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Die Allgäuland-Käsereien GmbH hat beschlossen, ihr Werk in Bad Wörishofen noch in diesem Jahr zu verkaufen. Nach Angaben von Radio RSA hat Allgäuland 70 Millionen Euro Schulden. Auch die Milchmenge geht bei Allgäuland zurück. Allgäuland optimiert nun seine Werksstruktur. Daher trennt sich Allgäuland vom Werk Bad Wörishofen.
Neue Einheits-Genossenschaft
Die Allgäuland-Käsereien bauen Schritt für Schritt die geplante Einheits-Genossenschaft Allgäuland-Bergbauern eG auf. Die neue Satzung und der neue Milchliefer-Vertrag sind in den letzten Abstimmungs-Zügen. Mit einem im Februar ausgezahlten Milchpreis von 33,3 Cent pro kg nähert man sich beim Allgäuland aktuell immer mehr dem Wettbewerb an. Darüber hinaus werden weitere notwendige Restrukturierungs-Maßnahmen der Unternehmens-Struktur von Allgäuland in die Wege geleitet.
Bereits das vierte Werk wird geschlossen
Bereits Mitte 2009 gab Allgäuland die Schließung von drei Werken bekannt (B4B SCHWABEN berichtete). Die Werke Dettingen, Augsburg und Tübingen vom Allgäuland standen vor dem sicheren Aus. Nun folgt Bad Wörishofen. Allgäuland will sein Werk in Bad Wörishofen verkaufen oder einen Kooperations-Partner finden, der das Werk weiter führt. In Bad Wörishofen sind derzeit 50 Allgäuland-Mitarbeiter beschäftigt. Diese sollen vom Käufer oder Kooperations-Partner des Werks Bad Wörishofen übernommen werden.
Milchmenge geht zurück
Nach Angaben der Augsburger Allgemeine wendeten sich viele Bauern vom Allgäuland ab. Das Risiko, Milch-Erzeuger zu verlieren, bestand für Allgäuland bereits Ende 2010 (B4B SCHWABEN berichtete). Für Allgäuland bedeutet das Verhalten der Bauern gegenüber Allgäuland Einbußen bei der Milch-Lieferung. Auch wegen der zurückgehenden Milchmenge ändert Allgäuland seine Werksstruktur nun.
Allgäuland wird umstrukturiert
Das Unternehmen Allgäuland wird derzeit um- und restrukturiert. Allgäuland will sich schlanker und kosteneffizienter organisieren. Das soll die Zukunft der Erzeuger und damit die des Unternehmens Allgäuland absichern. Dazu setzt Allgäuland auf zukunftsfähige Standorte und wettbewerbsfähige Produkte. Das Werk Bad Wörishofen zählt nicht dazu.
Bad Wörishofen fällt aus dem neuen Raster
Die Massen-Produktion von Industrie-Emmentaler in der Allgäuland-Käsereien GmbH in Bad Wörishofen ist nicht mehr ausreichend wertschöpfend. Daher schließt Allgäuland das Werk in Bad Wörishofen. „Wir bedauern diesen Schritt sehr“, kommentiert Paul Ritter, Geschäftsführer der Allgäuland-Käsereien GmbH. Um das Werk in Bad Wörishofen zu halten, müsste Allgäuland zu viel investieren.
Drei Spezialitäten-Werke
Allgäuland konzentriert sich stattdessen künftig auf seine drei Spezialitäten-Werke. In Kisslegg, Riedlingen und Sonthofen werden sogenannte Premium-Milchprodukte von Allgäuland hergestellt.
Finanzielle Lage ist nicht hoffnungslos
Die finanzielle Lage der Allgäuland-Käsereien GmbH könnte sich bald verbessern. Denn Banken haben großes Interesse am selbstbestimmten Weg der genossenschaftlich strukturierten Molkerei Allgäuland. Die Banken könnten unter Umständen sogar auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten. Die Landwirtschaftliche Rentenbank und der Genossenschaftliche Hilfsfond prüfen zurzeit, ob sie Allgäuland kurzfristig mit Eigenkapital-Mitteln unterstützen können.