OB-Wahl 2020 in Augsburg: Folge 7

Christian Pettingers politisches Vorbild ist Mahatma Gandhi

Wie fühlen sich Augsburgs Politiker im Hinblick auf die anstehende Kommunalwahl Mitte März? Wir haben bei Christian Pettinger, ÖDP, nachgefragt. Dabei hat er uns verraten, warum seine Partei derzeit einen Zustrom erlebt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was ist Ihre derzeitige Stimmungslage im Hinblick auf die Wahl am 15. März?

Christian Pettinger: Die ÖDP erlebt derzeit einen in ihrer Geschichte einmaligen Zuspruch: Nicht zuletzt mit unserem Artenschutzvolksbegehren „Rettet die Bienen" haben wir scheinbar den Nerv getroffen. Auch das Ergebnis der zurückliegenden Europawahl und der stete Zustrom neuer Mitglieder bestärkt uns in unserer Politik. Wir rechnen daher mit einem deutlich höheren Ergebnis als 2014. Bis zur Wahl gibts noch viel zu tun, aber wir sind mit Feuereifer bei der Sache.

Welche Politiker aus der Vergangenheit haben Sie geprägt und vielleicht sogar beeinflusst?

Mahatma Gandhi ist mit seiner Politik der Gewaltlosigkeit ein echtes Vorbild für mich. Von ihm stammt auch der Satz: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse aber nicht für jedermanns Gier." Dieser Satz steht wie kein anderer für den Markenkern der ÖDP. 

Wie definieren Sie den Job als Bürgermeister?

Ein Bürgermeister vermag nichts ohne den Stadtrat. Er sollte alle politischen Kräfte im Rat integrieren und dafür sorgen, dass auf Augenhöhe um die besten Lösungen gerungen wird. Rollenverteilungen wie im Bundestag haben im Stadtrat eigentlich nichts verloren.

Welches Thema hat für Sie die höchste Priorität, wenn Sie Augsburgs Bürgermeister werden?

Mit dem Klimawandel geht es um das Überleben. Daher haben für mich alle Themen Priorität, die darauf einen Einfluss haben: Stadtbegrünung, Verkehrswende, Energiewende, Gebäudesanierung und weitere.

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Stadt Augsburg?

Eine Schwäche ist es, dass in Augsburg viel zu lange eine autozentrierte Verkehrspolitik betrieben wurde, das macht den notwendigen Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr und das Fahrrad nicht leicht. Positiv ist jedoch, dass Augsburg mit seinen Grünzonen viele wertvolle Naherholungsräume hat. Diese gilt es zu erhalten und auszuweiten, um die Lebensqualität zu steigern.

Wenn Sie jetzt sofort 3 Dinge an Augsburg ändern könnten – welche? 

Das wäre erstens eine häufigere Beteiligung der Stadt an klimakritischen Unternehmen, wie beispielsweise dem Flughafen. Außerdem die Tarifgestaltung und die Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs, aber auch die Einflussnahme der Wirtschaft auf die Stadtpolitik.

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Welche Politiker aus der Vergangenheit haben Sie geprägt und vielleicht sogar beeinflusst?

Mahatma Gandhi ist mit seiner Politik der Gewaltlosigkeit ein echtes Vorbild für mich. Von ihm stammt auch der Satz: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse aber nicht für jedermanns Gier." Dieser Satz steht wie kein anderer für den Markenkern der ÖDP. 

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Ein Bürgermeister vermag nichts ohne den Stadtrat. Er sollte alle politischen Kräfte im Rat integrieren und dafür sorgen, dass auf Augenhöhe um die besten Lösungen gerungen wird. Rollenverteilungen wie im Bundestag haben im Stadtrat eigentlich nichts verloren.

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Mit dem Klimawandel geht es um das Überleben. Daher haben für mich alle Themen Priorität, die darauf einen Einfluss haben: Stadtbegrünung, Verkehrswende, Energiewende, Gebäudesanierung und weitere.

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Eine Schwäche ist es, dass in Augsburg viel zu lange eine autozentrierte Verkehrspolitik betrieben wurde, das macht den notwendigen Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr und das Fahrrad nicht leicht. Positiv ist jedoch, dass Augsburg mit seinen Grünzonen viele wertvolle Naherholungsräume hat. Diese gilt es zu erhalten und auszuweiten, um die Lebensqualität zu steigern.

Wenn Sie jetzt sofort 3 Dinge an Augsburg ändern könnten – welche? 

Das wäre erstens eine häufigere Beteiligung der Stadt an klimakritischen Unternehmen, wie beispielsweise dem Flughafen. Außerdem die Tarifgestaltung und die Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs, aber auch die Einflussnahme der Wirtschaft auf die Stadtpolitik.

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