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Zehn Jahre Hartz IV –Agentur für Arbeit zieht Bilanz
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Bundesagentur für Arbeit

Zehn Jahre Hartz IV –Agentur für Arbeit zieht Bilanz

 Symbolbild. Foto: Rainer Sturm_pixelio.de

Seit 2005 gibt es das bekannte Arbeitslosengeld Hartz IV. Hier wurden damals Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zur Grundsicherung für Arbeitssuchende zusammengelegt. Seitdem ist ein Rückgang der Arbeitslosenzahl zu beobachten. Waren vor knapp 10 Jahren noch 4,9 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, sank die Zahl heute auf 2,9 Millionen Arbeitslose. 

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

10 Jahre Hartz IV. Zum Jubiläum des Arbeitslosegeldes II blickt man bei der Bundesagentur für Arbeit auf positive Zahlen zurück. Als damals Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zur Grundsicherung für Arbeitssuchende zusammengelegt wurden, waren 4,9 millionen Menschen arbeitslos gemeldet. In den letzten zehn Jahren konnte diese Zahl auf 2,9 Millionen Menschen verringert werden.

Prinzip Fördern und Fordern trotz anfänglicher Komplikationen erfolgreich

 „Das Prinzip des Förderns und Forderns funktioniert“, erklärt Heinrich Alt, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA). „Früher wurden viele Menschen in der Sozialhilfe nur verwaltet. Noch nie wurde so ernsthaft und spürbar mit den Menschen an ihren Integrationschancen gearbeitet. Dabei geht es auch um das Bewusstsein, gebraucht zu werden und etwas leisten zu können“, betont Heinrich Alt. Der Beginn der Grundsicherung lief dabei allerdings nicht ganz reibungslos ab. Es gab deutlich mehr Arbeitslosengeld-II-Empfänger als zuerst angenommen. Zudem verursachten anfängliche Softwareprobleme erhebliche Zusatzaufwände. Das Geld pünktlich zum Start auszuzahlen war damals für alle Beteiligten ein großer Kraftakt.

Arbeitsplatzvermittlung soll effizienter werden

Auch in Zukunft will die BA an dem Projekt weiter feilen und es verbessen. Die Menschen sollen effizient dabei unterstützt werden, einen geeigneten Arbeitsplatz zu bekommen. „Dafür müssen die gesetzlichen Regeln einfacher und klarer werden. Die gute Idee der Grundsicherung war, anders als in der alten Sozialhilfe, eine angemessene Pauschale zu zahlen. Damit war die Erwartung verbunden, dass sich der Großteil der Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern mit der Integrationsarbeit beschäftigen können. Die heutige Realität sieht anders aus. Um die Betreuung und Vermittlung weiter zu stärken, müssen wir den Verwaltungsaufwand reduzieren. Ein erster Schritt zum Bürokratieabbau ist die Verlängerung der Bewilligungszeiträume von sechs auf zwölf Monate“, so Heinrich Alt.

Positive Zahlen nach 10 Jahren Hartz IV

Im Jahresdurchschnitt 2005 bezogen 6,8 Millionen Menschen die Grundsicherung. Nach ihrem Höchsstand von 7,2 Millionen Menschen (2007) ist die Zahl heute auf 6,1 Millionen Menschen gesunken. Hierbei werden auch Kinder mitgerechnet. Betrachtet man die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, reduzierte sich die Zahl von rund fünf Millionen im Jahresdurchschnitt 2005 bis heute um rund 600 000 auf 4,4 Millionen. Bei den Langzeitarbeitslosen konnte ein Minus von 500 000 Menschen auf 900 000 Personen erzielt werden.

Zahlen bei verschiedenen Altersklassen weichen stark von einander ab

Blickt man auf  die unterschiedlichen Altersklassen wird deutlich, dass die Arbeitslosigkeit vor allem bei jungen Leuten erheblich abgebaut werden konnte. Mit Einführung der Hartz-IV-Gesetze ging die Anzahl junge Menschen (15 bis 25 Jahren) bis Oktober dieses Jahres auf rund 150 000 zurück. Das ist rund 50 Prozent weniger als noch 2005. Eine Herausforderung bleibt aber die Integration älterer Leistungsempfänger in der Grundsicherung. Im Jahr 2005 zählt die Gruppe der 50- bis 65-Jährigen 600 000 Personen. Heute liegt diese Zahl nur um 12.000 Frauen und Männer niedriger.

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