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A3 Wirtschaftsdialog zu Gast bei Silberhorn in Friedberg

A3 zu Gast beim Friedberger Unternehmen Silberhorn. Foto: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH
„Digitalisierung konkret – was Unternehmen bewegt“: Das war der Titel des A³ Wirtschaftsdialogs am 30. November 2017. Der Einladung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und der Stadt Friedberg zum Gastgeber, der Firma Silberhorn, folgten rund 70 Gäste aus der Region A³.

Die Ansprüche von Unternehmen an Digitalisierung sind höchst unterschiedlich. Dabei gilt es, Digitalisierung zur Chefsache zu machen und vor allem auch die Mitarbeiter mitzunehmen. Das war die Botschaft der Referenten beim Wirtschaftsdialog am 30. November. 

Digitale Dienstleistungen im Großhandel

Gastgeber Wolfgang Hoffmann, Geschäftsführer der Silberhorn KG, begrüßte die zahlreichen Gäste. Er zeigte auf, wie ein Großhandel im Sanitärbereich heute aufgestellt sein muss: Neben der Warenabwicklung im riesigen Lager ist vor allem der Service für die Kunden aus dem Handwerk der wichtigste Bereich, der von der Digitalisierung profitiert. „Unser Ansatz ist es, unseren Kunden eine bessere Dienstleistung zu bieten. Daraus sind viele unserer digitalen Lösungen entstanden, wie zum Beispiel eine App und weitere e-Business-Angebote“, so Hoffmann.

Digitalisierung für mehr Effizienz

Über einen Online-Shop Plus können Handwerker beispielsweise neben den Bestellungen auch Teile der Buchhaltungsprozesse unkompliziert vorbereiten und sparen dadurch Zeit. Als Teil der GC Gruppe ist die Silberhorn KG in ein ausgeprägtes Logistiknetz eingebunden. Es gibt daher viele Schnittstellen, die bereits digital bedient werden. Hoffmann erklärte: „Heute ist noch nicht abzusehen, wie weit wir uns noch digitalisieren werden. Die Herausforderungen im Hinterkopf und die Ziele fest im Blick, bewegen wir uns aktiv in der digitalen Welt. Gut im gestern, besser im heute, vorbereitet auf morgen.“

Mehr Regionalität durch Digitalisierung

Zu den Referenten des Abends gehörten Kajetan Mischok und Benjamin Schlagenhauf, Gründer eines Onlineshops für frisches Gemüse namens GMIAS. Sie wollen Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte wieder stärker mit den Konsumenten vernetzen. Der Kunde bestellt über GMIAS bei regionalen Betrieben und bekommt die Ware CO2-neutral mit einem Elektroauto zugestellt. Um solch ein Unternehmen aufzubauen, brauche es erst einmal nicht viel mehr als eine Website mit integriertem Shop und ebendiesen Anbietern, so die beiden Gründer. Auch die Kommunikation und das Marketing werden mit einfachen digitalen Mitteln über YouTube-Videos, Facebook und andere Kanäle angeschoben. Entscheidend ist für Mischok und Schlagenhauf dabei, dass sie auch ohne ein großes Invest ihre Idee verfolgen können und gleichzeitig das Bewusstsein für regionale Produkte bei ihren Kunden schärfen.

Die ersten Schritte machen

Ein weiterer Referent des Abends war Tobias Wirth, Geschäftsführer der fly-tech GmbH & Co. KG. Er nannte viele Möglichkeiten und Stolpersteine auf dem Weg, den digitalen Wandel mitzugehen. Damit der digitale Wandel im Unternehmen gelingen kann, sollten laut Wirth die kleinen und großen Projekte Chefsache sein. Wichtig sei dabei, die Überzeugung ins Team zu tragen, sich zuvor ausreichend Zeit für die Vorüberlegungen zu nehmen und gerade am Anfang überschaubare Konzepte umzusetzen.

Expertise aus der Region

Richard Scharold, Zweiter Bürgermeister der Stadt Friedberg, sagte: „Ich freue mich, dass alle Unternehmen, die sich heute präsentiert haben, aus dem Landkreis Aichach-Friedberg kommen. Es ist wichtig für die Entwicklung einer Region, dass sich Unternehmen mit unterschiedlichen Expertisen auf solchen Netzwerkveranstaltungen austauschen können.“ Im Wirtschaftsraum Augsburg gibt es bereits eine Vielzahl an Angeboten in Sachen Digitalisierung für Unternehmen: „Wir helfen gerne dabei, einen Überblick zu verschaffen und den richtigen Anknüpfungspunkt für Sie zu finden“, so Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH. Für das kommende Jahr plant die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH schon eine weitere Veranstaltung für Mittelständler zum Thema Digitalisierung im Landkreis Aichach-Friedberg. Beim Projekt TEAM 4.0 arbeitet die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH eng mit der Hochschule Augsburg zusammen. In diesem Zuge ist auch ein umfassendes Weiterbildungsprogramm in unterschiedlichsten Bereichen der Digitalisierung gerade für kleine Unternehmen in A³ geplant.

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