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Rolls-Royce Power Systems erweitert Ausbildung der Marinetechnikschule
Digitale Trainingssysteme

Rolls-Royce Power Systems erweitert Ausbildung der Marinetechnikschule

AugmentedReality und Virtual Reality ermöglicht die Simulation realistischer Störungs‑ und Schadensszenarien noch vor dem Ernstf
Augmented und Virtual Reality ermöglicht die Simulation realistischer Störungs‑ und Schadensszenarien noch vor dem Ernstfall. Damit hat Rolls-Royce Power Systems die Marinetechnikschule der Bundeswehr ausgestattet. Foto: BAAINBw

Rolls-Royce Power Systems unterstützt die Ausbildung von Schiffstechnikern an der Marinetechnikschule mit digitalen Trainingslösungen. Ein Motor der mtu-Baureihe 4000, Augmented Reality und Virtual Reality sollen Wartungs-, Diagnose- und Fehlerszenarien bereits an Land abbilden.

Rolls-Royce Power Systems mit Sitz in Friedrichshafen hat die Ausbildung von Schiffstechnikern an der Marinetechnikschule der Deutschen Marine in Parow um digitale Trainingsmöglichkeiten erweitert. Ziel ist es, angehende Marine-Techniker bereits vor ihrem ersten Einsatz an Bord auf Wartungs-, Diagnose- und Reparaturaufgaben vorzubereiten. Zum Einsatz kommen dabei ein Trainingsmotor der mtu-Baureihe 4000 sowie Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen.

Training an einem realitätsnahen Motormodell

Seit März 2026 steht an der Marinetechnikschule ein 20-Zylinder-Motor der mtu-Baureihe 4000 für Ausbildungszwecke bereit. Es handelt sich um ein sogenanntes Kaltmodell des Typs 20V 4000 M53B. Der Motor entspricht dem Modell, das auf den F125-Fregatten der Deutschen Marine eingesetzt wird. Auf Betriebsstoffe wie Kraftstoff, Öl oder Druckluft wird jedoch verzichtet.

Die Fregatten der „Baden-Württemberg“-Klasse sind mit vier mtu-Aggregaten ausgestattet. Diese werden sowohl für die Stromversorgung an Bord als auch für den Antrieb genutzt.

Fehler- und Schadensszenarien digital simulieren

Ergänzt wird das Training durch eine speziell entwickelte Software. Diese bietet Zugriff auf Diagnoseanleitungen sowie Wartungs- und Reparaturprozesse. Darüber hinaus können Betriebswerte angezeigt und unterschiedliche Störungs- und Schadensszenarien simuliert werden.

„Ein stationärer Motor kombiniert mit 3D- und Augmented-Reality-Technologie – das gab es in der Bundeswehr bisher nicht. Erstmals lassen sich Fehler- und Schadensszenarien realitätsnah simulieren“, erklärt Knut Müller, Senior Vice President Global Governmental Business bei Rolls-Royce Power Systems. Die Teilnehmenden würden dadurch nicht nur die Diagnose, sondern auch die Fehlerbehebung üben, bevor sie an Bord gehen. So seien sie im Ernstfall vorbereitet.

Augmented Reality und Virtual Reality ergänzen die Ausbildung

Mit Hilfe von Augmented Reality werden Arbeitsabläufe zur Fehlerbehebung visualisiert. Zusätzlich steht eine Virtual-Reality-Umgebung mit einer dreidimensionalen Darstellung des Motors zur Verfügung. Dabei können einzelne Baugruppen bis hin zu Kleinteilen dargestellt werden. Nach Angaben des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr werden damit erstmals Einsatzbedingungen der F125-Fregatten an Land nachgebildet.

Digitale Ausstattung für die Ausbildung

Für die Ausbildung stellt Rolls-Royce Power Systems die technische Ausstattung bereit. Dazu gehören unter anderem mobile Computer, Monitore, Trainingsrechner und weitere digitale Endgeräte. Auch die praktische Arbeit am Motor ist Teil des Konzepts. Dafür werden Werkzeuge, Montageplattformen und weitere Komponenten zur Verfügung gestellt, die für Übungen am Trainingsmotor benötigt werden.

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