Trägerrakete Ariane 6

170 Millionen Euro Auftrag für MT Aerospace sichert Arbeitsplätze

Symbolbild Raumfahrt. Foto: MT Aerospace AG
Das Augsburger Raumfahrt-Unternehmen MT Aerospace konnte einen Großauftrag an Land ziehen. Für 170 Millionen Euro wurde MT Aerospace mit der Entwicklung wesentlicher Tank- und Struktur-Bauteile für die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 beauftragt.

Am Ariane-Standort Augsburg werden dadurch hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert. Die Fortführung der erfolgreichen Ariane 5 Fertigung ist damit in trockenen Tüchern. Den Vertrag schloss MT Aerospace mit Airbus Safran Launchers (ab 1. Juli 2017 ArianeGroup) ab. Zusammen sind die Unternehmen verantwortlich für den Bereich „Metallic Aerostructures“. Der Auftrag beinhaltet alle erforderlichen Entwicklungs-Arbeiten im Bereich „Tanks und Strukturen“ bis zum geplanten Erstflug der Rakete im Jahr 2020 sowie den Aufbau der Produktionskapazitäten für bis zu zwölf Raketen pro Jahr. Dazu zählen die großen Treibstofftanks und wesentliche metallische Strukturbauteile.

Erste Teile werden noch dieses Jahr ausgeliefert

Die Gesellschaft wird sich auch als Risk Share Partner mit Eigenmitteln an der Entwicklung der neuen Startrakete beteiligen. Die ersten Qualifikations-Bauteile der Treibstofftanks werden bereits in Augsburg gefertigt. Diese sollen bereits bis Ende 2017 an die Ariane Group geliefert werden. Ab 2018 beginnt dann die Auslieferung der Bauteile für den Erstflug. Eine der wichtigen technischen Innovationen bei Ariane 6, das Rührreibschweißen unter Einsatz leistungsfähiger Materialien, wird von MT Aerospace geführt. Dabei wird Reib-Energie durch ein verschleißfestes rotierendes Werkzeug erzeugt.

Bund fördert Ariane 6 vor zwei Jahren

Die Entwicklung der Ariane 6 erhielt auch vor zwei Jahren am Standort Augsburg Unterstützung. Der Bund sicherte Gelder in Höhe von rund 70 Millionen Euro zu. Deutschland hat sich im Vorfeld auf der ESA-Ministerratskonferenz im Dezember 2014 dazu entschlossen, die neue Generation der europäischen Trägerrakete mit 23 Prozent zu finanzieren. „Wir bekennen uns klar zum Luft- und Raumfahrtstandort Augsburg und haben uns immer dafür stark gemacht, ihn zu erhalten und zu fördern“, ließ Staatssekretär Johannes Hintersberger damals verlauten. Der Auftrag für die Bauteile der Ariane 6 hing zuvor einige Zeit in der Schwebe. Auch Frankreich, Italien und Amerika bewarben sich um den Auftrag.

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