Ausfälle

Streik: Ryanair streicht Flüge auch in Memmingen

Ein Flieger der Gesellschaft Ryanair. Foto: Ulrich Pfaffenberger/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Am Freitag, 10. August, fallen 250 Flüge der Fluggesellschaft Ryanair aus. Grund ist ein Streik der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Auch am Allgäu Airport starten einige Flieger nicht.

Wie der Flughafen Memmingen auf seiner Webseite mitteilt, werden am 10. August 2018 drei abgehende und drei ankommende Flüge gestrichen. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Thessaloniki, Sevilla und Warschau. Deutschlandweit sind 250 der insgesamt über 2.400 Flüge abgesagt worden.

Ryanair bieten Rückerstattung und Umbuchung an

Kunden, die von den Streichungen betroffen sind, wurden bereits am 8. August kontaktiert. Sie können eine Rückerstattung, eine kostenlose Umbuchung auf den nächsten verfügbaren Flug oder einen vergleichbaren Ersatzflug erhalten. Der Flugbetrieb wird am Samstag, den 11. August 2018, wieder normal aufgenommen werden, kündigt Ryanair an.

Kenny Jacobs spricht von „unnötigen Streiks“

„Wir bedauern die Entscheidung der VC, diese unnötige Streikaktion fortzusetzen, da wir bereits am Freitag (3. August) einen überarbeiteten Vorschlag für einen Tarifvertrag vorgelegt und unsere Absicht bekundet haben, gemeinsam einen Tarifvertrag zu erzielen. Wir haben VC zudem eingeladen, sich mit uns am Donnerstag (7. August) zu treffen, aber sie hat auf diese Einladung nicht geantwortet“, so Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, in einem offiziellen Statement. Weiter kritisiert er das kurzfristige Vorgehen der Gewerkschaft: „Wir haben VC gebeten, uns mit mindestens sieben Tagen Vorlauf über geplante Streiks in Kenntnis zu setzen, damit wir unsere Kunden im Voraus über gestrichene Flüge informieren und ihnen alternative Flüge oder Rückerstattungen anbieten können. Dies hat VC jedoch abgelehnt und stattdessen einen unnötigen Streik mit nur zwei Tagen Vorlaufzeit in Deutschland ausgerufen.“

190.000 Euro Gehalt jährlich

Jacobs führt in seinem Statement weiter aus, Ryanair sei bereit „die Verhandlungen fortzusetzen“. Gleichzeitig fordert er, die „Drohung eines ungerechtfertigten und unnötigen Streiks“ aufzuheben. „Unsere Piloten in Deutschland genießen hervorragende Arbeitsbedingungen. Sie verdienen bis zu 190.000 Euro jährlich und erhielten neben den Zusatzleistungen eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent zu Beginn dieses Jahres. Ryanair-Piloten verdienen mindestens 30 Prozent mehr als Eurowings- und 20 Prozent mehr als Norwegian-Piloten“, so der Chief Marketing Officer.

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