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fly-tech setzt in Friedberg auf den Arbeitsplatz der Zukunft
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Neuer Firmensitz

fly-tech setzt in Friedberg auf den Arbeitsplatz der Zukunft

 fly-tech-Geschäftsführer Tobias Wirth und Architektin Johanna Dumitru. Foto: fly-tech / Monika Schmich-Graf

Die neuen Räume von fly-tech werden als „Arbeitsplatz der Zukunft“ geplant. Unterstützung erhält der IT-Dienstleister vom Unternehmen designfunktion, das bereits die Deutschland-Zentrale von Microsoft mitgestaltet hat. Im Interview erklären Geschäftsführer Tobias Wirth und Innenarchitektin Johanna Dumitru, wie die neuen Arbeitsplätze in Friedberg aussehen werden.

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft konkret aus?

Johanna Dumitru: Im Prinzip gibt es keine feststehende Definition, wie der Arbeitsplatz der Zukunft auszusehen hat. Im Kern geht es aber immer um die Idee, die Mitarbeiter von der Fesselung an einen festen Arbeitsplatz zu lösen. Man gibt ihnen die Möglichkeit, sich je nach anfallender Tätigkeit und Stimmung unterschiedliche Arbeitszonen auszusuchen. Sie sollen dort arbeiten können, wo sie in ihren Augen am produktivsten sind und die besten Ergebnisse erzielen. Dafür werden unterschiedliche Arbeitszonen geschaffen: Ruhebereiche zum konzentrierten Arbeiten, kommunikative Zonen, Räume für vertrauliche Gespräche oder eine Lounge zum Abschalten.

Die neue Microsoft-Konzernzentrale in München gilt als Musterbeispiel des „Smart Workspace“. Herr Wirth, was hat Sie als Mittelständler bewogen, bewährte Strukturen bei fly-tech aufzubrechen?

Tobias Wirth: Wir haben gemerkt, dass wir den Anspruch, den die Kunden an uns als Dienstleister haben, nur dann erfüllen können, wenn wir unsere Arbeitsweise grundlegend ändern. Früher hat es gereicht, wenn wir uns während einzelner Projekte hin und wieder zu Meetings getroffen haben. Diese Zeiten sind vorbei. Wir arbeiten heute permanent in Teams eng zusammen, stimmen uns laufend ab. Da macht es keinen Sinn, wenn jede Abteilung abgeschottet in ihren Büros sitzt. Bereits in unseren bisherigen Räumlichkeiten haben wir versucht, unsere Abläufe entsprechend anzupassen. Wir haben Software-Tools eingeführt und nutzen nun ein internes soziales Netzwerk, um uns schnell auszutauschen. Das hat uns einen enormen Schub verliehen. Die Erfahrungen wollten wir nun auch in unsere Bürogestaltung übernehmen. 

Wie werden die Arbeitsplätze der Zukunft in Ihrer neuen Zentrale aussehen?

Tobias Wirth: Wir haben dort rund 700 Quadratmeter Bürofläche, aber keine festen Schreibtische mehr. Auch nicht für uns Geschäftsführer. Wir versuchen, für jede Arbeitssituation eine passende Umgebung zu schaffen.

Gibt es neben der IT-Branche auch in anderen Bereichen Bedarf, den Arbeitsplatz der Zukunft umzusetzen?

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Johanna Dumitru: Natürlich. Das ist sicherlich nicht nur ein IT-Thema. Ich habe ähnliche Konzepte bereits bei Versicherungen, in Kanzleien oder bei Baufirmen auf den Weg gebracht. Oft ist es den Unternehmen anfangs gar nicht bewusst: Da arbeiten die Kollegen längst vernetzt – allerdings oft abgeschottet in Einzelbüros. Wenn es dann an eine neue Bürogestaltung geht, stellen Unternehmen fest, dass sie einen enormen Bedarf an Konferenzräumen hätten, weil man sich ständig zu Abstimmungen trifft. Und spätestens da ist es an der Zeit, den Blick auf die Arbeitsabläufe zu richten.

Oft sind es gar nicht die Chefs, sondern die Mitarbeiter selbst, die gerne an Bewährtem festhalten wollen. Wie kann ein Unternehmen dieser Herausforderung begegnen?

Johanna Dumitru: Ja, das ist anfangs oft ein großes Thema. Weil man das Foto der Liebsten nicht mehr am Bildschirm kleben hat oder die Zimmerpflanze vom Schreibtisch weichen muss. Aber man muss die Mitarbeiter da einfach mitnehmen und ihnen zeigen, dass sie gerade in einer solchen Arbeitsumgebung ihre Individualität mehr denn je ausleben können. Sie können dort arbeiten, wo sie gerade Lust haben. Je nach Stimmung. Und das Foto kann man ja immer noch im Spind verstauen und jeden Tag neu aufstellen.

Tobias Wirth: Außerdem ist es ein großes Zeichen der Wertschätzung, wenn Hierarchien aufgebrochen werden und sich ein Chef nicht im eigenen Büro verschanzt, sondern sich morgens wie jeder andere sein Plätzchen sucht. Ich empfehle aber trotzdem, das Thema in der Praxis nicht allzu dogmatisch anzugehen. Auch wir haben festgestellt, dass man nicht alle Abläufe von heute auf morgen an solche Konzepte anpassen kann und nicht jeder Arbeitsschritt digitalisiert werden kann.

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