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Die Allgaier GmbH investiert in ihren Heimatlandkreis Neu-Ulm und baut für 20 Millionen Euro eine neue Produktionshalle in Elchingen. In dem rund 17.000 Quadratmeter großen Neubau soll nach Fertigstellung die Sparte Exportverpackung angesiedelt werden. Für den Logistikdienstleister ist es neben einer baulichen Erweiterung eine „bewusste Entscheidung für die Region.“
Sowohl Fertigstellung als auch Inbetriebnahme sind für Ende 2027 geplant. Das bestätigte Allgaier auf Anfrage der B4B-Redaktion.
Aktuell finde ein wesentlicher Teil der Produktion des Geschäftsbereichs noch in einem Mietobjekt statt. Mit dem Neubau will der Logistikdienstleister deshalb eine Grundlage für bessere Planbarkeit schaffen. Gleichzeitig sei es so möglich, sämtliche Zweige der Sparte an einem Ort zu bündeln und Prozesse damit effizienter zu gestalten. Darüber hinaus steht auch der Faktor Nachhaltigkeit im Fokus: Die gesamte Halle wird als Effizienzgebäude nach Massivholzbauweise von der Köster GmbH errichtet.
Das neue Werk soll eine Produktionsfläche von 10.000 Quadratmetern sowie ein Fertigwarenlager von 4.000 Quadratmetern bekommen. Die restlichen 3.000 Quadratmeter sollen sich aus einer befahrbaren Kranhalle und Büroflächen zusammensetzen. Die gesamte Halle wird als Effizienzgebäude nach KfW-55-Standard in Massivholzbauweise errichtet, Wärmepumpen und eine Stromversorgung durch die unternehmenseigene PV-Anlage unterstreichen diesen ressourcenschonenden Ansatz.
Laut dem Logistikdienstleister handelt es sich um die größte Investition der jüngsten Unternehmensgeschichte – und das in mehrfacher Hinsicht. Neben einer zukunftssicheren Produktion ist die Investition für Allgaier auch ein Standortbekenntnis. „Gerade in der aktuell wirtschaftlich herausfordernden Phase möchten wir ein Zeichen setzen, denn wir glauben an die Zukunft des Wirtschafts- und Produktionsstandortes Deutschland“, so Frank Bolz und Donat Ruess, seit Anfang 2024 gemeinsame Geschäftsführer des Unternehmens. Dabei steht konkret auch die Region Ulm/Neu-Ulm im Fokus: Dort ist das Familienunternehmen seit bald 50 Jahren ansässig und will auch künftig weiter wachsen. So soll die neue Halle auch die Attraktivität von Allgaier als Arbeitgeber stärken und damit vorhandene Fachkräfte binden und neue anziehen. Eine Kombination aus modern ausgestatteten Arbeitsplätzen und nachhaltiger Bauweise soll dazu beitragen. 100 Mitarbeitende am Hauptsitz Neu-Ulm werden künftig in der neuen Produktionsstätte arbeiten, für sie wird Allgaier einen Shuttle-Service einrichten. Der Aufbau weiterer Arbeitsplätze sei vorerst nicht geplant, so das Unternehmen auf Nachfrage von B4B.