B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Die Zukunft spielt im Unterallgäu
Studie

Die Zukunft spielt im Unterallgäu

Das Unterallgäu ist aktuell die zukunftsfähigste Region Deutschlands. Foto: Adobe Stock/ Ilhan Balta
Das Unterallgäu ist aktuell die zukunftsfähigste Region Deutschlands. Foto: Adobe Stock/ Ilhan Balta

Laut einer Studie ist das Unterallgäu die zukunftsfähigste Region in Deutschland. Doch auch andere Kreise in Bayerisch-Schwaben sind vorne mit dabei.

Wie zukunftsfähig und attraktiv sind die verschiedenen Regionen in Deutschland? Dieser Frage widmet sich die aktuelle Studie „Die demografische Lage der Nation“. Ein allgemeingültiges Erfolgsrezept gibt es dabei nicht, so die Studienautoren des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Wüstenrot Stiftung. Aber eine Region in Bayerisch-Schwaben scheint ihr Erfolgsrezept gefunden zu haben: das Unterallgäu. Mit einer Gesamtnote von 2,4 liegt das Unterallgäu auf Platz eins und ist damit die Region in Deutschland, die am besten für die Zukunft gerüstet scheint. Bei der letzten Studie 2019 lag das Unterallgäu noch auf Platz 28.

Seit 2004 untersucht die Studie, wie gut Deutsch­lands Regionen für die Zukunft aufgestellt sind. Untersucht wurden alle 400 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Dabei betrachtet die Studie 26 Indikatoren aus vier Dimensionen: Demografie, Wirtschaft, Bildung und soziale Bedingungen. Platz zwei und drei belegten diesmal der Landkreis München und Ebersberg.

Abonnieren Sie den B4B-Newsletter und erhalten Sie die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten aus Bayerisch-Schwaben direkt in Ihr Postfach.

Bevölkerung im Unterallgäu wächst

Das Unterallgäu profitiert laut der Studie vor allem vom Zuzug und einer deutlich überdurchschnittlichen Prognose für das Bevölkerungswachstum. Bis 2045 werde es hier 11 Prozent mehr Menschen geben. Zum Vergleich: In Deutschland insgesamt werde die Bevölkerung bis 2045 um zwei Prozent schrumpfen. Rund zwei Drittel der 400 Kreise und kreisfreien Städte werden Bevölkerung verlieren.

Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau liegt bei 1,64, deutschlandweit bei 1,32. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Menschen im Unterallgäu sind jünger als 35 Jahre. Je mehr junge Menschen es gibt, heißt für die Studie, dass auf längere Sicht ausreichend Erwerbstätige in der Region leben sowie Menschen, die eine Familie gründen könnten.

Indikator Wirtschaft

Im Bereich Wirtschaft liegt das Unterallgäu mit einer Note von 2,41 auf Rang 12. In allen Indikatoren hat sich das Unterallgäu hier in den vergangenen Jahren verbessert. Das Unterallgäu zählt mit einem BIP von 94.748 Euro je sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu den Kreisen mit dem höchsten BIP. Der Durchschnitt aller Kreise liegt bei 85.665 Euro. Allerdings ist Ingolstadt hier Spitzenreiter mit knapp 176.000 Euro.

Lesen Sie auch dieses Interview mit einem Unterallgäuer Unternehmer:Josef Hundegger: „Uns bleibt nur die Flucht nach vorne“

Ebenfalls für die Stärke der Wirtschaft ist entscheidend, wie gut Frauen, ältere Menschen und Menschen mit einer anderen Staatsbürgerschaft in den Arbeitsmarkt eingebunden sind. In diesen Kategorien liegt das Unterallgäu im oberen Mittelfeld. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wirtschaftlich erfolgreiche Regionen Ältere und Menschen ohne deutschen Pass häufiger in Beschäftigung bringen. Gerade wenn Arbeitskräfte knapper werden, macht das einen Unterschied“, sagt Frederick Sixtus, Projektkoordinator Demografie Deutschland am Berlin-Institut.

Auch Mit der Innovationskraft liegt das Unterallgäu im Mittelfeld: Auf 1.000 Einwohner werden sieben Unternehmen gegründet.

Lesen Sie, welche Unterallgäuer Unternehmen gewonnen haben:Drei schwäbische Unternehmen gewinnen Bayerischen Mittelstandspreis

Wenig Jugendarbeitslosigkeit

Im Bereich Bildung landete das Unterallgäu mit einer Note von 2,75 auf Rang 65. Mit eingeflossen ist, wie viele Menschen ohne Abschluss die Schule verlassen und wie hoch die Jugendarbeitslosigkeit ist. Hier schnitt das Allgäu sehr gut bis gut ab. Dementsprechend gibt es im Unterallgäu etwas mehr Ausbildungsplätze als Nachfrage. Ebenfalls betrachtet wurde, wie viele Beschäftigte es mit einem akademischen Abschluss gibt.

Der Bereich Soziales wurde für das Unterallgäu mit einer Note von 3,17 bewertet (Rang 98). Hier wurden unter anderem das Angebot für Ganztagsbetreuung, die Größe der Erholungsflächen, Kinderarmut und Vereine betrachtet.

So zukunftsfähig ist Bayerisch-Schwaben

Insgesamt liegen 18 der Top20 Regionen in Bayern. Vier davon in Bayerisch Schwaben: neben dem Spitzenreiter Unterallgäu hat es das Ostallgäu von vormals Platz 77 auf Platz 14 geschafft. Der Landkreis Augsburg kletterte von Platz 84 auf Platz 16. Und Aichach-Friedberg verbesserte sich von Platz 50 auf Platz 20.

Unter die Top100 schafften es bis auf die Stadt Augsburg auch die anderen Regionen Bayerisch-Schwabens:

  • Rang 23: Memmingen
  • Rang 33: Neu-Ulm
  • Rang 35: Kempten
  • Rang 47: Günzburg
  • Rang 54: Dillingen an der Donau
  • Rang 57: Oberallgäu und Donau-Ries
  • Rang 82: Lindau (Bodensee)
  • Rang 94: Kaufbeuren

Die Stadt Augsburg landete mit einer Gesamtnote von 3,29 auf Rang 136.

Artikel zum gleichen Thema