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Die Bildungsakademie Friedrichshafen, die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) und die pro.Di GmbH qualifizieren bisher Arbeitssuchende. Mit finanzieller Unterstützung der Arbeitsagentur Ravensburg werden diese zum anerkannten Ausbildungsberuf „Teilezurichter“ umgeschult. Am 2. April startet die nächste Umschulung. Die Bildungsakademie Friedrichshafen der Handwerkskammer Ulm und die IHK Bodensee-Oberschwaben arbeiten bereits seit vielen Jahren im gewerblich-technischen Weiterbildungs-Bereich zusammen. So lag auch eine Zusammenarbeit in einer Umschulung zum „Teilezurichter“ nahe. Die Bildungsakademie verantwortet die fachpraktische Qualifizierung und die IHK die Theorievorbereitung. Als dritter Partner übernimmt die pro.di GmbH die Teilnehmer-Organisation und -Betreuung sowie die Praktikums-Betreuung. Besonders wichtig ist hier aber auch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Diese übernimmt die komplette Finanzierung und arbeitet auch in der Teilnehmer-Gewinnung aktiv mit.
Praktikum als zentraler Bestandteil der Umschulung
Ein zentraler Bestandteil der Umschulung ist das Praktikum. In diesem werden zum einen die in der Umschulung vermittelten Kenntnisse vertieft. Zum anderen können aber auch Kontakte zu potenziellen künftigen Arbeitgebern hergestellt werden. Das Unternehmen intratec Schmock GmbH in Weingarten bietet zum Beispiel derzeit zwei Umschülern ein solches Praktikum. „Aus unserer Sicht ist ein Praktikum der ideale Einstieg für beide Seiten. Unser Unternehmen hat 48 fest angestellte Mitarbeiter – acht davon sind Auszubildende. Spitzen decken wir über Leiharbeitnehmer ab. Uns ist bewusst, dass der Arbeitsmarkt nahezu leer ist, und deshalb setzen wir auf Ausbildung – und auch auf solche Praktika“, so Geschäftsführer Kilian Berger.
Wichtiger Baustein für Mitarbeiter
Auch die beiden Praktikanten Valerij Hahn und Mario Forderer sehen ein solches Praktikum als wichtigen Baustein an. „Das vielseitige Aufgabengebiet und das Betriebsklima – offen, direkt und ehrlich –, das gefällt mir hier gut“, beschreibt Mario Forderer seine Erfahrung. Er war auch im ersten Praktikum bereits bei Intratec. Valerij Hahn hat besonders viel Freude an der Aufgabe Drehen und Fräsen – und er ist bereits dabei, sich zu bewerben. Mario Forderer würde gerne bei intratec bleiben. „Wir prüfen gerade eine Übernahmemöglichkeit“, so Kilian Berger. „Wenn wir weiter wachsen wollen wie bisher, benötigen wir gute Mitarbeiter. Dabei zählen wir zunächst auf die Grundtugenden Höflichkeit, Fleiß und Pünktlichkeit. Unsere Teamphilosophie bietet da auch eine gute Möglichkeit, neue Mitarbeiter zu integrieren“.
Ideale Ausbildungs-Bedingungen in den Werkstätten
Auch die Qualifizierungspartner sind davon überzeugt, dass diese Praktika für die Umschüler wichtig sind. „Wir bieten in unseren Werkstätten ideale Ausbildungs-Bedingungen. Im Produktionsprozess machen die Teilnehmer wichtige zusätzliche Erfahrungen“, so Erwin Adamczak, Leiter der Bildungsakademie. Friedrich Kern von pro.di übernahm die gesamte Koordination und die Praktikums-Vermittlung: „Es ist toll, wenn man sieht, dass sich Praktikanten wohl fühlen und auch für sie interessante Aufgaben finden.“ „Fachkräfte werden zu Mangelware. Zugleich gibt es aber Menschen, die noch unversorgt sind und vielleicht bisher einfach nicht die richtige Aufgabe gefunden haben. Wenn es uns gemeinsam als Wirtschaftskammern mit der Unterstützung von pro.di und der Agentur für Arbeit gelingt, sowohl unsere Mitglieds-Unternehmen wie auch die Arbeitssuchenden zu unterstützen und zusammenzubringen, dann ist das geradezu ideal“, so Jürgen Schatz von der IHK.
Sehr niedrige Arbeitslosenquote in der Region Bodensee-Oberschwaben
Die Region Bodensee-Oberschwaben, insbesondere auch der bisherige Agenturbezirk Ravensburg, zeichnet sich durch eine sehr niedrige Arbeitslosenquote aus. „Dennoch ist es wichtig, nicht aufzugeben und auch für die noch Unversorgten gute Zukunfts-Perspektiven zu schaffen. Unsere Mittel sind gut eingesetzt, wenn persönliche Eigenschaften künftiger Fachkräfte mit guten Kompetenzen ausgestattet werden. In dieser Kooperation zeichnet sich das so ab“, bestätigt Oliver Zerdak von der Arbeitsagentur Ravensburg.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.weingarten.ihk.de, www.hk-ulm.de oder www.arbeitsagentur.de