Hightech-Frage, Folge 23

„Wie verändert Hightech Aus- und Weiterbildung, Herr Dr. Schultz?“

Dr. Albert Schultz, CEO der Magnet-Schultz GmbH & Co. KG. Foto: Magnet-Schultz
Modernste Technologien verändern zunehmend die Arbeitsplätze. Um Schritt halten zu können, müssen Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand der Entwicklungen gehalten werden. Deshalb setzt Dr. Albert Schultz, CEO der Magnet Schultz mit Sitz in Memmingen, auf konsequente Weiterbildung.

„Wie verändert Hightech die Aus- und Weiterbildung der eigenen Fachkräfte, Herr Dr. Schultz?“

Als Hightech Unternehmen benötigen auch wir zunehmend mehr Fachkräfte, die mit neuen Technologien und komplexen Prozessen sehr gut umgehen können. Die steigende Automatisierung und anhaltende Notwendigkeit zur Prozessoptimierung führen zwangsläufig zu Aus- und Weiterbildung auf anspruchsvollem Niveau. Der Stellenwert der dualen Ausbildung bei Magnet-Schultz ist seit Jahrzehnten hoch. Mit Blick auf die konstant hohen Anforderungen in Technologie, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit wird dies weiterhin bekräftigt. Darauf aufbauend ist deutlich spürbar, dass sich immer mehr Mitarbeiter nach ihrer Ausbildung Weiterqualifizierungen wünschen. Die Mitarbeiter sehen die rasante produkt- und technologieorientierte Entwicklung bei Magnet-Schultz und erkennen die Notwendigkeit, ihr Wissen zu erhalten beziehungsweise weiter auszubauen. Hier unterstützen und fördern wir unsere Mitarbeiter. So wollen wir uns nachhaltig als Spezialist für individuelle Hightech-Lösungen positionieren.

Dabei konzentrieren wir uns nicht nur darauf, Personen mit qualifizierter Ausbildung oder einem Hochschulabschluss weiterzubilden. Wir ermöglichen ebenfalls unseren angelernten Mitarbeitern im Rahmen von Umschulungsmaßnahmen einen anerkannten Ausbildungsberuf zu erlernen. Über diesen Weg konnten bereits zahlreiche Mitarbeiter als Maschinen- und Anlagenführer, Oberflächenbeschichter oder Fachlageristen ausgebildet werden. Einerseits können wir damit dem gewachsenen Bedarf an Fachkräften Rechnung tragen, andererseits können unsere Mitarbeiter langfristig so ihre eigene Arbeitsmarktqualifikation erhöhen. Denn Hightech bedeutet für die Aus- und Weiterbildung ebenfalls, dass der Bedarf an Anlernkräften sinkt, dafür der Anteil an qualifiziertem Personal steigt.

Hightech Unternehmen wie Magnet-Schultz erforden daher weiterhin ein anspruchsvolles Niveau in der Aus- und Weiterbildung. Gelingen kann dies unter anderem durch berufliche Weiterqualifizierung an regionalen Technikerschulen. Insbesondere der Bereich Mechatronik ist hier von großer Bedeutung. Um die benötigten Fachkräfte halten zu können, ist diese Qualifizierung idealerweise ortsnah und berufsbegleitend. Darüber hinaus ist die Entwicklung auch persönlicher und methodischer Kompetenzen laufend notwendig. All dies sind für uns wesentliche Aspekte, um weiterhin Spitzentechnologie für anspruchsvolle Branchen liefern zu können. Mit klugen Automatisierungslösungen können wir an einem lohnintensiven Standort wie Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig bleiben und in der Region attraktive Arbeitsplätze schaffen.

Im Profil: Magnet-Schultz (MSM) ist spezialisiert auf elektromagnetische Aktorik, Sensorik und Ventiltechnik. MSM entwickelt individuelle Hightech-Lösungen für Branchen wie Aerospace, Automotive, Elektromechanik, Hydraulik, Medizintechnik und Pneumatik. Das Familienunternehmen wird in der 4. Generation geführt. Magnet-Schultz zählt 2.600 Beschäftigte an Standorten in Europa, den USA und China.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Herrn Dr. Schultz haben weitere Persönlichkeiten aus der Region für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Technologie aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

Zur vorangegangenen Folge der Hightech-Fragen gelangen Sie hier.

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