Hightech-Frage, Folge 20: Nicolai Prinz

„Warum investiert die BayBG in bayerisch-schwäbische Hightech?“

Nicolai Prinz, Senior-Projektmanager der BayBG Bayerischen Beteiligungsgesellschaft. Foto: BayBG
Schnell wachsen geht nicht ohne Hilfe. Die Beteiligungs-Gesellschaft BayBG unterstützt schwäbische Unternehmen dabei. Senior-Projektmanager Nicolai Prinz erläutert, warum sich das rentiert.

„Warum findet die BayBG Beteiligungen an Hightech aus Bayerisch-Schwaben eigentlich lohnend, Herr Prinz?“

Schwaben hat eine hohe industrielle Wertschöpfungsdichte und ist durch eine Vielzahl mittelständischer Betriebe geprägt. Hightech ist hier selbstverständlich, hier zu Hause. Ich denke zum Beispiel an Automation und Mechatronik, Maschinenbau, Roboter- und Sensortechnik, neue Werkstoffe wie Carbon und Umwelttechnologie.

Die BayBG engagiert sich regelmäßig bei zukunftsorientierten Technologie-Unternehmen. So arbeitet sie in Schwaben mit zahlreichen, weltweit tätigen Unternehmen zusammen, die sich oftmals auf Nischen spezialisiert haben. Hinter diesen innovativen Unternehmen stehen immer dynamische, kreative Menschen. Davon gibt es in Schwaben viele. Lassen Sie mich daher einfach an einem Beispiel zeigen, warum schwäbische Unternehmen und BayBG zusammenpassen:

Da ist die Friedberger Tichawa Vision GmbH, ein typischer Familienbetrieb mit 25 Mitarbeitern. Das 1997 von Christine und Dr. Nikolaus Tichawa gegründete Unternehmen entwickelt und produziert Industriescanner zur Qualitätskontrolle. Die Hightech-Kamerasysteme für die Oberflächeninspektion sind weltweit im Einsatz. Darüber hinaus wurde Tichawa auf der „Automate 2017“, der größten nordamerikanischen Fachmesse für Automatisierungstechnik, mit den „Innovators Award“ ausgezeichnet. Konkret werden die Hochleistungs-Scanner zum Beispiel bei der Inspektion von Lebens- oder Arzneimittel-Verpackungen eingesetzt.

Gerade in den vergangenen fünf Jahren stieg die Nachfrage nach Prüf-Qualitätsscannern dynamisch. Dieses Wachstum erforderte eine Betriebserweiterung. 2017 hat Tichawa daher in Augsburg-Lechhausen eine neue Fertigungshalle eingeweiht.

Ein typisches Szenario, warum Hightech-Beteiligungen in Schwaben für beide Seiten attraktiv sind. Da ist ein erfolgreiches, technologieorientiertes Zukunfts-Unternehmen, das mit einer Sprunginvestition neue Absatz-, Produkt- oder Technologiewege gehen will. Mit einer Beteiligung kann das Unternehmen die Investition ausgewogen finanzieren. Insgesamt begleitet die BayBG so in Schwaben aktuell rund 90 Unternehmen aller Branchen, davon viele Technologie-Unternehmen.

Auf eine konsequente Digitalisierung setzt da zum Beispiel auch die Kemptener Gastfreund GmbH, die für die gesamte Fremdenverkehrs- und Tourismus-Kommunikation einer Urlaubsregion digitale Medien einsetzt. Mit einer direkten Beteiligung begleitet die BayBG auch dieses Unternehmen auf seinem Erfolgsweg.

Im Profil: Die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH ist eine der größten Beteiligungskapital- und Venture-Capital-Gesellschaften für den Mittelstand. Sie ist aktuell bei rund 500 Unternehmen, davon rund 90 in Schwaben, mit 315 Millionen Euro engagiert. Mit ihren Venture Capital- und Beteiligungsengagements ermöglicht sie mittelständischen Unternehmen die Umsetzung von Innovations- und Wachstumsvorhaben, die Regelung der Unternehmensnachfolge oder die Optimierung der Kapitalstruktur.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Herrn Prinz haben weitere Persönlichkeiten aus der Region für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Technologie aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

Zur vorangegangenen Folge der Hightech-Fragen gelangen Sie hier.

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