Sanierung abgeschlossen

Nach Brand: Parkhaus am See wieder geöffnet

Ende Dezember 2018: Das Parkhaus am See in Friedrichshafen brennt. Nach den Löscharbeiten wurde sofort mit der Sanierung begonnen. Jetzt ist alles fertig. Doch der Preis ist teuer.

Ende Dezember letzten Jahres wird das Parkhaus am See Opfer eines Brandanschlages. Jetzt, nach gut zehnmonatiger Sanierung öffnete es gestern wieder seine Schranken. Damit stehen dann wieder über 300 zusätzliche Stellplätze direkt in der Friedrichshafener Innenstadt zur Verfügung. Damit betreibt das Stadtwerk am See in Friedrichshafen im Auftrag der Technischen Werke Friedrichshafen vier Parkhäuser mit insgesamt rund 1.800 Stellplätzen.

Sanierung begann direkt nach Brand

Bereits wenige Tage nach dem Brand begann eine Spezialfirma unmittelbar mit der Brandschadensanierung. Die sechs vollständig ausgebrannten Fahrzeuge hatten enorme Schäden im Parkhaus verursacht, welches erst 2017 für rund 2 Millionen Euro komplett saniert worden war. „Jeder Quadratzentimeter des Parkhauses musste zunächst von den Brand- und Löschrückständen gereinigt werden. Dabei mussten alle Technikschränke und sogar die Aufzüge auseinandergebaut werden, um auch wirklich jedes kleine Teilchen reinigen zu können – allein das war schon ein Riesen-Aufwand“, berichtet Norbert Schültke, Bereichsleiter Mobilität beim Stadtwerk am See. „Ich danke allen Beteiligten für die Express-Sanierung in nur zehn Monaten. Allein ein Dreivierteljahr Zeitgewinn hat es uns gebracht, dass die Baufirma, die zum Brandzeitpunkt gerade das Parkhaus Altstadt sanierte, bereit war, unmittelbar nach den Reinigungsarbeiten ins Parkhaus Am See zu wechseln.“

3 Millionen Euro Schaden

Der wirtschaftliche Schaden am Parkhaus ist dabei erheblich: Allein die Reinigung der Brandschäden kostete über 750.000 Euro. Dazu kommen Bau- und Sanierungskosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro und der Ausfall der Parkentgelte über zehn Monate. „Die unmittelbaren Brandschäden werden zwar von unseren Versicherungen übernommen. Nicht jedoch der Einnahmeausfall, was übrigens branchenübliche Praxis ist“, bedauert Schültke.

In die Tasche griff das Stadtwerk allerdings zusätzlich, um die Folgen für den Einzelhandel und dessen Kunden zu mildern. „Bei einer Aktion im März haben wir gemeinsam mit dem Stadtmarketing Parkgutscheine im Wert von 10.000 Euro über den Handel verteilen lassen“, berichtet der Parkhaus-Chef. „Auch der seit Mai an Samstagen eingeführte 1-Euro-Tarif des Stadtverkehrs hat den Kunden die Möglichkeit eröffnet, sehr günstig mit dem Bus in die Stadt zu kommen.“

Vollsperrung war unausweichlich

„Dadurch, dass der zentrale Ein- und Ausfahrtbereich so weitreichend beschädigt war, konnten wir leider auch keine Teilöffnung ermöglichen und das Parkhaus musste während den Arbeiten komplett geschlossen bleiben“, erklärt Schültke. Die bestehende Betonfläche musste in diesem Bereich komplett ausgebaut und eine neue Decke eingezogen werden. Allein die Aushärtung einer so großen Betonfläche dauerte über sechs Wochen. „Dennoch sind wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, zeigte sich Schültke erleichtert. Denn der „worst case“, eine Sanierung der Parkhausdecke mit Vollsperrung und Öffnung der Karlstraße, konnte abgewendet werden.

Die Betonsanierung war die größte, aber bei weitem nicht die einzige Arbeit, die anstand: Die technischen Anlagen wurden ebenfalls vollständig erneuert. „Brandmelde-Anlage, Parkhausrechner, Kassenautomaten, Steuerungselemente, CO-Warnanlage, Entlüftung, Überwachungskameras – das alles mussten wir neu installieren und aufbauen“, erklärte Schültke. Zudem war es notwendig geworden, die komplette Stromversorgung mit rund drei Kilometern Kabel zu erneuern.

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3 Millionen Euro Schaden

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In die Tasche griff das Stadtwerk allerdings zusätzlich, um die Folgen für den Einzelhandel und dessen Kunden zu mildern. „Bei einer Aktion im März haben wir gemeinsam mit dem Stadtmarketing Parkgutscheine im Wert von 10.000 Euro über den Handel verteilen lassen“, berichtet der Parkhaus-Chef. „Auch der seit Mai an Samstagen eingeführte 1-Euro-Tarif des Stadtverkehrs hat den Kunden die Möglichkeit eröffnet, sehr günstig mit dem Bus in die Stadt zu kommen.“

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