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16. Brückenbau-Wettbewerb an der HS Augsburg
Hochschule Augsburg

16. Brückenbau-Wettbewerb an der HS Augsburg

Der diesjährige Brückenbau-Wettbewerb der Hochschule Augsburg findet am 15. Dezember 2011 statt. „Grazil und stabil zugleich“ sollten die Bauwerke sein. 21 Brückenmodell werden am Wettbewerb teilnehmen.

Der „Kult-Wettbewerb“ der Hochschule Augsburg findet in diesem Jahr zum 16. Mal statt. Am Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 12 Uhrim Aerotec-Auditorium kommen die Bauwerke unter den Prüfstand. Veranstalter dieses Wettbewerbes ist die Fakultät Bau in Zusammenarbeit mit der Fakultät Maschinenbau. Ins Leben gerufen wurde dieser Wettbewerb von Prof. Dr. François Colling.

Aufgabenstellung

Die Aufgabe dieses Wettbewerbes besteht darin, eine vorgegebene Spannweite von 80 cm möglichst optimal zu überbrücken. Optimal bedeutet aber nicht, „nur“ eine Brücke zu bauen, die möglichst viel trägt. Die aufgenommene Last wird in Relation zum Eigengewicht der Brücke bewertet. Das Motto dieses Wettbewerbes könnte daher auch mit „grazil und stabil zugleich“ bezeichnet werden.Aber nicht nur die statischen Qualitäten werden bewertet, sondern auch die Schönheit und diehandwerkliche Ausführung. Die schönsten Brücken werden ebenfalls prämiert. Somit erhaltenauch solche Brücken eine Chance, die nicht mit hohen Tragfähigkeiten, sondern mit eigenwilligen Ideen und kunstfertiger Handarbeit glänzen.

Material & Bearbeitung

In diesem Jahr wurden OSB-Platten als Baustoff ausgeschrieben. Mit dem Ziel, das Versagen der Brücke möglichst lange hinauszuzögern, muss jedes Detail wohlüberlegt sein, denn ein einziger Schwachpunkt kann ausreichen, um die Brücke vorzeitig einstürzen zu lassen. Der Vorteil des „händischen“ Zusammenbauens liegt darin, dass einem die Schachpunkte konkreter bewusst werden als auf dem Reißbrett oder bei der statischen Berechnung. Man „begreift“ die Konstruktion im wahrsten Sinne des Wortes.

Prüfung

Für die Prüfung der Brücken wurde eigens ein Prüfstand gebaut, mit dem eine Last von circa fünf Tonnen aufgebracht werden kann. Dieser Prüfstand wurde von Prof. Dr. Bolling, Fakultät Maschinenbau, konzipiert und unter seiner Leitung gebaut. Jede Brücke wird vorab von den Professoren Dr. Colling („Holzbauer“) und Dr. Ehret („Massivbauer“) nach statischen Gesichtspunkten besprochen. Hierbei wird auf Stärken und vermeintliche Schwächen hingewiesen. Darüber hinaus wird die erwartete Versagens-Ursache beschrieben und die Bruchlast geschätzt. Falsche Vorhersagen tragen dabei zur guten Stimmung bei!

Weltrekord

Im Jahr 2000 trug die 430 g leichte Siegerbrücke 2,28 Tonnen (!), was einen fantastischen Weltrekord darstellt und ins GUINESSBUCH DER REKORDE aufgenommen wurde. Im Jahr 2009 wurde dieser Weltrekord bereits zum 2. Mal übertroffen!

Lernerfolg

Durch die Vorbesprechung jeder Brücke und die anschließende Prüfung bekommen die Studenten konkret vor Augen geführt, welche Punkte kritisch sein können, und was bei der Berechnung und Konstruktion alles zu beachten ist. Wir hoffen, mit diesem lehrreichen Spektakel dazu beitragen zu können, das „Gefühl“ für das Tragverhalten einer Konstruktion zu stärken. Denn das „Verstehen“ einer Konstruktion ist nicht selten mehr wert als eine umfangreiche Formelsammlung.

Sponsoren

Dieser Wettbewerb kann nicht ohne Sponsoren durchgeführt werden. Angesichts immer enger geschnallter Gürtel, dankt die Hochschule denjenigen, die sie trotzdem unterstützt haben. Der größte Dank gilt dabei den „Bauherren“, die trotz der Belastungen im Studium ihre Zeit „opfern“, um bei diesem Wettbewerb mitzumachen. Ein besonderer Dank gilt auch dem Labor-Personal der Fakultäten Bauingenieurwesen und Maschinenbau, die die Versuche vorbereiten und durchführen. Die Unterstützung durch die Fakultät Maschinenbau stellt ein Musterbeispiel für unbürokratische und fachbereichs-übergreifende Zusammenarbeit dar.

Mehr Informationen rund um den Wettbewerb und zu den diesjährigen Bauherren unter www.brueckenbau-wettbewerb.de

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