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Landkreis Neu-Ulm will Behördengänge vereinfachen
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Ausbau in Digitaler Verwaltung

Landkreis Neu-Ulm will Behördengänge vereinfachen

 „Mit Roland Bürzle verliert der Landkreis einen absoluten Aktivposten.", so der amtierende Landrat Thorsten Freudenberger. Foto: Landratsamt Neu-Ulm
„Mit Roland Bürzle verliert der Landkreis einen absoluten Aktivposten.", so der amtierende Landrat Thorsten Freudenberger. Foto: Landratsamt Neu-Ulm

Bund und Ländern wollen den Verwaltungsapparat vereinfachen. Immer mehr Formulare sollen deshalb digitalisiert werden. Stellvertretend für den Wandel steht das Pilotprojekt „Digitallabor Bayern“.

Das Pilotprojekt „Digitallabor Bayern“ hat sich zum Ziel gesetzt, die bisher üblichen Papieranträge und Formulare zu digitalisieren. Dabei soll ein standardisierter, „digitaler Werkzeugkasten“ in Form einer Management-Software zum Einsatz kommen.

Pro Jahr sollen 21 Formulare digitalisiert werden

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Aus jedem Regierungsbezirk in Bayern wurde ein Landkreis für das Projekt ausgewählt. Pro teilnehmenden Landratsamt sollen innerhalb eines Jahres 21 wichtige Verwaltungsleistungen online bereitgestellt werden. Diese können aus Bereichen wie Gaststätten- und Gewerberecht, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheits- und Veterinärwesen, Jagd- und Fischereiwesen oder dem Straßenverkehrswesen stammen.

Zunächst erfolgt Testverlauf

Als Gemeinschaftsprojekt mit dem Innovationsring des Bayerischen Landkreistages werden die gewählten Verwaltungsdienstleistungen zunächst in den Projekt-Landkreisen entwickelt und erprobt. Im Moment ermittelt das Landratsamt Neu-Ulm nun die passenden Formulare, mit denen es das Projekt realisieren möchte.

Mit der Management-Software zur Arbeitsteilung

Die Management-Software ermöglicht es, den sieben Pilotlandratsämtern, ihre bestehenden pdf-Formulare in „portalfähige“ Online-Formulare zu verwandeln. Es ist vorgesehen, dass jedes Landratsamt die Federführung für drei Online-Verwaltungsleistungen übernimmt.

Diese werden dann mit der Software umgesetzt und die erstellten Web-Dokumente anschließend den übrigen Pilot-Landratsämtern, zur gegebenenfalls weiteren Anpassung an die örtlichen Verhältnisse, zur Verfügung stellt. Die Entwicklungssoftware wird fast zu 100 Prozent aus Fördergeldern des Freistaates finanziert. Deshalb dürfen in der ersten Stufe auch nur staatliche Formulare digitalisiert werden.

Bayern will Bundesgesetz vor 2020 realisiert wissen

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Hintergrund zu dem Projekt ist das Online-Zugangsgesetz (OZG), das Teil des Koalitionsvertrages der aktuellen Bundesregierung ist. Das OZG sieht vor, dass Bund, Länder und Kommunen bis Ende 2022 alle Verwaltungsdienstleistungen in Deutschland auch digital über Portale anbieten. Bayern möchte dieses Ziel bereits bis spätestens Ende 2020 erreichen und die 54 wichtigsten Verwaltungsverfahren als Online-Services für Bürger im Freistaat zur Verfügung stellen. Dies hat das Bayerische Kabinett beschlossen.

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