„Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“

Das sind die Gewinner des IBK-Nachhaltigkeitspreis 2017

Die Preisträger des IBK-Nachhaltigkeitspreises 2017. Foto: Michael Zanghellini
Die Vertreter der weiteren nominierten Projekte und Regierungschef Adrian Hasler (rechts). Foto: Michael Zanghellini
Fünfzehn Projekte aus der Bodenseeregion waren für den mit insgesamt 25.000 Euro dotierten IBK-Nachhaltigkeitspreis nominiert. Die Gewinner wurden diese Woche prämiert.

Die Preisverleihung fand in Vaduz statt. Überreicht wurden die Auszeichnung vom liechtensteinischen Regierungschef und diesjährigen IBK-Vorsitzenden Adrian Hasler. Er zeigte sich begeistert über die fünfzehn von den Ländern und Kantonen der IBK nominierten Projekte: „Sie bewegen sich jenseits der ausgetretenen Pfade und somit im Bereich von echter Innovation.“

Projekte als Botschafter für die Zukunft

Auch die Jury war beeindruckt von der Qualität und der Bandbreite der nominierten Projekte und wertet dies zugleich als Bestätigung für das Potenzial des Bodenseeraums als Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Alle nominierten Projekte eignen sich als Botschafter für eine lebenswerte Zukunft und verdienen es, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht zu werden. Platz eins und zwei gehen an die PlusEnergieÜberbauung Zentrum Tobel und den Plus-Energie-Bauernhof und das Engagement von Josef Gemperle im Kanton Thurgau. Platz drei belegt die HÜBSCHER HOLZBAU AG aus dem Kanton Schaffhausen.

Die Preisträger

Platz eins (12.000 Euro): PlusEnergieÜberbauung nach dem Leitbild der 2000-Watt-Gesellschaft Zentrum Tobel von FENT SOLARE ARCHITEKTUR. Nominiert wurde das Projekt vom Kanton Thurgau. Die Jury begründete ihre Entscheidung für das Projekt wie folgt: „Es zeigt mit einfachen Mitteln auf, dass die technischen Herausforderungen der nächsten Generation mit bereits bekannter Technologie gemeistert werden können. (…) Das Projekt ist ein Leuchtturm der Nachhaltigkeit.“

Platz zwei (8.000 Euro): Plus-Energie-Bauernhof und Energie-Engagement von Josef Gemperle aus Fischingen, ebenfalls nominiert vom Kanton Thurgau. Auszug aus der Begründung der Jury: „Das Projekt zeigt, wie mit bestehenden Technologien vorhandene Energieeffizienzpotenziale ausgeschöpft und der weitere Energiebedarf mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann und wie die dabei zum Einsatz kommenden verschiedenen, teils komplizierten Techniken, miteinander harmonieren.“

Platz drei (5.000 Euro): HÜBSCHER HOLZBAU AG mit ihrem CO2-neutralen Produktionskreislauf in Beringen, nominiert vom Kanton Schaffhausen. Die Begründung der Jury: „Die HÜBSCHER HOLZBAU AG baut Holzhäuser aus regionalem Holz, verwertet das anfallende Restholz für die Wärmeerzeugung in ihrer Holzheizung, welche mittels Wärmenetz auch 65 weitere Wärmebezüger zuverlässig versorgt. Dazu werden die Maschinen zum Bau ihrer Holzelemente wie auch die Gebäudetechnik und die Beleuchtung weitgehend mit Sonnenstrom betrieben. Der Kreislauf ist geschlossen, es werden lokale Arbeitsplätze geschaffen und die lokale Wertschöpfung ist hoch – bewundernswert und insbesondere auch für den Bodenseeraum nachahmenswert.“

Der IBK-Nachhaltigkeitspreis

Seit 2014 verleiht die Internationale Bodensee Konferenz den Nachhaltigkeitspreis, um den Bodenseeraum als Modellregion für nachhaltige Entwicklung ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und um dazu anzuregen, gemeinsam über die Zukunft nachzudenken und konkret zu handeln und zu gestalten. Projektträger, die im Sinne des Leitbilds der IBK für den Bodenseeraum ganzheitliche und langfristige Lösungen schaffen, können durch den IBK-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet werden. Bei der Erstausgabe im Jahr 2014 wurden Nachhaltigkeitsprojekte aller Bereiche prämiert; 2015 standen nachhaltig wirtschaftende Unternehmen im Fokus.

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