dieses Jahr fokussiert, was eine Spezialmesse leisten muss und warum Messe ein zeitgemäßes Format ist.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Würden Sie sagen, die FMB-Süd hat sich in Augsburg bereits etabliert?

Christian Enßle: Nach den ersten drei Messen hat sich die FMB-Süd einen Namen als Branchentreffpunkt gemacht und wir sind nun auf gutem Weg, diese Position weiter auszubauen. Parallel dazu erweitern wir Schritt für Schritt das Informationsangebot, das die Messe mit ihrem Rahmenprogramm macht.

Ist der Jahresanfang als Zeitpunkt für die Austeller und Besucher der FMB-Süd gut gewählt?

Aus Sicht vieler Aussteller und Besucher ist es ein Vorteil für die FMB-Süd, dass sie der erste Messe-Event im Jahr ist – also ein guter Startpunkt für Aktivitäten und Projekte im neuen Geschäftsjahr.

Welche Herausforderungen muss eine Spezialmesse meistern, um erfolgreich zu sein?

Ganz einfach: Die Messe muss für den Besucher so wertvoll sein, dass er für ihren Besuch einen Tag Zeit aufbringen möchte – und das, obwohl er sicherlich wie alle anderen Entscheider in der Industrie auch unter permanenten Zeitdruck steht. Die Messe muss also wirklich relevant sein. Sie muss aktuelle Themen aufgreifen und gut „verpacken“. Und sie muss, auch das gehört dazu, dem Besucher das Messerlebnis so angenehm wie möglich machen.

Warum ist eine Fachmesse immer noch ein zeitgemäßes Format mit Erfolg für Austeller und Besucher?

Die Frage ist berechtigt – schließlich gibt es online eine Fülle von Informationen, die auch bei der Lieferantensuche und beim Aufspüren von Trends in der Industrie helfen. Aber wenn es um konkrete Lösungen geht, die in der Industrie ja durchaus komplex sein können, ist der gegenseitige Austausch einfach sinnvoller als die Suche am Bildschirm. Auch die eigene Anschauung spielt dabei eine wichtige Rolle. Hinzu kommt: Die Veränderungsgeschwindigkeit im Maschinenbau und in der industriellen Produktion ist so hoch wie nie. Da ist es umso wichtiger, sich mit Experten auszutauschen und sich kontinuierlich über neue Produkte und Lösungen zu informieren.

Die Ingenieure sagen: Versuch macht klug. Wir können mit Recht behaupten: Messebesuch macht klug. Wer zur FMB-Süd kommt, wird das am Ende des Tages bestätigen

Wie zufrieden sind Sie mit dem Aussteller-Mix dieses Jahr?

Auch in diesem Jahr deckt die FMB-Süd wieder das gesamte Spektrum der Zulieferer des Maschinenbaus ab – von den Metallverarbeitern über die Montage- und Handhabungstechnik bis zur Antriebs-, Elektro- und Steuerungstechnik. Auch industrienahe Dienstleistungen sind gut vertreten. Damit sind wir natürlich sehr zufrieden. Was die Größe und die Marktabdeckung der Aussteller angeht, bietet die FMB ebenfalls ein breites Spektrum – von Weltmarktführern wie ABB, Hitachi, igus und SolidCAM bis hin zu hoch spezialisierten kleineren Betrieben aus der Region. Das macht die Messe interessant und, in Verbindung mit dem kompakten Auftritt, einzigartig.

Wie groß ist der Radius von Austellern und Besuchern, die zur FMB-Süd kommen?

Die Aussteller kommen aus der ganzen Bundesrepublik. Rund 50 Prozent haben ihren Sitz in Süddeutschland und Österreich. Von den übrigen kommen viele aus Ostwestfalen-Lippe – weil das ein Zentrum des Maschinenbaus ist und weil sie seit Jahren auf der FMB in Bad Salzuflen ausstellen. Die Besucher kommen größtenteils aus einem Umkreis von rund 150 Kilometer um Augsburg herum – eine Region mit sehr hoher Maschinenbau- und Industriedichte.

Auf welche Themen fokussieren Sie sich dieses Jahr?

Wir stellen zwei Themen in den Vordergrund: „Qualität und Effizienz in der Produktion“ und „Produktivität steigern – Stillstandszeiten senken“. Das spiegelt sich unter anderem im Vortragsprogramm wider, das auch diesmal unser Partner, der Cluster Mechatronik & Automation, kuratiert und organisiert. Solche Partnerschaften sind ebenfalls ein Kennzeichen der FMB: Bei der Planung der Messeschwerpunkte setzen wir auf starke, in der Region etablierte Netzwerke, mit denen wir gern zusammenarbeiten.

Auf welche Besucher zielt die FMB-Süd ab?

Die FMB-Süd richtet sich an alle, die im Maschinenbau und in der Industrie Entscheidungen treffen und Verantwortung tragen – als Entwickler, Konstrukteur, Ingenieur oder auch als Einkäufer, Produktionsplaner oder Instandhalter. Sie haben auf der Messe Gelegenheit, neue Produkte kennenzulernen, mit potenziellen neuen Lieferanten in Kontakt zu treten und sich über aktuelle Trends auszutauschen.

Welche Ziele haben Sie sich für die FMB-Süd 2020 gesteckt?

Das Ziel, das sich unser Team für das erste Quartal gesetzt hat, lautet: Wir werden den Ausstellern und Besuchern der FMB-Süd interessante Impulse für ihr Business geben, und sie erhalten Anregungen, mit denen sie die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens steigern können.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Würden Sie sagen, die FMB-Süd hat sich in Augsburg bereits etabliert?

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Ist der Jahresanfang als Zeitpunkt für die Austeller und Besucher der FMB-Süd gut gewählt?

Aus Sicht vieler Aussteller und Besucher ist es ein Vorteil für die FMB-Süd, dass sie der erste Messe-Event im Jahr ist – also ein guter Startpunkt für Aktivitäten und Projekte im neuen Geschäftsjahr.

Welche Herausforderungen muss eine Spezialmesse meistern, um erfolgreich zu sein?

Ganz einfach: Die Messe muss für den Besucher so wertvoll sein, dass er für ihren Besuch einen Tag Zeit aufbringen möchte – und das, obwohl er sicherlich wie alle anderen Entscheider in der Industrie auch unter permanenten Zeitdruck steht. Die Messe muss also wirklich relevant sein. Sie muss aktuelle Themen aufgreifen und gut „verpacken“. Und sie muss, auch das gehört dazu, dem Besucher das Messerlebnis so angenehm wie möglich machen.

Warum ist eine Fachmesse immer noch ein zeitgemäßes Format mit Erfolg für Austeller und Besucher?

Die Frage ist berechtigt – schließlich gibt es online eine Fülle von Informationen, die auch bei der Lieferantensuche und beim Aufspüren von Trends in der Industrie helfen. Aber wenn es um konkrete Lösungen geht, die in der Industrie ja durchaus komplex sein können, ist der gegenseitige Austausch einfach sinnvoller als die Suche am Bildschirm. Auch die eigene Anschauung spielt dabei eine wichtige Rolle. Hinzu kommt: Die Veränderungsgeschwindigkeit im Maschinenbau und in der industriellen Produktion ist so hoch wie nie. Da ist es umso wichtiger, sich mit Experten auszutauschen und sich kontinuierlich über neue Produkte und Lösungen zu informieren.

Die Ingenieure sagen: Versuch macht klug. Wir können mit Recht behaupten: Messebesuch macht klug. Wer zur FMB-Süd kommt, wird das am Ende des Tages bestätigen

Wie zufrieden sind Sie mit dem Aussteller-Mix dieses Jahr?

Auch in diesem Jahr deckt die FMB-Süd wieder das gesamte Spektrum der Zulieferer des Maschinenbaus ab – von den Metallverarbeitern über die Montage- und Handhabungstechnik bis zur Antriebs-, Elektro- und Steuerungstechnik. Auch industrienahe Dienstleistungen sind gut vertreten. Damit sind wir natürlich sehr zufrieden. Was die Größe und die Marktabdeckung der Aussteller angeht, bietet die FMB ebenfalls ein breites Spektrum – von Weltmarktführern wie ABB, Hitachi, igus und SolidCAM bis hin zu hoch spezialisierten kleineren Betrieben aus der Region. Das macht die Messe interessant und, in Verbindung mit dem kompakten Auftritt, einzigartig.

Wie groß ist der Radius von Austellern und Besuchern, die zur FMB-Süd kommen?

Die Aussteller kommen aus der ganzen Bundesrepublik. Rund 50 Prozent haben ihren Sitz in Süddeutschland und Österreich. Von den übrigen kommen viele aus Ostwestfalen-Lippe – weil das ein Zentrum des Maschinenbaus ist und weil sie seit Jahren auf der FMB in Bad Salzuflen ausstellen. Die Besucher kommen größtenteils aus einem Umkreis von rund 150 Kilometer um Augsburg herum – eine Region mit sehr hoher Maschinenbau- und Industriedichte.

Auf welche Themen fokussieren Sie sich dieses Jahr?

Wir stellen zwei Themen in den Vordergrund: „Qualität und Effizienz in der Produktion“ und „Produktivität steigern – Stillstandszeiten senken“. Das spiegelt sich unter anderem im Vortragsprogramm wider, das auch diesmal unser Partner, der Cluster Mechatronik & Automation, kuratiert und organisiert. Solche Partnerschaften sind ebenfalls ein Kennzeichen der FMB: Bei der Planung der Messeschwerpunkte setzen wir auf starke, in der Region etablierte Netzwerke, mit denen wir gern zusammenarbeiten.

Auf welche Besucher zielt die FMB-Süd ab?

Die FMB-Süd richtet sich an alle, die im Maschinenbau und in der Industrie Entscheidungen treffen und Verantwortung tragen – als Entwickler, Konstrukteur, Ingenieur oder auch als Einkäufer, Produktionsplaner oder Instandhalter. Sie haben auf der Messe Gelegenheit, neue Produkte kennenzulernen, mit potenziellen neuen Lieferanten in Kontakt zu treten und sich über aktuelle Trends auszutauschen.

Welche Ziele haben Sie sich für die FMB-Süd 2020 gesteckt?

Das Ziel, das sich unser Team für das erste Quartal gesetzt hat, lautet: Wir werden den Ausstellern und Besuchern der FMB-Süd interessante Impulse für ihr Business geben, und sie erhalten Anregungen, mit denen sie die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens steigern können.

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