Leuchtturmprojekt

Hochschule Ulm errichtet 38,4 Millionen Euro teuren Neubau

Das Neubau-Modell Albert-Einstein-Allee der Hochschule Ulm. Foto: Hochschule Ulm
Beschlossen wurde die Bausumme  für den energietechnischen Bau vom Landtag von Baden-Württemberg. Der Spatenstich für den Neubau an der Hochschule Ulm soll bereits im Frühjahr 2018 erfolgen.

Über die bereitgestellte Bausumme von 38,4 Millionen Euro hinaus stehen weitere 1,9 Millionen Euro für die Erstausstattung bereit. Es ist das größte Projekt in der Förderlinie „Bildungsbauten im Effizienzhaus-Plus-Standard“. Das Projekt wird mit rund 1,08 Millionen Euro vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützt. An die Zusage zur Förderung ist gekoppelt, dass das Gebäude am Campus Albert-Einstein-Allee bis Ende 2020 in Betrieb geht.

„Ein klares Zeichen“ für den Hochschulstandort

„Das ist ein klares Zeichen der Landesregierung, wie wichtig der Hochschulstandort im Allgemeinen und die Hochschule Ulm im Speziellen für das Wissenschaftsland Baden-Württemberg ist“, betont Rektor Prof. Volker Reuter. „Damit können wir unseren Studierenden ausgezeichnete Studienbedingungen bieten. Das ‚Energie-Effizienzhaus Plus‘, bei dem die Energiebilanz positiv ausfällt, soll auch als Reallabor eingerichtet werden. So können die Bauteile und die Bauausstattung selbst für die Lehre und die angewandte Forschung beispielsweise in der Energietechnik genutzt werden. Damit ist Energietechnik auf neuestem technologischen Stand praktisch lehr- und erlebbar“.

Neubau ersetzt das Gebäude in der Eberhard-Finckh Straße

Das Gebäude wird mit Unterstützung des Studiengangs Digital Media interaktiv gestaltet. So wird beispielsweise im Foyer ein digitales Info-Board installiert, das sich je nach aktueller Energieproduktion des Gebäudes selbständig an- und abschaltet. Der Ersatzneubau wird vor allem für die Bereiche Elektro- und Energietechnik ausgestattet. So sollen dort gut 1.000 Studierende Zugang zu neuesten Technologien für ihr Studium erhalten. Das neue Gebäude wird den bisherigen Standort in der Eberhard-Finckh Straße in Böfingen ablösen. Für die Hochschule Ulm bedeutet dies, dass die Ressourcen auf zwei großen Campus-Standorte gebündelt werden können. Alle umliegenden Flächen gehören ebenfalls dem Land, so dass auch langfristig gute Entwicklungsmöglichkeiten für den Standort gesichert sind. Beispielsweise wäre es zukünftig auch denkbar, kleine Anlagen für wissenschaftliche Experimente im Campus-Umfeld aufzubauen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben