B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

B4B Schwaben
 / 
B4B Nachrichten  / 
Rolls-Royce Power Systems stellt Motorprüfstände auf HVO um
Klimaneutralität

Rolls-Royce Power Systems stellt Motorprüfstände auf HVO um

Die Rolls-Royce Prüfstände der mtu-Baureihe laufen in Friedrichshafen, Augsburg und Ruhstorf inzwischen vollständig mit dem Kraftstoff HVO. Foto: Rolls-Royce
Die Rolls-Royce Prüfstände der mtu-Baureihe laufen in Friedrichshafen, Augsburg und Ruhstorf inzwischen vollständig mit dem Kraftstoff HVO. Foto: Rolls-Royce

Der Motorenbauer aus Friedrichshafen betreibt inzwischen sämtliche mtu-Prüfstände an seinen deutschen Standorten mit HVO statt Diesel – und konnte so bisher rund 3.200 Tonnen CO2 einsparen.

Rolls-Royce Power Systems hat alle Prüfstände für mtu-Dieselmotoren in Deutschland auf den Kraftstoff HVO umgestellt. Bis Ende 2025 habe das Unternehmen damit rund 3.200 Tonnen CO2 eingespart. Andere Schadstoffemissionen wie etwa Rußpartikel und Stickoxide seien ebenfalls deutlich gesunken.

Umstellung in Friedrichshafen, Augsburg und Ruhstorf

Der Wechsel auf HVO habe im September 2024 im Rahmen erster Testläufe begonnen und wurde dann sukzessive fortgeführt. An den Unternehmensstandorten Friedrichshafen, Augsburg und Ruhstorf (Niederbayern) würden die Motorenprüfstände inzwischen vollständig mit HVO laufen.

Nicholas Templin, Executive Vice President Produktion, Logistik und Qualitätsmanagement von Rolls-Royce Power Systems, erklärt: „Die Dekarbonisierung unserer Produktion ist für uns ein klarer unternehmerischer Auftrag. Die Umstellung auf HVO ist dabei ein wichtiger Schritt hin zu einer noch nachhaltigeren Herstellung unserer Produkte.“

3.200 Tonnen CO₂ weniger

Rolls-Royce Power Systems, das sich kürzlich den größten Verteidigungsauftrag seiner Geschichte sicherte, beziffert die eingesparten Emissionen durch den HVO-Einsatz bis Ende 2025 auf 3.200 Tonnen CO₂. Speziell in Friedrichshafen sei der CO₂-Ausstoß durch Serienprüfständen im Jahr 2025 im Vergleich zum Betrieb mit fossilem Diesel um etwa 25 Prozent gesunken. Darüber hinaus sei der Rußausstoß um mehr als 40 Prozent, die Stickoxidemissionen um bis zu acht Prozent gesunken. Für 2026 erwartet das Unternehmen weitere Einsparungen, da der neue Kraftstoff dann ganzjährig eingesetzt worden ist. „Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv: Die Verwendung von HVO macht die Herstellung unserer Produkte noch nachhaltiger und hat sich im operativen Betrieb bewährt“, kommentiert Templin.

So unterscheidet sich HVO

HVO (vom Englischen „Hydrotreated Vegetable Oil“) ist ein synthetischer Kraftstoff, der aus Pflanzenölen sowie Abfall- und Reststoffen hergestellt wird. Da es sich hierbei ebenfalls um einen Dieselkraftstoff handelt, kann er ohne technische Anpassungen in Dieselmotoren eingesetzt werden. Laut Rolls-Royce Power Systems werde HVO nicht nur in der Produktion genutzt, sondern komme bereits in verschiedenen Bereichen zum Einsatz, etwa in Zügen, Schiffen und Rechenzentren.

Artikel zum gleichen Thema