Autobahnkreuz Memmingen

A7: Sechsspuriger Ausbau bei Memmingen startet 2018

An der A96 bei Memmingen wurde Lärmschutzwände eingerichtet. Foto: Alexandra Wehr/Pressestelle Stadt Memmingen
Bereits 2018 soll mit den ersten Vorbereitungen für das Großprojekt am Autobahnkreuz Memmingen begonnen werden. Details wurden bei einem gemeinsamen Pressegespräch der Stadt Memmingen und der Autobahndirektion Südbayern erläutert.

Am Memminger Autobahnkreuz tut sich einiges: Derzeit läuft bereits die Sanierung der Buxachtalbrücke mitsamt einer Erneuerung der Schutzeinrichtungen. Im Oktober kommenden Jahres soll dieses Projekt abgeschlossen sein, informierten Dr. Olaf Weller und Thomas Riedler, Leiter der Abteilung Planung und Bau-West der Dienststelle Kempten der Autobahndirektion Südbayern.

Vorbereitungs-Maßnahmen starten 2018

Als Vorbereitung für den sechsspurigen Ausbau der A7 soll 2018 mit einer Verbreiterung und Verlängerung der Ein- und Ausfädelspuren der A7 begonnen werden. An der A96 westlich des Autobahnkreuzes laufen ebenfalls Planungen, die auch Lärmschutzeinrichtungen für Buxheim beinhalten. Hierfür soll Ende des kommenden Jahres das Planfeststellungsverfahren beantragt werden, so Dr. Weller.

Auch für die Hochbrücke Memmingen, die über das ehemalige Landesgartenschaugelände führt, soll 2018 ein Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Bei der Nordbrücke wurden statische Mängel festgestellt, erklärte Dr. Weller. Die Nordbrücke werde deshalb abgebrochen und neu aufgebaut, die Südbrücke werde saniert. Erst dann können auf der Brücke höhere Lärmschutzwände aufgebaut werden.

Behelfsbrücke soll Verkehrsfluss aufrechterhalten

Als Gemeinschaftsprojekt der Autobahndirektion und der Stadt Memmingen soll die Europastraßenbrücke neu gebaut werden. Um den Verkehrsfluss während der Bauzeit aufrechtzuerhalten, wird vor dem Abriss eine Behelfsbrücke errichtet. Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek betonte die Dringlichkeit dieser Baumaßnahme. „Die Erwartungen sind hoch, dass diese Maßnahme zügig realisiert wird“, erklärte Holetschek. Dem pflichteten auch Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke und Oberbürgermeister Schilder nachdrücklich bei. „Eine Verbreiterung der Brücke ist dringend notwendig für die weitere positive Entwicklung des Gewerbegebiets Nord“, betonte Schilder.

Lärmschutzwände an der A96 abgeschlossen

Neben den Planungen für das Memminger Autobahnkreuz wurden auch die Lärmschutzwände an der A96 zwischen Amendingen und Memmingen-Ost thematisiert. Seit September 2016 wurden auf einer Strecke von rund zwei Kilometern Lärmschutzwände errichtet und im Kernbereich Amendingen ein lärmmindernder offenporiger Asphalt aufgebracht. „Wir sind sehr froh und dankbar für den nachträglichen Lärmschutz. Dieses Bauprojekt ist für die Stadt Memmingen von erheblicher Bedeutung“, erklärte Oberbürgermeister Manfred Schilder. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt 16,6 Millionen Euro.

„Eine sehr gelungene Maßnahme“

Für die Anwohner in Amendingen konnte eine deutliche Lärmreduktion von zehn Dezibel erreicht werden, erläuterte Dr. Olaf Weller, Leiter der Dienststelle Kempten der Autobahndirektion Südbayern. „Es war eine sehr gelungene Maßnahme, die zügig und mit konstruktiven Abstimmungen der Beteiligten verwirklicht wurde“, resümierte Weller.

„Der Bund nimmt mit dieser Baumaßnahme seine Verantwortung wahr“

„Man merkt eine erhebliche Lärmminderung, auch das ‚Singen‘ der LKW-Reifen ist deutlich reduziert“, berichtete der Bürgerausschussvorsitzende Döring. „Es hat alles sehr gut funktioniert, weil der Bürger von Anfang an mit ins Boot geholt worden ist. So hat es auch keine Einsprüche gegeben“, bemerkte der Vorsitzenden des Amendinger Bürgerausschusses, Stefan Döring. „Der Bund nimmt mit dieser Baumaßnahme seine Verantwortung wahr“, erklärte Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke. „Der deutliche Gewinn an Lärmschutz ist auch ein deutlicher Gewinn an Lebensqualität.“

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