Flugverkehr

Corona-Krise: Allgäu Airport beschränkt den Flugverkehr

Aufgrund des Coronavirus wird der Betrieb am Flughafen Memmingen eingeschränkt. Starts und Landungen können dann nur noch nach vorheriger Anmeldung stattfinden.

Am Allgäu Airport werden in dieser Woche nur noch vereinzelt Linienmaschinen fliegen. Ab dem 5. April wird dann der reguläre Betrieb für zwei Wochen eingeschränkt. Die Passagierzahlen sind wegen der Pandemie drastisch gesunken: „Im März mussten wir einen Rückgang um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen“, so Geschäftsführer Ralf Schmid vom Flughafen Memmingen. Knapp 60.000 Passagiere seien in diesem Monat von und nach Memmingen geflogen. Im Jahr zuvor seien es rund 125.000 gewesen.

Flugverkehr kommt zum Stillstand

Die meisten Fluggesellschaften haben ihren Betrieb eingestellt oder beschränkt. Nun kommt auch der Linienflugverkehr in Memmingen zum Erliegen. „Ab dem 5. April werden wir für die nächsten beiden Wochen die sogenannte PPR-Regelung anwenden“, sagt Schmid. PPR steht für „Prior Permission required“ und bedeutet, dass Linienflüge, Hilfs- und Rettungsflüge, Organtransporte oder der Betrieb von Businessjets nur nach vorheriger Anmeldung stattfinden können. Auch das Terminalgebäude wird in dieser Zeit geschlossen sein.

Gesellschaften nehmen die Lage ernst

Die Fluggesellschaften Ryanair, Pobeda, Corendon und FlyEgypt haben die Flüge ab Memmingen gestrichen. Auch Wizz Air wird den Betrieb einstellen, plant aber ab Mitte April einzelne Flüge nach Ohrid, Skopje, Sofia und Tirana. Der Reiseveranstalter Amos hat die Flüge nach Neapel abgesagt, die in der Zeit zwischen dem 26. April und dem 14. Juni hätten stattfinden sollen. Der Veranstalter Globalis hat den Sondercharter nach Lamezia Terme von April auf Ende September verschoben, wegen der besonders gefährlichen Lage in Italien.

Unterstützung der bayerischen Landesregierung

„Die Flughafen Memmingen GmbH ist ein wichtiger Teil unserer Verkehrsinfrastruktur in Bayern“, so Klaus Holetschek, Staatssekretär im Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. Deswegen habe die bayerische Landesregierung Unterstützung angeboten. „Gerade in der aktuellen Krise spielt der Flughafen eine wichtige Rolle, wie beispielsweise für Hilfs- und Rettungsflüge.“

Krise stellt keine existenzielle Gefahr dar

Der Allgäu Airport und die Tochtergesellschaft ALLgate GmbH haben bereits Kurzarbeit beantragt. Beschäftigt sind dort rund 160 Mitarbeiter. Laut Schmid stelle die momentane Krise für das Unternehmen keine existenzielle Gefahr dar. Die geplanten Investitionen sowie Baumaßnahmen werden vorerst stillgelegt und verschoben.

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