OB-Wahl 2020 in Augsburg: Folge 5

Peter Hummel: „Es wäre töricht, an der Bildung zu sparen“

Am 15. März finden die Kommunalwahlen in Augsburg statt. Wir haben bei den Politikern nachgefragt, wie ihre momentane Stimmungslage im Hinblick darauf ist. Peter Hummel, Freie Wähler, hat uns verraten, weshalb die Stärke der Stadt ihre Einwohner sind.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was ist Ihre derzeitige Stimmungslage im Hinblick auf die Wahl am 15. März?

Peter Hummel: Die Stimmung ist natürlich ausgezeichnet, weil wir als Freie Wähler einen enormen Rückenwind verspüren. Das hat zum einen mit der Regierungsbeteiligung in Bayern zu tun, aber auch damit, dass sich immer mehr Menschen nach einer ideologiefreien Politik mit gesundem Menschenverstand sehnen.

Wie bewerten Sie persönlich den bisherigen Wahlkampf?

Ich habe mir ja gleich zu Beginn das Projekt vorgenommen, 1.000 Augsburgerinnen und Augsburger persönlich zu treffen. Momentan bin ich bei 702 – und fand jede dieser Unterhaltungen für mich persönlich bereichernd. Wie auch immer die Wahl ausgeht, ob ich gewählt werde oder nicht – für mich ist der Wahlkampf dadurch schon jetzt ein Gewinn.

Welches Thema hat für Sie die höchste Priorität, wenn Sie Augsburgs Bürgermeister werden?

Natürlich müssen wir zunächst die Schulsanierung voranbringen. Es wäre geradezu töricht, an der Bildung weiter zu sparen. Denn nur wenn wir einen gut ausgebildeten, neugierigen, experimentierfreudigen Nachwuchs haben, werden wir Augsburg lebenswert erhalten können. Und nur mit gut ausgebildeten Menschen finden wir Lösungen für die Klimaneutralität, für die Wohnungsnot, für den Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt, für den Verkehr der Zukunft.

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Stadt Augsburg?

Die Stärken sind die Menschen, die hier wohnen. Ich habe in meinem Reporterleben 52 verschiedene Länder in aller Welt bereist – und soll ich Ihnen was sagen: Mancherorts wäre es gut, es gäbe dort ein paar Augsburger mehr. Denn Augsburger verstehen es, trotz knapper Kassen ihre eigene Stadt immer attraktiver zu machen. Nicht so gut an Augsburg gefällt mir der viel zu viele Autoverkehr – obwohl wir eigentlich Fahrradstadt sein wollen. Tatsächlich sind wir eine Autostadt mit Fahrradverkehr.

Was hätten Sie sich für das erste Jahr Ihrer Amtszeit vorgenommen?

Ich verabschiede einem 5-Jahres-Plan für die Sanierungen von Schulen und Sportstätten. Das klingt nicht besonders sexy, ja, aber wir müssen uns auf die Pflichtaufgaben einer Stadt konzentrieren.

Wenn Sie jetzt sofort 3 Dinge an Augsburg ändern könnten – welche? 

Wer sein Auto auf einem Park-and-Ride-Parkplatz parkt, kann kostenlos mit Bus und Straßenbahn in die Innenstadt fahren. Das wäre auch für den Einzelhandel ein Gewinn, weil dann nicht alle dazu animiert werden, in der City-Galerie zu parken.

Die Altstadt würde ich vom Verkehr befreien. Es ist so schön, dass sich dort inzwischen wieder viele kleine, individuelle und kreative Geschäfte angesiedelt haben. Aber es kann einem passieren, dass man aus einem Laden kommt und fast von einem Außenspiegel mitgerissen wird.

Bei den Stadtwerken würde ich darauf drängen, dass sie auch Lastenfahrräder verleihen – wie sie das mit dem Carsharing bereits mit Autos machen.

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Wie bewerten Sie persönlich den bisherigen Wahlkampf?

Ich habe mir ja gleich zu Beginn das Projekt vorgenommen, 1.000 Augsburgerinnen und Augsburger persönlich zu treffen. Momentan bin ich bei 702 – und fand jede dieser Unterhaltungen für mich persönlich bereichernd. Wie auch immer die Wahl ausgeht, ob ich gewählt werde oder nicht – für mich ist der Wahlkampf dadurch schon jetzt ein Gewinn.

Welches Thema hat für Sie die höchste Priorität, wenn Sie Augsburgs Bürgermeister werden?

Natürlich müssen wir zunächst die Schulsanierung voranbringen. Es wäre geradezu töricht, an der Bildung weiter zu sparen. Denn nur wenn wir einen gut ausgebildeten, neugierigen, experimentierfreudigen Nachwuchs haben, werden wir Augsburg lebenswert erhalten können. Und nur mit gut ausgebildeten Menschen finden wir Lösungen für die Klimaneutralität, für die Wohnungsnot, für den Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt, für den Verkehr der Zukunft.

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Stadt Augsburg?

Die Stärken sind die Menschen, die hier wohnen. Ich habe in meinem Reporterleben 52 verschiedene Länder in aller Welt bereist – und soll ich Ihnen was sagen: Mancherorts wäre es gut, es gäbe dort ein paar Augsburger mehr. Denn Augsburger verstehen es, trotz knapper Kassen ihre eigene Stadt immer attraktiver zu machen. Nicht so gut an Augsburg gefällt mir der viel zu viele Autoverkehr – obwohl wir eigentlich Fahrradstadt sein wollen. Tatsächlich sind wir eine Autostadt mit Fahrradverkehr.

Was hätten Sie sich für das erste Jahr Ihrer Amtszeit vorgenommen?

Ich verabschiede einem 5-Jahres-Plan für die Sanierungen von Schulen und Sportstätten. Das klingt nicht besonders sexy, ja, aber wir müssen uns auf die Pflichtaufgaben einer Stadt konzentrieren.

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Die Altstadt würde ich vom Verkehr befreien. Es ist so schön, dass sich dort inzwischen wieder viele kleine, individuelle und kreative Geschäfte angesiedelt haben. Aber es kann einem passieren, dass man aus einem Laden kommt und fast von einem Außenspiegel mitgerissen wird.

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