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WALTER BAU-AG
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WALTER BAU-AG

WALTER BAU-AG

Weil die thailändische Regierung sich vehement weigerte, Schulden zu begleichen, hat ein Neu-Ulmer Insolvenz-Verwalter drastisch reagiert. Er setzte eine Boeing 737 in München fest.

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 Einen äußerst spektakulären Coup hat Wirtschaftsprüfer Werner Schneider gelandet. Schneider ist Insolvenz-Verwalter der WALTER BAU-AG, die seit 2005 insolvent ist. Durch Geschäfte in Thailand stehen der insolventen WALTER BAU-AG immer noch dreißig Millionen Euro zu. Der säumige Schuldner ist seit mehreren Jahren die Regierung von Thailand.

Thailands Kronprinz flog die Boeing

Aus diesem Grund trat der Insolvenz-Verwalter der WALTER BAU-AG vor das Kammergericht Berlin. Dort erwirkte er eine sog. Sicherungs-Vollstreckung, eine Pfändung. Objekt der Begierde: Eine Boeing 737 der Royal Thai Air Force, die sich im Besitz der Regierung Thailands befindet.  Maha Vajiralongkorn, der Kronprinz von Thailand, soll diese Maschine selbst sehr gern und regelmäßig geflogen sein. Seit gestern Nachmittag schob der Insolvenz-Verwalter dem einen Riegel vor: Die Boeing 737 wurde am Flughafen München sicher gestellt.

Pfändung des Flugzeug als „Ultima Ratio“

„Wir versuchen im Insolvenz-Verfahren der WALTER BAU-AG seit vielen Jahren eine berechtigte Forderung von mehr als 30 Millionen Euro durchzusetzen. Diese drastische Maßnahme ist quasi die Ultima Ratio“, erklärte Werner Schneider.  Der Wirtschaftsprüfer von der Neu-Ulmer Kanzler Schneider, Geiwitz & Partner ist der Insolvenz-Verwalter der WALTER BAU-AG.

Regierung von Thailand verweigerte Zahlung

Durch „alle juristischen Instanzen“ habe er die Altforderung der WALTER BAU-AG gebracht. Letztlich hat auch ein internationales Schiedsgericht diese Ansprüche rechtskräftig festgestellt. Die Regierung von Thailand spielte aber immer wieder auf Zeit und reagierte nicht auf die Forderungen des Insolvenz-Verwalters. Auch das Einschalten entsprechender Stellen der deutschen Regierung blieb erfolglos.

Diskrete Nachforschungen

Die Beschlagnahme eines Flugzeuges, welches sich im Besitz der Regierung von Thailand befindet, dient nun der Befriedigung der Forderungen der WALTER BAU-AG. Die Suche nach der Maschine  war sehr aufwändig und musste sehr diskret erfolgen. Andernfalls hätte eine Vorwarnung die Maschine aus Thailand womöglich dem Zugriff des Insolvenz-Verwalters entzogen.

Streit zwischen WALTER BAU und Thailand seit zwanzig Jahren

Der Grund der Forderung für die Rechts-Streitigkeiten zwischen Thailand und der WALTER BAU-AG reicht mehr als 20 Jahre zurück. Das Unternehmen DYWIDAG (fusionierte 2001 mit der WALTER BAU-AG) beteiligte sich am Bau einer Maut-Autobahn zwischen Bangkok und dem Flughafen Don Muang. Dabei gab es eine Vielzahl von Vertrags-Verstößen seitens der thailändischen Regierung. Dies führte  2007 schließlich dazu, dass die dann schon insolvente WALTER BAU-AG die Anteile an der Betreiber-Gesellschaft verkaufte.

Thailand schon zwei Jahre im Verzug

Gleichzeitig machte die WALTER BAU-AG gegenüber der Regierung Thailands Ansprüche auf Schadensersatz geltend. Diese Ansprüche basierten unter anderem auf einem Investitions-Schutzabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Thailand. Ein Schiedsgericht bestätigte am 1.7.2009 die Rechtmäßigkeit der Ansprüche der WALTER BAU-AG. Dennoch weigert sich Thailand zu zahlen, ohne den Schiedsspruch überhaupt anzufechten.   

Insolvenz-Verwalter pfändete bereits Flugzeug

Es ist nicht das erste Mal, dass Insolvenz-Verwalter Schneider ein Flugzeug pfändet. Bereits 2005 wurde durch Schneider ein Flugzeug der libanesischen Fluggesellschaft Middle East Airlines (MEA) in Istanbul sicher gestellt. Die Medienberichte, so Schneider, hätten der Regierung von Thailand eigentlich eine Warnung sein können.

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