Krisenzeiten

Schwäbische Landkreise und Städte investieren mehr als zuvor

Landkreise und kreisfreie Städte in Bayerisch-Schwaben investieren dieses Jahr 536 Millionen Euro – das ist mehr als in den Jahren zuvor. Weshalb es genau jetzt wichtig sei, nicht nachzulassen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die schwäbische Wirtschaft sind je nach Wirtschaftszweig sehr unterschiedlich. Bei einem gemeinsamen Austausch zwischen Vertretern der Wirtschaft und den schwäbischen Landkreisen und kreisfreien Städte wurden diese thematisiert. Auch wurde besprochen, in welchem Umfang die Kommunen die heimische Wirtschaft stützen können. So investieren diese trotz der Krise in diesem Jahr schwabenweit sogar mehr als die Jahre zuvor: Betrugen die Investitionen in Schwaben 2019 insgesamt rund 476 Millionen Euro, 2020 rund 472 Millionen Euro, so sind es in diesem Jahr sogar 536 Millionen Euro. „Gerade in dieser schweren Zeit ist es uns besonders wichtig nicht nachzulassen und unsere Unternehmen zu stärken“, so der Vorsitzende des Bezirksverbands Schwaben, Lindau-Landrat Elmar Stegmann.

Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik

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Stegmann hatte den Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Dr. Marc Lucassen, den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben, Ulrich Wagner, die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte sowie die schwäbischen Landkreisvertreter zu einem gemeinsamen virtuellen Austausch eingeladen, um über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu sprechen. Zu Beginn der Sitzung gaben die Hauptgeschäftsführer von IHK und Handwerkskammer für Schwaben einen Überblick über die aktuelle Situation in den Betrieben. Sie berichteten von deutlichen Unterschieden zwischen der Industrie und den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und dem Handwerk. Während die Industrie und viele Bereiche des Handwerks bisher gut durch die Krise gekommen seien, titulierten die Vertreter der Wirtschaft gerade den Handel und die Gastronomie als Leittragende dieser Pandemie.

Mit Insolvenzen sei zu rechnen

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Die Wirtschaftsvertreter seien sich einig gewesen, dass die Unterstützungsmaßnahmen der Regierung hier eine große Pleitewelle ausbremsen, aber trotzdem müsse in Zukunft mit steigenden Insolvenzen gerechnet werden. Die angeschlagenen Betriebe bräuchten ihrer Meinung nach eine sinnvolle Öffnungsstrategie, um Perspektiven zu schaffen und damit der weit verbreiteten negativen Stimmung entgegenzuwirken. Diese Meinung teilten auch die restlichen Sitzungsteilnehmer, die die neuerlich beschlossene Strategie zur schrittweisen Öffnung des Handels sowie der Gastronomie begrüßten. Es bestand aber auch Einigkeit, dass die geplanten Öffnungen langfristig nur gelingen könnten, wenn zeitgleich die Teststrategie weiter verbessert würde und ausreichend Schutzimpfungen vorhanden seien.

Ausbildung: Jugendliche sind verunsichert

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Besondere Sorge bereitete den Wirtschafts- und den Landkreisvertretern zudem die sinkenden Zahlen der Ausbildungsverhältnisse. So wurden in den Betrieben, die in den Zuständigkeitsbereich der IHK fallen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 10 Prozent weniger Lehrverträge abgeschlossen, in den Handwerksbetrieben sogar 17 Prozent weniger. Dr. Marc Lucassen führte dies in seinen Ausführungen auf die große Verunsicherung der Jugendlichen zurück, die durch die Krise entstanden sei. Diesem negativen Trend, der ein großes Loch in die Fachkräftesicherung reiße, müsse mit geeigneten Formaten schnellstmöglich entgegengewirkt werden. Es gäbe bereits Konzepte, wie beispielsweise digitale Ausbildungsmessen und Schulpartnerschaften, allerdings müssten diese in Zukunft noch weiter ausgebaut werden, um die Jugendlichen besser zu erreichen.

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Mit Insolvenzen sei zu rechnen

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