EU-Sondergipfel

Handwerkskammer Ulm: „Zusätzliche Bürokratie trifft uns“

Im Vorfeld des EU-Sondergipfels zum Haushalt 2021-2027 hat sich der Vorstand der Handwerkskammer Ulm zu aktuellen politischen Themen in Brüssel ausgetauscht. Insbesondere die Auswirkungen weiterer neuer Europäischer Richtlinien auf die Finanzierung der Handwerksbetriebe standen im Vordergrund.

„Unsere Handwerksbetriebe, Volksbanken und Sparkassen verbindet eine gewachsene und bewährte Finanzierungsstruktur. Zusätzliche Bürokratie und Haftungsdruck für Banken trifft erst die kleineren und regional agierenden Banken überproportional – und dann und damit unsere Betriebe durch Bürokratie und Kosten in ihrer Finanzierung. Und das müssen wir in Brüssel laut und deutlich platzieren“, erklärte Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm.

Daten werden zum Wettbewerbsvorteil

Weiteres Thema des Austauschs waren die anstehenden Überlegungen zur Daten- und Plattformökonomie. In einer neuen Strategie bereitet die EU-Kommission Maßnahmen für einen gesicherten Zugang und einen fairen Umgang mit Daten vor. Hintergrund ist, dass große Konzerne und Hersteller den Zugang zu Daten immer stärker kontrollieren und so in die Wertschöpfungsketten eingreifen und sich zwischen Handwerkern und Kunden platzieren. „Handwerksbetriebe wollen ihren Kunden gute Dienstleistungen, wie eine vorausschauende Wartung und schnelle Reparaturen, anbieten können. Dazu müssen sie in Echtzeit auf Daten zugreifen können, wie zum Beispiel Daten in Fahrzeugen oder von Heizungen und Smart-Home-Anlagen oder Produktionsmaschinen. Alles andere verzerrt den Wettbewerb und entzieht den Handwerksbetrieben den Boden des Wirtschaftens“, betont Joachim Krimmer.

European Green Deal: Chance fürs Handwerk

Im Mittelpunkt des Austausches mit dem Europaabgeordneten Norbert Lins stand auch der European Green Deal. Lins sieht den Green Deal (Maßnahmenpaket für einen nachhaltigen ökologischen Wandel) als Chance auch fürs Handwerk: „Wir können jetzt viele Themen richtig entscheiden. Die Europäische Union kann sich erneuern. Wir können in Europa Technologieführer werden oder bleiben und beispielsweise über Innovationsfähigkeit den Klimaschutz vorantreiben oder die Artenvielfalt auch mit technischen Möglichkeiten erhalten.“

Ohne das Handwerk kann Europa nicht grün werden

„Europa kann nicht grün werden, wenn das Handwerk nicht die richtige Technik im Keller einbaut und Smart Grids (intelligentes Stromnetz) installiert. Regional aufgestelltes Handwerk trägt den Green Deal in die Fläche. Wir sind Mitgestalter des Green Deals. Uns ist dabei wichtig, dass die Veränderung sozial ausgewogen geschieht“, fasst der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, Dr. Tobias Mehlich, die Meinung des Handwerks zusammen. „Es ist niemandem geholfen, wenn wir grün werden, aber Teile der Gesellschaft abhängen.“

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