Interview

140 Jahre AEV: Auf diese Schlagzeile ist der Verein besonders stolz

Leo Conti, ehemaliger Eishockey-Torwart und nun Marketing-Manager des AEVs. Foto: AEV
In seinen 140 Jahren Vereinsgeschichte hat der AEV viele Eigengewächse hervogebracht: So auch Leo Conti, der seine Karriere als Torwart startete und nun Marketing-Manager bei den Panthern ist. Zum Vereins-Jubiläum hat er uns erzählt, wie es zu der Schlagzeile „AEV kauft FC Bayern München“ kam.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie feiern Sie das 140-jährige Jubiläum?
Leo Conti: Wir feiern das Jubiläum über die gesamte Saison 2018-19. Erstes Highlight ist natürlich das geplante Fest am Samstag, den 25. August 2018, das bei gutem Wetter auf dem Helmut-Haller-Platz in Oberhausen steigen wird.

Was sind die größten Meilensteine der Vereinsgeschichte?
Die Geschichte ist lang und es gibt natürlich den einen oder anderen nennenswerten Erfolg, wenn es auch (bislang) nicht zum ganz großen Wurf – nämlich einer Deutschen Meisterschaft – gereicht hat. 1948 erreichte der AEV immerhin die Süddeutsche Meisterschaft. Eine ganz entscheidende Ära, die richtungsweisend für den Fortbestand des AEV war, ist die Zeit zwischen 1962 und 1970, in der sich Curt Frenzel stark für den Eishockeysport in Augsburg eingesetzt hat. Eine nette Schlagzeile aus dieser Ära lautete „AEV kauft FC Bayern München“ – es handelte sich dabei zwar nur um die aufgelöste Eishockey-Sparte des FCB, liest sich aber dennoch ganz gut.

Die wichtigsten Meilensteine der Neuzeit sind zum einen der Aufstieg in die erste Liga 1994 – aus der sich dann die DEL mit dem Gründungsmitglied Augsburger Panther entwickelte. Zum anderen konnten wir im Jahr 2010 die Vizemeisterschaft feiern, was noch Vielen in positiver Erinnerung sein dürfte.

Auf welches Ereignis sind Sie besonders stolz?
Neben der eben erwähnten Vizemeisterschaft, die ich als aktiver Spieler der Augsburger Panther miterleben durfte, ist mein persönliches Highlight 1998 gewesen. Hier konnte ich mit meiner Juniorenmannschaft die Deutsche Junioren-Meisterschaft gewinnen. Dieses 20-jährige Jubiläum feiern wir noch einmal gesondert. Positiv möchte ich außerdem die Austragung des Deutschland-Cups in den letzten drei Saisonen erwähnen – das umgebaute Curt-Frenzel-Stadion ist eines der schönsten Eisstadien in Deutschland und war für das Vier-Nationen-Turnier ein idealer Standort.

Was macht für Sie einen erfolgreichen Sportverein aus?
Unsere Profi-Abteilung steht nun seit 1986 unter der Leitung des Hauptgesellschafters Lothar Sigl – diese Kontinuität ohne einen großen Mäzen im Rücken ist schon bemerkenswert und nicht üblich im Sport. Ihm und seinem, mittlerweile auch seit mehr als 15 Jahren engagierten, geschäftsführenden Mitgesellschafter Martin Horber haben wir eine Menge zu verdanken.
Ansonsten ist die sportliche und menschliche Ausbildung der vielen Nachwuchstalente eine große Herausforderung. Wir wurden nun zum dritten Mal in Folge mit dem 5-Sterne-Zertifikat der DEL und des DEB ausgezeichnet. Das spricht für gute und erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des AEVs?
Ich wünsche mir, dass wir die gute Nachwuchsarbeit fortführen und viele Talente an den Profisport heranführen können. Für die Augsburger Panther geht es darum, mit den vorhandenen Mitteln Jahr für Jahr wettbewerbsfähig zu sein. Ich würde mir wünschen, dass wir in jeder kommenden Saison die Playoffs erreichen und uns somit keine Gedanken über den wiedereingeführten Auf- und Abstieg machen müssen.

Welche Ziele haben Sie sich für das Jubiläumsjahr gesteckt?
Sportlich ist eine Platzierung unter den ersten zehn jedes Jahr unser Ziel – auch das haben wir uns für die Saison 2018-19 vorgenommen. Primär möchten wir ordentliches, ehrliches, faires und unterhaltsames Eishockey bieten – für unsere Fans, Sponsoren und Unterstützer.

Der AEV ist der älteste eissporttreibende Verein Deutschlands – was bedeutet Ihnen dieser Titel?
Auch wenn das Wort Tradition schon fast abgedroschen ist, sind wir auf diesen Titel natürlich stolz. Viele sprechen von Tradition, bei uns gibt es diese wirklich. Eissport in Augsburg wurde spätestens seit der Gründung 1878 immer am gleichen Standort betrieben – nämlich am Senkelbach. Das ist eine Besonderheit, auf die wir, die Stadt Augsburg, alle Anhänger und die gesamte Region stolz sein können.

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140 Jahre AEV: Auf diese Schlagzeile ist der Verein besonders stolz

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie feiern Sie das 140-jährige Jubiläum?
Leo Conti: Wir feiern das Jubiläum über die gesamte Saison 2018-19. Erstes Highlight ist natürlich das geplante Fest am Samstag, den 25. August 2018, das bei gutem Wetter auf dem Helmut-Haller-Platz in Oberhausen steigen wird.

Was sind die größten Meilensteine der Vereinsgeschichte?
Die Geschichte ist lang und es gibt natürlich den einen oder anderen nennenswerten Erfolg, wenn es auch (bislang) nicht zum ganz großen Wurf – nämlich einer Deutschen Meisterschaft – gereicht hat. 1948 erreichte der AEV immerhin die Süddeutsche Meisterschaft. Eine ganz entscheidende Ära, die richtungsweisend für den Fortbestand des AEV war, ist die Zeit zwischen 1962 und 1970, in der sich Curt Frenzel stark für den Eishockeysport in Augsburg eingesetzt hat. Eine nette Schlagzeile aus dieser Ära lautete „AEV kauft FC Bayern München“ – es handelte sich dabei zwar nur um die aufgelöste Eishockey-Sparte des FCB, liest sich aber dennoch ganz gut.

Die wichtigsten Meilensteine der Neuzeit sind zum einen der Aufstieg in die erste Liga 1994 – aus der sich dann die DEL mit dem Gründungsmitglied Augsburger Panther entwickelte. Zum anderen konnten wir im Jahr 2010 die Vizemeisterschaft feiern, was noch Vielen in positiver Erinnerung sein dürfte.

Auf welches Ereignis sind Sie besonders stolz?
Neben der eben erwähnten Vizemeisterschaft, die ich als aktiver Spieler der Augsburger Panther miterleben durfte, ist mein persönliches Highlight 1998 gewesen. Hier konnte ich mit meiner Juniorenmannschaft die Deutsche Junioren-Meisterschaft gewinnen. Dieses 20-jährige Jubiläum feiern wir noch einmal gesondert. Positiv möchte ich außerdem die Austragung des Deutschland-Cups in den letzten drei Saisonen erwähnen – das umgebaute Curt-Frenzel-Stadion ist eines der schönsten Eisstadien in Deutschland und war für das Vier-Nationen-Turnier ein idealer Standort.

Was macht für Sie einen erfolgreichen Sportverein aus?
Unsere Profi-Abteilung steht nun seit 1986 unter der Leitung des Hauptgesellschafters Lothar Sigl – diese Kontinuität ohne einen großen Mäzen im Rücken ist schon bemerkenswert und nicht üblich im Sport. Ihm und seinem, mittlerweile auch seit mehr als 15 Jahren engagierten, geschäftsführenden Mitgesellschafter Martin Horber haben wir eine Menge zu verdanken.
Ansonsten ist die sportliche und menschliche Ausbildung der vielen Nachwuchstalente eine große Herausforderung. Wir wurden nun zum dritten Mal in Folge mit dem 5-Sterne-Zertifikat der DEL und des DEB ausgezeichnet. Das spricht für gute und erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des AEVs?
Ich wünsche mir, dass wir die gute Nachwuchsarbeit fortführen und viele Talente an den Profisport heranführen können. Für die Augsburger Panther geht es darum, mit den vorhandenen Mitteln Jahr für Jahr wettbewerbsfähig zu sein. Ich würde mir wünschen, dass wir in jeder kommenden Saison die Playoffs erreichen und uns somit keine Gedanken über den wiedereingeführten Auf- und Abstieg machen müssen.

Welche Ziele haben Sie sich für das Jubiläumsjahr gesteckt?
Sportlich ist eine Platzierung unter den ersten zehn jedes Jahr unser Ziel – auch das haben wir uns für die Saison 2018-19 vorgenommen. Primär möchten wir ordentliches, ehrliches, faires und unterhaltsames Eishockey bieten – für unsere Fans, Sponsoren und Unterstützer.

Der AEV ist der älteste eissporttreibende Verein Deutschlands – was bedeutet Ihnen dieser Titel?
Auch wenn das Wort Tradition schon fast abgedroschen ist, sind wir auf diesen Titel natürlich stolz. Viele sprechen von Tradition, bei uns gibt es diese wirklich. Eissport in Augsburg wurde spätestens seit der Gründung 1878 immer am gleichen Standort betrieben – nämlich am Senkelbach. Das ist eine Besonderheit, auf die wir, die Stadt Augsburg, alle Anhänger und die gesamte Region stolz sein können.

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