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Baugeschichte – Damals und Heute| Teil 9

SÄBU Holzbau: Im Norden geboren, im Süden Zuhause

 Das Betriebsgelände in Ebenhofen 1965 und 2019. Fotos: SÄBU Holzbau GmbH

Alles begann mit einem Sägewerk in Nordrhein-Westfalen. Wie aus diesem ein Anbieter für Systemgebäude aus Holz wurde, ist Thema unserer 9. Baugeschichte über die SÄBU Holzbau GmbH.

Jakob Buchen, Großvater der heutigen Geschäftsführerin, gründet 1924 das SÄgewerk BUchen. Nicht im Allgäu, wo der Unternehmenssitz der SÄBU Holzbau GmbH heute liegt, sondern in Hammer bei Morsbach/Sieg in Nordrhein-Westfalen. Was als traditionelles Sägewerk begann, wurde bald zu einem Unternehmen, das Verpackungskisten für den weltweiten Versand von Industriegütern fertigt.

In Hammer wird 1924 das ursprüngliche Sägewerk gegründet. Foto: SÄBU Holzbau GmbH

Das Sägewerk in den 1940er Jahren. Foto: SÄBU Holzbau GmbH

SÄBU geht im Süden eigene Wege

Während der 1950er Jahre bis in die 1960er baute SÄBU fortlaufend seine Fertigungshallen aus. Grund dafür ist das erweiterte Leistungsspektrum um ein Hobelwerk und die Produktion von Holzfertiggebäuden, bestehend aus Kleinrasterelementen. 40 Jahre nach der Gründung zieht es das Unternehmen schließlich in den Süden, um Kunden hier schneller bedienen zu können. 1965 bezieht die Tochter der Firmenchefs – Wilhelma Klein – den Standort Ebenhofen im Allgäu. Sie übernimmt die Geschäftsführung und baut mit Wilhelm Orthen den neuen Unternehmensstandort erfolgreich weiter aus. 1969 erfolgt die rechtliche Trennung vom Gründungsunternehmen.

Der SÄBU Holzbau Standort in Ebenhofen 1965. Foto: SÄBU Holzbau GmbH

Holzhäuser fürs Ausland

Aus dem traditionellen Sägewerk entwickelt sich in Ebenhofen ein Unternehmen, das den Werkstoff Holz auf verschiedenste Arten und Weisen einsetzt: von der Streugutkiste zum Bauwagen, vom termitensicheren Fertiggebäude bis zum schlüsselfertigen Holzsystembau. In den 1970ern exportiert SÄBU beispielsweise in den Nahen Osten, Saudi-Arabien, Irak, Libyen und Osteuropa. Die größtenteils termitensicher ausgeführten Gebäude bieten Menschen dort Wohn- und Lebensraum. Für Familien, die ihre Häuser durch die Erdbeben 1977 und 1981 in Nord- und Süditalien verloren haben, liefert SÄBU zudem über 200 Häuser.

Versandfertige Systembauwände. Foto: SÄBU Holzbau GmbH

Systembau für öffentliche Hand und Wellnesbereich

In den 1990er Jahren spezialisiert sich SÄBU auf die Konzeption, Planung und Realisierung schlüsselfertiger Holzsystembauten. Das Unternehmen baut Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen. Für den Weltmarktführer im Bereich Sauna, Wellness und Spa liefert und montiert SÄBU 1991 auch individuelle Saunahäuser.

Eine Kita in München von SÄBU. Foto: SÄBU Holzbau GmbH

Familienunternehmen in dritter Generation

1997 tritt Friedrich Nagel in das Unternehmen ein und übernimmt die Leitung des schlüsselfertigen Objektbaus. Ein Jahr später übernimmt Christine Machacek (geborene Klein) die Geschäftsführung. Sie leitet das Familienunternehmen seither in der dritten Generation.

Christine Machacek. Foto: SÄBU Holzbau GmbH

SÄBU setzt auf Hybrid

2001 entwickelt SÄBU Raummodule in Holzbauweise als präzise vorgefertigte Raumkonzepte. Bereits im Werk werden Wand-, Boden- und Deckenelemente zu einzelnen Modulen montiert. Vier Jahre später setzt das Unternehmen auf eine Holz-Beton-Stahl-Kombination und entwickelt Bauprojekte in Holz-Hybridbauweise. 2012 folgt der Stahlhybridbau. Am 24. Juli 2015 feiert das Unternehmen schließlich 50 Jahre Produktionsstandort Ebenhofen im Allgäu.

Der SÄBU Holzbau Standort in Ebenhofen 2019. Foto: SÄBU Holzbau GmbH

Der Standort entwickelt sich weiter

„Bei Produktionsstart im Jahr 1964 stand auf dem über 20.000 Quadratmeter großen Firmengelände lediglich eine Baracke, die als Büro genutzt wurde und eine erste Fertigungshalle mit 530 Quadratmetern“, wirft Christine Machacek einen Blick zurück. „Heute produzieren wir in sechs Werk- und Lagerhallen mit einer Gesamtgröße von rund 4.600 Quadratmeter – das Bürogebäude umfasst 350 Quadratmeter und eine Büroerweiterung steht gerade dringend an.“

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