Hightech-Frage, Folge 15

„Welche Rolle spielt Hightech im Alltag, Herr Kenzel?“

Gabriel Kenzel, Inhaber der Firma Uni-Rad in Augsburg-Bergheim. Foto: Uni-Rad
Hightech, keine Frage? Doch, eine. Diesmal an Gabriel Kenzel, Inhaber der Firma Uni-Rad in Augsburg-Bergheim.

„Welche Rolle spielt Hightech im Alltag?“

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe werden oft auch einfach nur als „Carbon“ bezeichnet. Sie sind vielen Menschen kein Begriff oder nur vage bekannt. Kein Wunder, denn der extrem stabile Leichtbauwerkstoff wird bisher vor allem in der Luft- und Raumfahrt sowie in teuren Sportwägen und teilweise in Betonbauteilen verwendet. Wer also nicht beruflich mit einer der genannten Branchen zu tun hat, hat daher höchstwahrscheinlich noch nie etwas aus Carbon in Händen gehalten und kennt das Material allenfalls aus einer Dokumentation im Fernsehen.

Dies beginnt sich jedoch gerade zu ändern. Vom Radsport und Tennis bis hin zum Modellflugzeugbau: Das Hightech-Material aus Luft- und Raumfahrt erobert verschiedene Teilbereiche der Sport- und Freizeit-Branche. Allmählich kommt so das Hightech-Material Carbon im Alltag der Menschen an. Immer mehr Branchen erkennen seine Vorteile: Neben dem geringen Gewicht ist das Material sehr stabil, langlebig und rostfrei.

Im Radsport-Bereich erfreuen sich Fahrradrahmen aus Carbon seit ein paar Jahren großer Beliebtheit. Insbesondere Rennrad- und Mountain Bike-Besitzer erkennen den Nutzen eines leichten, aber dennoch stabilen Fahrrads. Sie nehmen daher gerne den höheren Preis in Kauf.

Fahrrad-Schutzbleche aus Carbon gab es bisher allerdings noch nicht. Denn Carbon ist recht spröde und splittert bei einem Bruch scharfkantig. Aufgrund der Verletzungsgefahr bei Unfällen ist es daher für Schutzbleche ungeeignet. Das wollten wir unbedingt ändern. Deshalb haben wir ein Carbon-Material entwickelt, das weniger spröde und sehr flexibel ist. Dadurch lässt es sich auch als Schutzblech anwenden.

Unser Ziel ist es nun, größere Stückzahlen zu niedrigeren Preisen zu produzieren. So wollen wir unsere Hightech-Schutzbleche aus „Flexi-Carbon“ so vielen passionierten Radfahrern wie nur möglich anbieten. Damit das gelingt, führen wir derzeit eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter durch. Damit wollen wir jedoch nicht nur Fahrrad-Fans auf uns aufmerksam machen, sondern auch verschiedenste Vertreter des produzierenden Gewerbe. Denn wir glauben, dass unser flexibles Carbon noch viel mehr kann. Wir hoffen, dass durch unsere Kampagne andere auf das neuartige Material aufmerksam werden und eigene Alltags-Produkte daraus entwickeln.

Im Profil: Gabriel Kenzel ist Inhaber der Firma Uni-Rad. Das Unternehmen ist derzeit hauptsächlich im Bereich Fahrrad-Handel und -Reparatur tätig. Seit einigen Jahren gehört allerdings auch eine Tüftler-Werkstatt in Augsburg-Bergheim zum Unternehmen. Dort entwickelt und produziert das Team von Uni-Rad innovative Fahrrad-Komponenten aus carbonfaserverstärktem Kunststoff.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Herrn Kenzel haben weitere Persönlichkeiten aus der Region für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Hightech aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

Zur vorangegangenen Folge der Hightech-Fragen gelangen Sie hier.

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Gabriel Kenzel, Inhaber der Firma Uni-Rad in Augsburg-Bergheim. Foto: Uni-Rad
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„Welche Rolle spielt Hightech im Alltag?“

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe werden oft auch einfach nur als „Carbon“ bezeichnet. Sie sind vielen Menschen kein Begriff oder nur vage bekannt. Kein Wunder, denn der extrem stabile Leichtbauwerkstoff wird bisher vor allem in der Luft- und Raumfahrt sowie in teuren Sportwägen und teilweise in Betonbauteilen verwendet. Wer also nicht beruflich mit einer der genannten Branchen zu tun hat, hat daher höchstwahrscheinlich noch nie etwas aus Carbon in Händen gehalten und kennt das Material allenfalls aus einer Dokumentation im Fernsehen.

Dies beginnt sich jedoch gerade zu ändern. Vom Radsport und Tennis bis hin zum Modellflugzeugbau: Das Hightech-Material aus Luft- und Raumfahrt erobert verschiedene Teilbereiche der Sport- und Freizeit-Branche. Allmählich kommt so das Hightech-Material Carbon im Alltag der Menschen an. Immer mehr Branchen erkennen seine Vorteile: Neben dem geringen Gewicht ist das Material sehr stabil, langlebig und rostfrei.

Im Radsport-Bereich erfreuen sich Fahrradrahmen aus Carbon seit ein paar Jahren großer Beliebtheit. Insbesondere Rennrad- und Mountain Bike-Besitzer erkennen den Nutzen eines leichten, aber dennoch stabilen Fahrrads. Sie nehmen daher gerne den höheren Preis in Kauf.

Fahrrad-Schutzbleche aus Carbon gab es bisher allerdings noch nicht. Denn Carbon ist recht spröde und splittert bei einem Bruch scharfkantig. Aufgrund der Verletzungsgefahr bei Unfällen ist es daher für Schutzbleche ungeeignet. Das wollten wir unbedingt ändern. Deshalb haben wir ein Carbon-Material entwickelt, das weniger spröde und sehr flexibel ist. Dadurch lässt es sich auch als Schutzblech anwenden.

Unser Ziel ist es nun, größere Stückzahlen zu niedrigeren Preisen zu produzieren. So wollen wir unsere Hightech-Schutzbleche aus „Flexi-Carbon“ so vielen passionierten Radfahrern wie nur möglich anbieten. Damit das gelingt, führen wir derzeit eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter durch. Damit wollen wir jedoch nicht nur Fahrrad-Fans auf uns aufmerksam machen, sondern auch verschiedenste Vertreter des produzierenden Gewerbe. Denn wir glauben, dass unser flexibles Carbon noch viel mehr kann. Wir hoffen, dass durch unsere Kampagne andere auf das neuartige Material aufmerksam werden und eigene Alltags-Produkte daraus entwickeln.

Im Profil: Gabriel Kenzel ist Inhaber der Firma Uni-Rad. Das Unternehmen ist derzeit hauptsächlich im Bereich Fahrrad-Handel und -Reparatur tätig. Seit einigen Jahren gehört allerdings auch eine Tüftler-Werkstatt in Augsburg-Bergheim zum Unternehmen. Dort entwickelt und produziert das Team von Uni-Rad innovative Fahrrad-Komponenten aus carbonfaserverstärktem Kunststoff.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Herrn Kenzel haben weitere Persönlichkeiten aus der Region für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Hightech aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

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