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Digitales Marketing von A bis Z

Markus Meier: „V“ wie „Visualisierung im Messebau“

Markus Meier, Geschäftsführer der eest! GmbH & Co. KG. Foto: eest!

Der Messebau wird immer digitaler. Das gilt nicht nur für den fertiggestellten Messestand. Wie Messebauer Visualisierungen für sich nutzen können, erklärt Markus Meier, Geschäftsführer der eest! GmbH & Co. KG, in unserer Reihe Digitales Marketing von A bis Z.

Noch vor einigen Jahren wurden die Entwürfe von Messeständen aufwendig per Hand und am Reißbrett angefertigt. Unterstützung kam dann durch CAD-Programme, also das Konstruieren von Bauteilen, Objekten und Architekturen am Computer. Damit hatten Kunden und Architekten bereits vorab Zugang zu einer realitätsgetreuen Abbildung des künftigen Messestands.

Die digitale Visualisierung hat das geändert. Die Grundlagen dieser Technologie halten auch im Privatgebrauch Einzug. So kann mit einem einfachen Online-Tool auch die eigene Wohnung eingerichtet und virtuell besichtigt werden. Ähnlich verhält es sich im Messebau. Mittlerweile können die Kunden per Email einen Link erhalten, mit dem sie die 3D-Darstellung ihres künftigen Messestands am Bildschirm oder sogar über eine 3D-Brille erleben können. So kann der Auftraggeber vorab virtuell durch seinen Messestand laufen – ohne sein Büro verlassen zu müssen. Das ermöglicht auch, Veränderungen direkt in der Darstellung umzusetzen. Gemeinsam mit dem Planer kann der Kunde so in Echtzeit den Messestand optimieren. Das ist nicht nur für den Auftraggeber, sondern vor allem für den Architekten und das ausführende Messebauunternehmen eine enorme Zeitersparnis.

Visualisierungen haben den Messebau nachhaltig gewandelt. Während bislang die Optimierung des Konzepts und nachträgliche Veränderungen viel Zeit in Anspruch genommen haben, können diese Punkte nun unkompliziert und nahezu in Echtzeit angepasst werden. Mittlerweile liegt die größte Herausforderung in der Grundkonzeption. Sobald diese steht, kann der Messedesigner gemeinsam mit dem Kunden per Drag-and-Drop von den Möbeln über die Materialien bis hin zur Pflanzendeko alle Elemente individuell anpassen. Ist ein Konzept selbst für die virtuelle Darstellung zu komplex, kann der Messebauer neben der Visualisierung auch mit dem klassischen Modellbau, beziehungsweise dem 3D-Druck Abhilfe schaffen. Innerhalb kürzester Zeit wird aus den Visualisierungsdaten direkt ein Modell des Messestands gedruckt und kann bei der Entscheidungsfindung helfen.

Messestände müssen heute mehr können, als noch vor einigen Jahren. Das reicht von spannenden Showbereichen, über aufwendige Lichtinstallationen bis hin zu doppelstöckigen Ständen. Je komplexer der Stand ist, desto schwerer ist er auch für den Kunden vorstellbar. Genau hier unterstützen Visualisierungen.

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