Corona-Jahr

Flughafen Memmingen mit „blauem Auge“ davongekommen

Der Flughafen Memmingen hat während der Pandemie deutlich weniger Fluggäste empfangen. Weshalb der Airport trotzdem optimistisch in die Zukunft blickt und ab wann mit einem möglichen Start Urlaubsverkehr gerechnet wird.

Nach Rekordwerten 2019 hat der Flughafen Memmingen 2020 aufgrund der Corona-Pandemie einen deutlichen Rückgang bei Fluggästen und -bewegungen zu verzeichnen. Im bundesweiten Vergleich traf es den Allgäu Airport jedoch weit weniger hart als andere Flughäfen. Mit verhaltenem Optimismus schaue man deshalb in die Zukunft und rechne mit einem möglichen Start des Urlaubsverkehrs an Pfingsten.

Anzahl der Fluggäste „mehr als halbiert“

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Ein Plus von 15,4 Prozent im Fluggastaufkommen zeigte der Geschäftsjahresabschluss 2019: über 1,7 Millionen Passagiere waren am Flughafen Memmingen gelandet oder gestartet. In der Bilanz 2020 sind nurmehr 690.780 Fluggäste dokumentiert. „Corona hat die Zahl unserer Passagiere mehr als halbiert“, stellt Airport Geschäftsführer Ralf Schmid fest. Der Rückgang der Flugbewegungen fiel deutlich geringer aus und listete ein Minus von 25 Prozent auf 17.436 – im Vorjahr war es eine Anzahl von 23.345.

Im Vergleich: Zweitgeringster Rückgang deutschlandweit

„Vergleicht man unsere Zahlen mit denen anderer deutscher Airports, so sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, resümiert Schmid. Denn im Schnitt aller Flughäfen verzeichnet Memmingen mit minus 60 Prozent den zweitgeringsten Rückgang bei den Passagieren deutschlandweit. „2020 war ein Jahr voller Herausforderungen“, bilanziert Ralf Schmid. „Wir erlebten eine Berg- und Talfahrt mit zahlreichen Überraschungen.“ Einem guten Start folgte im April ein vierwöchiger Stopp aller Linien- und Charterflüge.

Bisher keine existenziellen Auswirkungen

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Die noch nicht beendete Krise habe jedoch für das Unternehmen Flughafen bisher keine existenziellen Auswirkungen. Man habe in Abstimmung mit den Arbeitnehmern und dem Aufsichtsrat schnell reagiert und für die Flughafen Memmingen GmbH und die Tochter ALLgate GmbH, die zusammen rund 160 Mitarbeiter beschäftigen, Kurzarbeit beantragt. Geplante Investitionen wurden wo möglich verschoben. Für das laufende Jahr sind die Verantwortlichen verhalten optimistisch.

Neuerungen im Aufsichtsrat

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Zum Jahreswechsel hat es auch Veränderungen im Aufsichtsrat der Flughafen Memmingen GmbH gegeben. Auf Michael Schilling, der den Gründungsgesellschafter Dachser seit den ersten Tagen des Airports vertreten hat, folgte Stephan Hohm. Als neuer stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender fungiert nun Dr. Albert Schultz, der den Gründungsgesellschafter Magnet Schultz Memmingen vertritt. Neu im Gremium ist auch der Günzburger Landrat Dr. Hans Reichart, als ehemaliger bayerischer Verkehrsminister ein ausgewiesener Experte in Sachen Verkehrspolitik.  

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