Verbesserung der Grundversorgung

Stadtrat Memmingen beschließt Neubau eines Kombibades

Eine große Mehrheit des Stadtrats stimmt für das Ganzjahresbad. Trotz der hohen Kosten soll es finanziell von Vorteil sein. Geplant ist, die Schwimmbadnutzer in die Planung zu involvieren.

Der Neubau eines ganzjährig nutzbaren Kombibades wurde vom Stadtrat in seiner jüngsten Plenumssitzung bei vier Gegenstimmen der ÖDP-Fraktion beschlossen. Die Stadträte sprachen sich damit mehrheitlich gegen eine Sanierung der bestehenden Bäder aus. Somit stimmten sie klar für den Bau eines Ganzjahresbades auf dem Gelände des bisherigen Freibades. „Ich freue mich sehr über die wegweisende Entscheidung des Stadtrats“, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder. Er dankte den Stadträten, den Planungsteams, Vereinsvertretern und allen Beteiligten für ihren großen Einsatz bei der Entscheidungsfindung. „Ich bin zuversichtlich, dass wir im weiteren partizipativen Planungsprozess auch die noch offenen Punkte zur Zufriedenheit klären werden“, sagte er.

Realisierung des Projekts

Realisiert werden soll das neue Bad auf der Basis eines Kapazitäts- und Betriebskonzeptes der auf Bäder spezialisierten Unternehmensberatung Altenburg. Dabei sollen Details des Raumgefüges, beispielsweise die Anzahl der Schwimmbahnen, in einem Planungsprozess gemeinsam mit Nutzern des Bades festgelegt werden. Idealerweise, erklärte Oberbürgermeister Manfred Schilder, sollten diese Gespräche im Januar 2020 laufen. Die Investitionskosten sind brutto auf rund 33 Millionen Euro veranschlagt. Der jährliche Unterhalt liegt dabei auf rund 2,5 Millionen Euro im Vergleich zu knapp einer Millionen Euro bislang.

Gute Grundversorgung durch das Kombibad

Da das Raumkonzept eine Saunalandschaft ausschließe, stimme die ÖDP-Fraktion gegen den Beschlussvorschlag, erklärte ÖDP-Fraktionsvorsitzender Michael Hartge. Die zu erwartenden Einnahmen einer Sauna seien von der Firma Altenburg „extrem konservativ gerechnet“. Eine Sauna lasse sich vielmehr kostendeckend betreiben, betonte Hartge.

Sehr positiv wurde dagegen das Konzept der Fachfirma Altenburg von den anderen Fraktionen beurteilt. SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Ressler lobte, dass durch das neue Kombibad eine gute Grundversorgung in Memmingen gegeben sein werde. Erfreulich sei, dass das geplante Kursbecken als Bewegungsbad dienen könne. Dem stimmte auch CSU-Fraktionsvorsitzender Horst Holas zu. Die CSU stehe voll hinter dem Kombibad-Konzept und setze in den Detailfragen auf einen Dialog mit den maßgeblichen Nutzern des Bades. Auch CRB-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Courage schloss sich dem an. Der CRB sei sehr erfreut über den anstehenden Planungsprozess mit den Schwimmbadnutzern Anfang 2020.

Altes Hallenbad bleibt vorerst bestehen

FW-Fraktionsvorsitzender Helmut Börner bekräftigte, das Altenburg-Konzept erfülle die Bedürfnisse und beende das bisherige Wunschkonzert. Er betonte, dass während der Bauzeit das bestehende Hallenbad dringend weiterbetrieben werden müsse. Stadträtin Corinna Steiger mahnte höhere Kosten eines Neubaus im Vergleich zu einer Sanierung an, da unter anderem viel Geld in den ÖPNV investiert werden müsse. Unternehmensberater Dietmar Altenburg hakte hier ein und erklärte, dass das Ein-Standort-Konzept finanziell vorteilhafte Synergien mit sich bringe. Auch bei einer Sanierung würden die jährlich laufenden Unterhaltskosten höher ausfallen als bislang.

Prof. Dr. Dieter Buchberger sprach für die Fraktion der Grünen und lobte, dass man mit dem Neubau ein deutlich besseres Konzept erhalte. Sehr positiv sei, dass das Alleinstellungsmerkmal des aktuellen Freibades, die Liegewiese mit altem Baumbestand, erhalten bleibe. Buchberger regte an, das neue Bad fossilfrei zu bauen und mit Wärmepumpe zu planen.

„So ein Bad lässt sich von der Stadt Memmingen betreiben“, erklärte Stadtkämmerer Jürgen Hindemit. Die Stadt werde für die anstehenden Investitionen zwei bis drei Millionen Euro aus Eigenmitteln aufbringen und auch Schulden aufnehmen. „Bei diesem Bad habe ich ein deutlich besseres Gefühl. Ganz anders wäre es, wenn wir eine Sauna mit Gastronomiebetrieb stemmen müssten.“ 

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