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Die Veranstaltung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fand erstmals seit der Pandemie wieder in Präsenz statt. Gastredner war Prof. Dr. Nils Goldschmidt, Professor für Kontextuale Ökonomik und Ökonomische Bildung an der Universität Siegen und Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft. Der promovierte Volkswirt sieht unsere Gesellschaft trotz existenzieller Krisen nicht am Abgrund stehen. Er glaubt viel mehr, dass Kippmomente kein unabwendbares Schicksal darstellen. In vielen Fällen sollen sie stattdessen gestaltet und abgewendet werden können.
Philipp Erwein Prinz von der Leyen, vbw Vorstandsvorsitzender der Bezirksgruppe Schwaben, griff das Thema Krisen aus der Perspektive der vbw auf. Dabei wies er auf die derzeitigen Kriseneffekte und Wechselwirkung hin. Diese vielschichtige Herausorderung belaste die Wirtschaft schwer. „2023 wird es eine Rezession geben. Dreh- und Angelpunkt sind die explodierenden Energiekosten und die Verunsicherung bei der Versorgungssicherheit. Viele Unternehmen befürchten einen Blackout und dass das Gas nicht reicht. Hinzu kommen die noch nie dagewesene Preissteigerung, Engpässe bei Material und Rohstoffen, Lieferkettenprobleme sowie der Arbeitskräftemangel“, fasst von der Leyen zusammen.
Der Vorstandsvorsitzende appellierte and die gesamte Gesellschaft nun die Nachfrage nach Energie zu senken. Energiesparen sei für ihn das Gebot der Stunde. Zudem müsse laut von der Leyen ein breiteres Angebot an Energie ausgearbeitet werden. „Dafür brauchen wir alle verfügbaren Energieträger, auch die Kernkraft. Die vom Bund angekündigten Maßnahmen zur Strom- und Gaspreissenkung müssen jetzt sofort umgesetzt werden und tatsächlich schnell zu einer spürbaren Preissenkung führen“, proklamierte der 55-Jährige.
Zusätzlich fordert die vbw alle staatlichen Kostenbestandteile, darunter die Stromsteuer, die Energiesteuer und den nationalen CO2-Preis zu senken beziehungsweise auszusetzen. Außerdem müsse die Vorauszahlung von Unternehmenssteuern ausgesetzt und der Verlustvortrag erhöht werden. Somit würde den Unternehmen eine erhebliche Entlastung zugutekommen. „Die Krise ist für viele Unternehmen, für unsere Wirtschaftsstruktur – und für den gesamten Standort existenzbedrohend. Das bereitet uns große Sorgen. Jetzt gilt es zu handeln“, erklärt von der Leyen abschließend.