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Der Anteil von Gründerinnen in Deutschland hat in den vergangenen Jahren sichtbar zugenommen – dennoch bleibt die Entwicklung fragil. Laut Statista Research Department ist der Anteil im Jahr 2024 erstmals wieder gesunken: von zuvor 44 auf nun 36 Prozent. Noch deutlicher zeigt sich der Rückgang im Technologie-Startup-Sektor. Der aktuelle Female Founders Monitor des Bundesverbands Deutsche Startups e. V. (2025) dokumentiert hier einen Rückgang auf nur noch 18,8 Prozent. Damit liegt die Frauenquote im Tech-Gründertum auf dem niedrigsten Stand der letzten Jahre.
Auch im UTG, dem Umwelt-Technologischen Gründerzentrum Augsburg, das seit über 27 Jahren junge, umwelt- und technologieorientierte Unternehmen begleitet, wird diese Entwicklung sichtbar. Von mehr als 190 Firmen, die seit der Gründung im Zentrum betreut wurden, wurden lediglich 15 maßgeblich von Frauen aufgebaut – acht Alleingründerinnen und sieben Mitgründerinnen. In der reinen Tech-Sparte ist der Anteil noch geringer. Umso erfreulicher ist es, dass aktuell gleich mehrere erfolgreiche Unternehmerinnen im UTG aktiv sind und ihre Expertise in grünen Zukunftsberufen einbringen.
Eine von ihnen ist Ariane Kreß, Inhaberin von Kreß landschaft.architektur. Nach zehn Jahren Berufserfahrung in Münchner Landschaftsarchitekturbüros entschied sie sich 2021, ihre eigenen Vorstellungen von nachhaltiger Planung und Freiraumgestaltung umzusetzen. Kurz nach der Gründung wählte sie das UTG als Standort – zunächst mit einem kleinen Büro. Die positive Unternehmensentwicklung machte bald eine Vergrößerung nötig: Heute hat sich die Fläche bereits verdreifacht.
Ihr Büro deckt sämtliche Leistungsphasen nach HOAI in den Bereichen Freianlagen und Verkehrsanlagen ab. Die Schwerpunkte reichen von der Ausführungsplanung über die Objektüberwachung bei komplexen Projekten für öffentliche und private Auftraggeber. Parallel zur Führung ihres Büros hat Ariane Kreß 2024 eine 14-monatige Weiterbildung zur Sachverständigen für Schäden an Freianlagen absolviert und hat den Lehrgang Anfang 2025 mit Zertifikat erfolgreich abgeschlossen.
Ihre Projekte reichen von Kindergärten über Wohnanlagen bis zu Platzflächen und Kleingartenanlagen. Möglich ist das durch interdisziplinäre Kooperationen und ein starkes Netzwerk – ein Vorteil, von dem gerade junge Büros profitieren. Ein besonderes Merkmal ihrer Arbeit ist der hohe Anspruch an Kommunikation und Nutzerorientierung. Für Kreß ist klar: Landschaftsarchitektur muss gleichermaßen ästhetische Qualität, ökologische Verantwortung und soziale Anforderungen verbinden. Angesichts der spürbaren Folgen des Klimawandels sieht sie ihr Berufsbild zunehmend als gestaltende Kraft im klimafitten Städtebau – mit Verantwortung für Mensch und Natur.
Neu im UTG ist Dr. Selina Thanheiser, die gerade ihr eigenes Labor für ihr Unternehmen Boden&Umwelt Dr. Selina Thanheiser eingerichtet hat. Dort analysiert sie gemeinsam mit ihrem Team unterschiedlichste Bodenproben direkt vor Ort – ein wichtiger Baustein in ihrem breit gefächerten Leistungsspektrum.
Thanheisers Expertise umfasst ökologische Bilanzierungen, Bodenschutzkonzepte, Baum- und Dachsubstrate, Sportplatzbau, wasserrechtliche Entnahmegenehmigungen sowie Verfüllkonzepte nach der neuen Bundesbodenschutzverordnung. Viele dieser Tätigkeiten leisten einen unmittelbaren Beitrag zu nachhaltigen Planungs- und Bauprozessen. Ökologische Bilanzierungen etwa bewerten die Auswirkungen von Projekten auf Umweltgüter, während bodenkundliche Baubegleitung die korrekte und schonende Behandlung des Bodens während Bauvorhaben sicherstellt.
Neben ihrer Gutachtertätigkeit ist Dr. Thanheiser auch als Dozentin gefragt. Sie unterrichtet Greenkeeper und Sportplatzwarte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gibt ihr Fachwissen in Schulungen und Vorträgen weiter.
Mit ihrem breiten Kompetenzspektrum ergänzt sie das UTG ideal – und zeigt, wie vielfältig grüne Zukunftsberufe heute sein können.
Das UTG freut sich über die wachsende Zahl engagierter Unternehmerinnen, die das Zentrum nicht nur fachlich, sondern auch kulturell bereichern. Ihr Erfolg zeigt, dass Frauen in grünen und technologischen Bereichen immer stärker Fuß fassen, auch wenn der Gesamtmarkt weiterhin Nachholbedarf hat.
Wer mehr über das Umwelt-Technologische Gründerzentrum und seine Unternehmen erfahren möchte, findet Informationen unter www.u-t-g.de.