OB-Wahl 2020 in Augsburg: Folge 9

Bruno Marcon: „Wir sollten unsere Visionen verwirklichen“

Die Kommunalwahlen in Augsburg stehen am 15. März an. Wir haben bei den lokalen Politikern nachgefragt, wie die aktuelle Stimmung ist. Bruno Marcon, Augsburg in Bürgerhand, hat uns im Interview verraten, was ihn am aktuellen Wahlkampf stört.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Welche Politiker aus der Vergangenheit haben Sie geprägt und vielleicht sogar beeinflusst?

Bruno Marcon: Mich haben keine Politiker geprägt, sondern Menschen, die nicht nur Eigeninteressen pflegen, sondern sich auch für Familie, Freunde und Gesellschaft einsetzen.

Wie bewerten Sie persönlich den bisherigen Wahlkampf?

Mich stört, wenn Regierende und Parteien im Wahlkampf nicht enden wollende Versprechungen machen, die sie in der Vergangenheit hätten einlösen können, dies aber nicht getan haben. Das ist ein Grund, warum sich Menschen hintergangen fühlen und das Vertrauen in Parteien massiv abnimmt. Wir brauchen mehr aktive Bürger, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Wie definieren Sie den Job als Bürgermeister?

Der Oberbürgermeister muss in der Lage sein, Menschen zusammenzuführen, bürokratische Hemmnisse abzubauen, die Verwaltung im Sinne der Bürger auszurichten und überparteiliche Problemlösungen anzuregen.

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Stadt Augsburg?

Die Stärke Augsburgs liegt in den Menschen, die für die Errungenschaften unserer Stadt gesorgt haben. Eine Schwäche liegt im wirtschaftlichen Bereich. Zu lange haben sich die Stadtregierungen an Großbetrieben orientiert, die uns heute durch Betriebsschließungen einen hohen Verlust an Arbeitsplätzen aufbürden. Vor allem der Dienstleistungssektor, das Handwerk und mittelständische Unternehmen müssen entwickelt werden. Ich trete ein für Fördermaßnahmen für 1000 junge Start-ups mit öko-sozialer Perspektive.

Wenn Sie eine Entscheidung ohne jegliche Abstimmung treffen dürften, welche wäre das?

Der Oberbürgermeister muss Moderator sein. Er muss in der Lage sein, zu motivieren. Dazu gehört, Entscheidungen abzustimmen und Teilhabe zu ermöglichen. Er muss in der Lage sein, Lösungen voranzutreiben aber keine einsamen Entscheidungen zu fällen.

Was hätten Sie sich für das erste Jahr Ihrer Amtszeit vorgenommen?

Eine ganze Palette von Maßnahmen ist einzuleiten. Neben dem schon genannten Kassensturz müssen mögliche Spareffekte und Kostenalternativen beim Theaterbau geprüft werden. Handlungskonzepte gegen Immobilien- und Mietpreisexplosionen sind aufzustellen und der massive Ausbau von bezahlbarem Wohnraum ist einzuleiten.

Wenn Sie jetzt sofort 3 Dinge an Augsburg ändern könnten – welche?

Wir müssen an Augsburg nichts ändern – wir sollten unsere Visionen für eine solidarische Stadt verwirklichen. Nicht nur drei, sondern viele. Das ist möglich.

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Mich stört, wenn Regierende und Parteien im Wahlkampf nicht enden wollende Versprechungen machen, die sie in der Vergangenheit hätten einlösen können, dies aber nicht getan haben. Das ist ein Grund, warum sich Menschen hintergangen fühlen und das Vertrauen in Parteien massiv abnimmt. Wir brauchen mehr aktive Bürger, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Wie definieren Sie den Job als Bürgermeister?

Der Oberbürgermeister muss in der Lage sein, Menschen zusammenzuführen, bürokratische Hemmnisse abzubauen, die Verwaltung im Sinne der Bürger auszurichten und überparteiliche Problemlösungen anzuregen.

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Wenn Sie eine Entscheidung ohne jegliche Abstimmung treffen dürften, welche wäre das?

Der Oberbürgermeister muss Moderator sein. Er muss in der Lage sein, zu motivieren. Dazu gehört, Entscheidungen abzustimmen und Teilhabe zu ermöglichen. Er muss in der Lage sein, Lösungen voranzutreiben aber keine einsamen Entscheidungen zu fällen.

Was hätten Sie sich für das erste Jahr Ihrer Amtszeit vorgenommen?

Eine ganze Palette von Maßnahmen ist einzuleiten. Neben dem schon genannten Kassensturz müssen mögliche Spareffekte und Kostenalternativen beim Theaterbau geprüft werden. Handlungskonzepte gegen Immobilien- und Mietpreisexplosionen sind aufzustellen und der massive Ausbau von bezahlbarem Wohnraum ist einzuleiten.

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