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2014: Gewinner und Verlierer der Tourismusbranche
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IHK Schwaben

2014: Gewinner und Verlierer der Tourismusbranche

 Foto: Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V.

Anfang November präsentierte die IHK Schwaben zusammen mit dem Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben und dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. das Ergebnis einer Befragung der heimischen Tourismusindustrie zur vergangenen Saison. Trotz einer guten Sommersaison gibt es auch zahlreiche Verlierer.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Die Tourismuswirtschaft in Bayerisch-Schwaben ist weiterhin auf Erfolgskurs. Das zeigt die Saisonumfrage unter 263 Unternehmen aus der heimischen Tourismusindustrie. Doch wie auch im Sommer ist auch in der Tourismuswirtschaft nicht alles eitel Sonnenschein. Die Tourismusbranche sieht sich vor großen Herausforderungen, die gemeistert werden müssen.

Gute Saison trotz Verlierer

Bei der Saisonumfrage haben 263 Unternehmen aus der Tourismusindustrie ihre Sicht zur vergangenen Saison zum Ausdruck gebracht. Das erfreuliche Ergebnis: Im Gastgewerbe berichten rund 34 Prozent der Befragten von einer guten Saison. Doch etwa 15 Prozent der Befragten müssen auf eine schlechte Saison zurückblicken. Insgesamt musste jedes dritte Gastgewerbe einen Umsatzrückgang verzeichnen. Im Reisegewerbe sieht es etwas besser aus: 40 Prozent der Unternehmer hatten eine gute Sommersaison, nur rund 3 Prozent der Befragten mussten eine schlechte Saison hinter sich bringen. Reisebüros waren die absoluten Gewinner der Sommersaison. Viele sind kurzfristig in die Sonnen geflohen, das kam den Reisebüros zwar zu Gute, dennoch sorgen Spontanurlaube für weniger Einnahmen, als länger geplante Reisen und führten daher trotzdem bei rund 28 Prozent der Reiseanbieter zu einem Umsatzrückgang.

Gastgewerbe passt sich Kundenwünschen an

Dennoch sind in beiden Gewerben die Aussichten auf die Wintersaison gut. „Das vergangene Jahr war eine Herausforderung für die Tourismusbranche. Zuerst hatten wir einen relativ warmen Winter. Anbieter von Langlauf-Angeboten hatten so gut wie keine Kundschaft, da Langlauf im vergangenen Winter einfach nicht möglich war. Nach der eher schlechten Wintersaison folgte der eher schwache Frühling. Erst im Juli und August konnten die schlechten Zahlen wieder aufgeholt werden“, weiß Robert Frank, Vizepräsident der IHK Schwaben. „Die Gäste haben inzwischen mehr und vor allem höhere Ansprüche. Bei unbeständigem oder schlechtem Wetter müssen Alternativangebote her. Gerade bei den Wintersportarten stehen wir vor einer großen Herausforderung. Die Sportler möchten zwar bei gutem Schnee fahren, aber haben vermehrt ein schlechtes Gewissen, auf künstlich beschneiten Loipen zu fahren“, so Frank.

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Gastgewerbe kämpft mit Fachkräftemangel

Die veränderten Kundenwünsche stellen allerdings kein allzu großes Problem für die Tourismusbranche dar. Viele Betriebe werden auch weiterhin Investitionen tätigen, um sich den neuen Kundenwünschen anzupassen. Schwerwiegender ist jedoch auch hier der Fachkräftemangel. Vor allem für Unternehmen in ländlichen Regionen, die nicht oder nur schlechte an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen sind, gestaltet sich die Fachkräftesicherung immer schwieriger. Fast die Hälfte aller Befragten können offene Stellen nicht mehr langfristig besetzen. „Besonders ausländische Fachkräfte suchen sich lieber einen Job in Österreich als in Deutschland. Denn dort erhalten sie nicht nur kräftig Zuschläge und Vergünstigungen, sondern oftmals auch freie Kost und Logis“, weiß Johann Britsch, schwäbischer Bezirksvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes.

Herausforderung Mindestlohn

Die größte Herausforderung, vor der vor allem das Gastgewerbe steht, ist die Einführung des Mindestlohns ab 2015. Jedoch nicht der Mindestlohn selbst, stelle ein Problem dar, weiß Johann Britsch, sondern die Aufzeichnungspflicht. Diese können viele Unternehmer aus dem Gastgewerbe administrativ kaum noch stemmen. Gerade bei Veranstaltungen wie Hochzeiten können gerade kleine Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht nach 10 Stunden austauschen. Zwar ist die Bereitschaft da, über 10 Stunden hinaus zu arbeiten, aber das Gesetz greift hier verstärkt ein und lässt keine Ausnahmen mehr zu. „Wir vermuten, dass die gute Gastro, die wir uns in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, durch die schlecht durchdachte Reglementierung der Politik wieder kaputt geht. Jeder zweite Gastronom wird in den nächsten 5 Jahren sein Unternehmen schließen müssen“, erklärt Britsch. „Damit stirbt nicht nur die bayerische Kultur aus, sondern auch das Herz und die Seele bayerischer Küche“, so Britsch.

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