Hightech-Frage, Folge 19

„Welche Gefahren drohen durch Hightech in der IT, Herr Wirth?“

Tobias Wirth, Geschäftsführer und Inhaber der fly-tech IT GmbH & Co. KG. Foto: fly-tech
Gerade im IT-Bereich sind neueste Technologien nicht wegzudenken. Dennoch kann Hightech auch Risiken mit sich bringen. Das sagt Tobias Wirth, Geschäftsführer und Inhaber von fly-tech, dazu.

„Welche Gefahren drohen durch Hightech im IT-Bereich, Herr Wirth?“

Die größte Gefahr? Gar nicht damit anfangen.

Manche Unternehmen haben Angst vor dem Thema Hightech im Allgemeinen. Andere haben Bedenken, nicht gut genug darauf vorbereitet zu sein. Doch diese Themen sind so neu und so vielfältig, dass man sich am besten einfach daran versucht – mit dem Wissen, Entscheidungen korrigieren zu müssen. Etwas ausprobieren, verbessern und wieder ausprobieren. Das ist die beste Herangehensweise. Intern und extern.

Extern kann ich zum Beispiel ganz einfach den Kundenservice optimieren. Sagen wir, ich habe eine Elektrofirma und das Thema Terminvereinbarung funktioniert nicht so gut, die Kunden beschweren sich immer wieder. Nun ermögliche ich den Kunden, Termine über das Handy zu buchen. Das ist ein kleines Projekt, das schnell umgesetzt werden kann. Durch besseren Service kann man sich auch von Mitbewerbern unterscheiden.

Genauso funktioniert das auch intern. Wenn ich neuartige Arbeitsplätze für meine Mitarbeiter schaffe, dann habe ich nicht die Garantie, dass alle damit sofort glücklich sind. Aber irgendwann muss damit angefangen werden, um flexibel zu bleiben und um sich auf die neue Generation von Fachkräften einzustellen. Für den Anfang sind kleine Veränderungen wichtig. Ein Beispiel: Bisher war Heimarbeit nicht möglich, weil der Mitarbeiter von zu Hause aus nicht genauso arbeiten konnte wie in der Firma. Nun sorge ich dafür, dass der Mitarbeiter das kann. Und starte für drei Freiwillige das Pilotprojekt drei Monate Homeoffice.

Eines darf bei dem Thema nie vergessen werden: Jeder muss seine Hausaufgaben zum Thema Sicherheit und Datenschutz machen. Mit Cloud-Technologien ist es mittlerweile so einfach wie noch nie, hochwertige Technik auch kleinen Unternehmen zugänglich zu machen. Zum Beispiel mit Collaborations-Plattformen. Diese sind einfach und schnell einzuführen. Am Schluss hat das Unternehmen dann ein eigenes kleines Intranet. Das ist absolut sicher – und macht wirklich Spaß.

Im Profil: Tobias Wirth ist Geschäftsführer und Inhaber der Firma fly-tech. Er hat das Unternehmen im Jahr 2000 im Alter von 17 Jahren gegründet. Heute sind bei dem IT-Dienstleister 30 Mitarbeiter beschäftigt. Hier werden moderne Arbeitsplätze konzipiert, strukturiert und verwirklicht. Auch in der eigenen Firma: Das neue Hightech-Büro in Derching an der A8 werden die fly-tech-Mitarbeiter ab Mai 2018 beziehen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Herrn Wirth haben weitere Persönlichkeiten aus der Region für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Hightech aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

Zur vorangegangenen Folge der Hightech-Fragen gelangen Sie hier.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben