Wichtige Verkehrsachse

A8: Entscheidender Bauabschnitt wird am Donnerstag freigegeben

Bis zum 28. September wird die A8 bei Merklingen vollständig für den Verkehr freigegeben. Foto: Regierungspräsidium Tübingen
Am 28. September wird  ein weiterer Bauabschnitt der A8 vollständig für den Verkehr geöffnet. Dies soll die Wirtschaft enorm entlasten. Doch wie es mit einem anderen, besonders heiklen Streckenabschnitt weitergeht, ist noch immer unklar.

Der Ausbau der A8 um Merklingen schreitet voran. Die Richtungsfahrbahn Stuttgart wurde bereits am 18. August dieses Jahres eröffnet. Am 28. September wird auch die Richtungsfahrbahn München vollständig für den Verkehr freigegeben.

Verkehrsfluss soll wesentlich verbessert werden

Noch diese Woche hat also die rund fünf Kilometer lange Baustelle zwischen Temmenhausen und der Tank- und Rastanlage Aichen ein Ende. Dass die A8 in diesem Bereich dreispurig ausgebaut wurde, plus Standstreifen, soll den Verkehrsfluss wesentlich verbessern. Der Verkehr soll zudem sicherer werden, weniger Stress für die Autofahrer wird erwartet. Das Tempolimit liegt zwischen 80 und 120 Kilometern pro Stunde.

Vielbefahrene Strecke auf wichtiger Verkehrsachse

Stand Juni 2017 wurden im betroffenen Bauabschnitt um Merklingen circa 73.000 Kraftfahrzeuge innerhalb von 24 Stunden gemessen. In der Zeit von Montag bis Freitag liegt der Schwerverkehrsanteil durchschnittlich bei 20 Prozent. Die A8 stellt als Teil der europäischen Verkehrsachse „Frankreich – Deutschland – Österreich – Südosteuropa“ die wichtigste Ost-West-Straßenverbindung im süddeutschen Raum dar. Sie nimmt allein deshalb eine herausragende Stellung für den Transitverkehr von Wirtschaftsgütern ein. Der Ausbau der Bundesautobahn gilt deshalb als besonders wichtig.

A8-Ausbau: Das sind die weiteren Schritte

Den Abschluss der Bauarbeiten bildet die Verkehrsfreigabe noch lange nicht: Voraussichtlich bis Mitte Oktober 2017 kann der dritte Bauabschnitt vollständig fertiggestellt werden. Bis zum Ende des Jahres startet außerdem die heiße Phase in den vierten Bauabschnitt. Dazu wird der gesamte Verkehr auf die neue Richtungsfahrbahn Stuttgart umgelegt. Ab 2018 soll die neue Richtungsfahrbahn München hergestellt werden. Ab November dieses Jahres fällt dazu der Startschuss für den ersten Bauabschnitt: Die Fahrbahn und zwei Brücken werden provisorisch erweitert.

Am Drackensteiner Hang staut sich’s weiter

Während die A8 um Stuttgart herum schon ausgebaut ist und die Arbeiten vor Stuttgart weiter voranschreiten, bleibt eigentlich nur noch die Frage: Wie geht es rund um das Nadelöhr Lämmerbuckel/Drackensteiner Hang weiter? Tatsächlich bleibt die Verkehrsführung beim Albaufstieg zunächst unverändert. Langfristig soll die Strecke zwischen Mühlhausen und Hohenstadt jedoch ausgebaut werden. Hier entsteht dann ein neuer Albaufstieg. Das Regierungspräsidium Stuttgart bereitet derzeit die Fortsetzung des Planfeststellungsverfahrens für den entsprechenden Bereich vor. Stimmt der Bund den Plänen zu, wird das Verfahren innerhalb eines Jahres abgeschlossen. Dem folgen europaweite Ausschreibungen. Bei einem Großprojekt wie diesem werden für die Planung mindestens zwei bis drei Jahre eingerechnet. Der Bau selbst wird wohl weitere fünf Jahre in Anspruch nehmen.

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