Nach Frostschäden im Frühjahr

Ernte-Einbrüche: BayWa Obst beantragt Kurzarbeit am Bodensee

Leere Erntekisten am Standort Ravensburg. Foto: BayWa AG
Leere Erntekisten am Standort Ravensburg. Foto: BayWa AG
Die BayWa Obst GmbH & Co. KG erwartet hohe Ernte-Einbrüche beim Kernobst. Deshalb will das Unternehmen für seine Obstbetriebe in Süddeutschland Kurzarbeit beantragen. So sollen vor allem die Arbeitsplätze in der Region gesichert werden.

Die BayWa Obst stimmt sich derzeit mit dem Betriebsrat über einen entsprechenden Antrag für die  Vermarktungs-Saison der kommenden Ernte ab. Dies wurde den Mitarbeitern bereits vergangene Woche mitgeteilt.

Hoher wirtschaftlicher Schaden

Im Frühjahr dieses Jahres kam es während der Apfelblüte zu heftigen Frostschäden. Nun werden erhebliche Ernte-Einbrüche erwartet. Derzeit geht man in weiten Teilen der Anbau-Regionen von einem Mengen-Rückgang von bis zu 70 Prozent aus. Ohne entsprechende Erntemengen kann die BayWa ihre spezialisierten Betriebe über mehrere Monate hinweg nicht auslasten. An den Standorten werden pro Saison im Schnitt 60.0000 Tonnen Kernobst sortiert, gelagert und verpackt. Mit der Kurzarbeit sollen, auch bei der BayWa, die rund 100 Arbeitsplätze in der Region erhalten werden.

Geringste Ernte seit 25 Jahren

„Wir müssen uns nun mit allen Mitteln gegen diese Misere in unseren Erfassungs-Gebieten stemmen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. „Wir erwarten die geringste Ernte seit 25 Jahren – für die Erzeuger-Betriebe in der Region ist die Situation mehr als fordernd und bisweilen existenzbedrohend.“ Auch bei der BayWa müsse man diesem Umstand nun verantwortlich entgegentreten. „Kurzarbeit ist bei solch denkbar schlechten Bedingungen ein Mittel, um Mitarbeiter und Arbeitsplätze zu schützen.“ Die BayWa werde sich gemeinsam mit ihren Partnern dafür einsetzen, dass die Kunden des Lebensmittel-Einzelhandels neben der Handelsklasse 1 auch qualitativ schwächere Ware abnehmen. Denn bei den verbleibenden Erntemengen werden spürbare Qualitäts-Einbußen erwartet.

Für diese Betriebe wird Kurzarbeit angemeldet

Die vorgesehene Kurzarbeit umfasst sämtliche Betriebe des nationalen Obstgeschäfts der BayWa in Kressbronn, Ravensburg, Ailingen, Oberteuringen, Öhringen und Weisenheim. Je nach Schwerpunkt und Funktion werden diese unterschiedlich stark betroffen sein. Voraussichtlich beginnt die Kurzarbeit in den ersten Betrieben im Herbst 2017 und endet bei den letzten im Sommer 2018. Der Schwerpunkt wird in einzelnen Wochen im Frühjahr 2018 erwartet. Die BayWa prüft für betroffene Mitarbeiter neben der Kurzarbeit auch weitere Maßnahmen. Dazu gehört beispielsweise der vorübergehende Einsatz in anderen Betrieben der Bereiche Technik und Agrar in der Region.

Süddeutschland am stärksten betroffen

Neben den Anbauregionen in Deutschland, werden auch deutliche Ernteeinbußen für Frankreich, Polen, Österreich und Italien prognostiziert. Am stärksten betroffen waren aber Betriebe im Süddeutschland. Dort standen die Apfelbäume bereits in voller Blüte. Die Temperaturen sind deutlich unter den Gefrierpunkt gefallen.

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Leere Erntekisten am Standort Ravensburg. Foto: BayWa AG
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Hoher wirtschaftlicher Schaden

Im Frühjahr dieses Jahres kam es während der Apfelblüte zu heftigen Frostschäden. Nun werden erhebliche Ernte-Einbrüche erwartet. Derzeit geht man in weiten Teilen der Anbau-Regionen von einem Mengen-Rückgang von bis zu 70 Prozent aus. Ohne entsprechende Erntemengen kann die BayWa ihre spezialisierten Betriebe über mehrere Monate hinweg nicht auslasten. An den Standorten werden pro Saison im Schnitt 60.0000 Tonnen Kernobst sortiert, gelagert und verpackt. Mit der Kurzarbeit sollen, auch bei der BayWa, die rund 100 Arbeitsplätze in der Region erhalten werden.

Geringste Ernte seit 25 Jahren

„Wir müssen uns nun mit allen Mitteln gegen diese Misere in unseren Erfassungs-Gebieten stemmen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. „Wir erwarten die geringste Ernte seit 25 Jahren – für die Erzeuger-Betriebe in der Region ist die Situation mehr als fordernd und bisweilen existenzbedrohend.“ Auch bei der BayWa müsse man diesem Umstand nun verantwortlich entgegentreten. „Kurzarbeit ist bei solch denkbar schlechten Bedingungen ein Mittel, um Mitarbeiter und Arbeitsplätze zu schützen.“ Die BayWa werde sich gemeinsam mit ihren Partnern dafür einsetzen, dass die Kunden des Lebensmittel-Einzelhandels neben der Handelsklasse 1 auch qualitativ schwächere Ware abnehmen. Denn bei den verbleibenden Erntemengen werden spürbare Qualitäts-Einbußen erwartet.

Für diese Betriebe wird Kurzarbeit angemeldet

Die vorgesehene Kurzarbeit umfasst sämtliche Betriebe des nationalen Obstgeschäfts der BayWa in Kressbronn, Ravensburg, Ailingen, Oberteuringen, Öhringen und Weisenheim. Je nach Schwerpunkt und Funktion werden diese unterschiedlich stark betroffen sein. Voraussichtlich beginnt die Kurzarbeit in den ersten Betrieben im Herbst 2017 und endet bei den letzten im Sommer 2018. Der Schwerpunkt wird in einzelnen Wochen im Frühjahr 2018 erwartet. Die BayWa prüft für betroffene Mitarbeiter neben der Kurzarbeit auch weitere Maßnahmen. Dazu gehört beispielsweise der vorübergehende Einsatz in anderen Betrieben der Bereiche Technik und Agrar in der Region.

Süddeutschland am stärksten betroffen

Neben den Anbauregionen in Deutschland, werden auch deutliche Ernteeinbußen für Frankreich, Polen, Österreich und Italien prognostiziert. Am stärksten betroffen waren aber Betriebe im Süddeutschland. Dort standen die Apfelbäume bereits in voller Blüte. Die Temperaturen sind deutlich unter den Gefrierpunkt gefallen.

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