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Schneller und günstiger bauen: THA und Hochschule München forschen gemeinsam
Baubranche

Schneller und günstiger bauen: THA und Hochschule München forschen gemeinsam

Frank Danzinger (r.), Vizepräsident für Technologie und Forschung der THA und Christian Seiler (l.), Dekan an der Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule München, unterzeichnen die gemeinsame Kooperationsvereinbarung – symbolisch auf einer querschnittsoptimierten Carbon-Betonplatte für Gebäude, die am TTZ Aichach entwickelt wird. Foto: Matthias Leo/THA
Frank Danzinger (r.), Vizepräsident für Technologie und Forschung der THA und Christian Seiler (l.), Dekan an der Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule München, unterzeichnen die gemeinsame Kooperationsvereinbarung – symbolisch auf einer querschnittsoptimierten Carbon-Betonplatte für Gebäude, die am TTZ Aichach entwickelt wird. Foto: Matthias Leo/THA

Die Technische Hochschule Augsburg und die Hochschule München kooperieren künftig. Das soll Forschung und Praxis im Massivbau fördern.

Die Technische Hochschule Augsburg (THA) und die Hochschule München nutzen künftig gemeinsam die Prüf- und Messeinrichtungen sowie Maschinen des neuen Technologietransferzentrums (TTZ) in Aichach. Im Februar hatte die THA ihr neues TTZ für Digitales Planen und Fertigen im Bauwesen eröffnet und forscht dort gemeinsam mit Unternehmen, wie Bauen effizienter wird.

Forschung und Baupraxis besser verknüpfen

Mit der Kooperation wollen Hochschule München und THA die anwendungsorientierte Forschung im Massivbau stärken. Auch sollen wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Baupraxis einfließen können. „Gerade im Bauwesen entscheidet die Verknüpfung von Labor, Simulation und realer Produktion über die Innovationsgeschwindigkeit“, sagt THA-Vizepräsident für Technologie und Forschung, Prof. Dr. Frank Danzinger. Die Kooperation schaffe einen belastbaren Rahmen für Transferprojekte mit Bauwirtschaft und öffentlicher Hand.

Für die Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule München entsteht damit ein direkter Zugang zu experimentellen Fertigungs- und Prüfverfahren. „Studierende und Forschende können Entwurf, Konstruktion und Materialverhalten künftig unter realen Bedingungen zusammenführen – ein entscheidender Schritt hin zu einer digital unterstützten und nachhaltigen Baupraxis“, sagt Prof. Dr.-Ing. Christian Seiler, Dekan an der Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule München.

Neue Bautechnologien, alternative Baustoffe

Der Fokus der Kooperation soll unter anderem auf ressourcenoptimiertem Bauen, neuen Bautechnologien und digitalen Planungs- und Fertigungsprozessen liegen. Auch wird in Aichach an alternativen Baustoffen wie Ultra-Hochleistungs-Faser-Beton und Carbon-Recyclingbeton geforscht. Das könnte langfristig den Einsatz von Beton bei Neubauten reduzieren. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialentwicklung über die Bauteilprüfung bis zur Anwendung in Infrastruktur- und Hochbauprojekten – sollen diese Bereiche weiterentwickelt werden.

Lesen Sie hier das Interview mit dem Vizepräsidenten für Technologie und Forschung der THA:„Gelebte Nachhaltigkeit“: Wie kann Forschung die Baubranche verändern?

Für Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume ermöglicht die Kooperation neue Innovation. „Wenn sich zwei Top-Hochschulen zusammentun, kann das Ergebnis nur tipptopp sein“, sagte Blume anlässlich der Unterzeichnung im TTZ.

Im TTZ in Aichach kommen insbesondere Prüfeinrichtungen für Großbauteile, Anlagen zur Verarbeitung von Carbon-Recyclingbeton sowie Verfahren des 3D-Betondrucks zur Entwicklung ressourcenschonender Bauteile zum Einsatz. Zur Qualitätssicherung und für Zulassungsverfahren kann dort nachgewiesen werden, wie tragfähig hergestellte Prüfkörper und Bauelemente sind.

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